P2P Kredite Steuern

“Eine Steuererklärung mit P2P-Gewinnen gebe ich lieber gleich an einen Steuerberater….”

P2P Kredite Steuern. Für viele steht zu diesem Zeitpunkt des Jahres eine der unangenehmsten Aufgaben an. Die Steuererklärung 🙂 Was genau bei P2P Krediten und der Steuer zu beachten ist, habe ich dir hier schon einmal genau aufgeschrieben. Im Grunde ist es alles ganz einfach und es gibt keine Mintos Steuererklärung oder sonstigen Kram. Es ist am Ende nur eine simple Rechnung.

Im heutigen Beitrag geht es aber um die Ermittlung der Zinsen auf jeder P2P Plattform für genau diese Rechnung. Danach wird es ein leichtes für dich sein, die Werte in deine Steuererklärung zu übertragen. Bitte beachte, dass ich hier nur die Wege bei den P2P Plattformen zeigen kann, wo ich selbst investiert bin.

Dieser Artikel wird mit jedem Anbieter, den ich in mein Portfolio aufnehme, aktualisiert werden. Vermutlich immer passend zu deiner Steuererklärung Anfang des Jahres. Also wird es sich lohnen, hin und wieder reinzuschauen. Er ist auch in meinen FAQ verlinkt.

Was es sonst noch zu wissen gibt

Mittlerweile hat sich richtig was getan, was die Besteuerung der Kapitalerträge aus P2P Kredite Zinsen angeht. Beispielsweise kannst du mittlerweile Verluste beim Finanzamt gelten machen. Ich persönlich habe das noch nie in Anspruch genommen, aber prinzipiell geht es. Zudem gibt es auch noch eine weitere Variante der Besteuerung der Einkünfte. Du kannst dich auch entscheiden deine P2P-Kredite alternativ zu versteuern. Das ist jedes Jahr aufs Neue ein heiß diskutiertes Thema in unserer Community. Am Ende kann es deine Rendite aber deutlich erhöhen. Denke aber daran, dass wir alle keine Steuerberater sind.

Aber nun schauen wir uns die P2P Plattformen mal alle im Detail an. Egal ob es um Mintos, Bondora oder Auxmoney geht. Am Ende wirst du wissen, wo alles zu finden ist 🙂

ᐅ Hier findest du alle bisher erschienenen Artikel rund um das Thema “Versteuerung von P2P Krediten”:
08.02.2020: P2P Kredite Steuern – Wie du die Zinserträge für deine Steuererklärung ermittelst
13.04.2018: Verluste aus P2P Krediten: Begradigung an der Steuerfront
22.07.2017: Alternative Besteuerung von P2P Krediten
13.02.2016: Wie du deine P2P-Gewinne versteuerst

P2P Kredite Steuern ermitteln

Auxmoney

Die Zinsen auf Auxmoney zu ermitteln, ist denkbar einfach. Auxmoney ist eine deutsche Plattform und so bekommst du zu Beginn jeden Jahres (Anfang Februar) eine Steuerbescheinigung in dein Postfach geschickt, in der deine im Vorjahr erwirtschafteten Zinsen ausgewiesen sind. Für viele P2P-Investoren die gerade anfangen, ist dies auch einer der Hauptgründe mit Auxmoney zu starten. Wenn die Steuerklärung einfach ist, fühlen sich viele Menschen (vor allem wir Deutschen) sicherer. Es ist ähnlich wie bei der Problematik mit steuereinfachen und steuerhässlichen ETFs oder mit der Quellensteuer bei Aktien. Sobald es kompliziert wird, greift man oft zu den einfachsten Dingen, um dem scheinbar höheren Aufwand aus dem Weg zu gehen. Dafür akzeptieren wir sogar oft die schlechteren Produkte.

Und so einfach funktioniert es bei Auxmoney: Du findest die Steuerbescheinigung in deinem Anlegercockpit unter Verwaltung > Dokumente > Ausweis der Zinseinnahmen.

Steuererklärung

Quelle: Persönliches Auxmoney Anlegercockpit

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Bondora

Bondora war die erste ausländische Plattform mit der ich 2014 begann und somit auch die erste, wo ich die Einnahmen für meine Steuerklärung selbst ermitteln musste. Die Website hat sich seitdem gefühlt 1000-mal verändert und auch der Weg zur Zinsermittlung. Ich hoffe inständig, dass ich diesen Weg nicht schon in der nächsten Woche wieder ändern muss 🙂

Wenn du das Bondora-Dashboard auf deutsche Sprache eingestellt hast, gehst du auf der linken Seite auf den Bereich “Berichte”. Nun drückst du auf die neu erschienene Schaltfläche “Bericht erstellen”

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Hier gehts zu den Berichten auf Bondora

Im nächsten Menü werden dir nun die verschiedenen Arten von Berichten angezeigt, die du dir erstellen lassen kannst. Seit 2017 gibt es nun den “Steuerbericht” auf Bondora. Diesen wählst du aus und gibst das Datum an, für welchen Zeitraum du den Bericht haben möchtest. Meist natürlich der 1.1 – 31.12:

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Bericht auswählen und ab gehts

Nun dauert es ein paar Minuten und dein Bericht steht zum Download als Excel-Datei bereit. Die Daten kannst du in deine Steuerklärung übernehmen, und den Wisch mit dabeilegen. Du siehst, auch die ausländischen Plattformen stellen sich immer mehr auf deutsche Investoren ein. Somit wird auch deine Bondora Go and Grow Steuererklärung zum Kinderspiel.

Bondster

Bondster ist eine Anlage, die es noch nicht allzu lang in meinem Portfolio gibt. Seit 2019 bin ich hier investiert, aber auch hier wird es kaum Probleme geben. Auch hier kannst du deine Zinsen ganz einfach ermitteln. Bist du in deinem Account eingeloggt, gehst du unter der Auflistung deines Investments auf “Transaktionsübersicht”.

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Im Dashboard von Bondster

Bist du dort angelangt, wählst du in der Leiste oben das Vorjahr aus und gehst dann auf “Steuerbericht herunterladen”. Den Bericht gibt’s direkt in dein Postfach und aus die Maus.

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Der Steuerbericht kommt per Mail

Bulkestate

Ein Sorgenkind im Bereich der Ermittlung der Kapitalerträge war jahrelang Bulkestate. Eigentlich ist es eine gute Plattform zum investieren, aber was die Steuern angingen waren sie noch in der Steinzeit und es war super umständlich hier an die Zinserträge zu kommen. Das hat sich jedoch passend und erst kurz vor diesem Artikel geändert! Bist du nun in deinem Dashboard, wirst du einen Link sehen mit dem Namen “Steuerbericht generieren”.

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Die neue Steuersektion auf Bulkestate

Danach kommst du in eine Übersicht, wo du wie gewohnt ein Start- und Enddatum vorgibst und nach dem Typ “Rückzahlung” filterst. Achtung! In der Filterung erscheinen dann manchmal Kapitalrückzahlungen und Zinsgewinn in einer Summe. Lädst du dir jedoch später den Bericht runter, bekommst du eine genaue Aufteilung und musst nichts mehr selbst berechnen. Den Download für deine Anlage KAP startest du ganz einfach über die Schaltfläche “Report generieren”

Risikohinweis:
Der Erwerb von Vermögensanlagen über P2P-Kredite ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Crowdestor

Auch Crowdestor hat in Sachen Zinsermittlung noch einiges zu tun, aber bei ihnen sieht man wenigstens, dass es Schritt für Schritt vorwärts geht. Ende 2019 gab es ein Update der gesamten Website und damit auch Transaktionsberichte zum Download. Dafür gehst du in deinem Dashboard auf “Transaktionen”, stellst das Datum ein und wählst den Transaktionstyp “Zinszahlung für das Projekt” aus.

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Projektfilterung auf Crowdestor

Danach wirft er dir eine Liste aus, die du als Excel, PDF oder CSV herunterladen kannst. Was du nun noch tun musst? Die Zinsen der Kredite zusammenzurechnen. Das geht natürlich am schnellsten mit Excel.

Debitum Network

Auf Debitum Network war die Zinsermittlung anfangs auch katastrophal. Auch hier gab es ein Update der Website. Seitdem kannst du dir selbst eine Übersicht erstellen, indem du nach dem Login auf “Mein Saldo” gehst. Dann siehst du auf der rechten Seite die Option zur Erstellung eines Kontoauszuges. Hier wählst du das Datum aus und klickst auf “Kontoauszug herunterladen”.

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So werden auf Debitum Network die Zinsen ermittelt

Danach erhältst du eine Excel-Datei mit zwei Tabellenblättern und allen deinen Zinsen aus Krediten. Auf der ersten Seite siehst du die Zusammenfassung und die Details gibt’s auf der zweiten Seite.

DoFinance

DoFinance ist eine der älteren Plattformen in meinem Portfolio und verfolgt ein gänzlich anderes Konzept als viele Konkurrenten. Aus diesem Grund wirst du auch nicht ständig Zinsausschüttungen haben wie z.B. bei Mintos. Auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite macht dir die Tatsache viele Dinge einfacher. Willst du irgendwann deine Zinsen ermitteln, gehe in den Bereich “Transaktionen” in deinem Account, filtere Start- und Enddatum und lege die Art der Transaktion auf “Gewinn” fest.

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Die Transaktionsübersicht von DoFinance

Nach der Filterung kannst du dir dann ein PDF-Dokument mit einer Summenberechnung herunterladen und die Einkünfte direkt daraus übernehmen.

Estateguru

Bei Estateguru wird es wieder spannend, denn hier sieht das Dashboard anders aus, als wir es normalerweise gewohnt sind. Auch wenn alles leicht überfrachtet wirkt, kannst du hier deine Werte für die Steuerklärung ganz einfach herausfinden. Gehe dazu auf den Bereich “Kontostand-Überblick” in deinem Account und setze den Datumsfilter im Bereich “Reports” rechts auf die von dir gewünschte Periode. Danach bekommst du eine schicke PDF mit allen notwendigen Informationen zu deinen Aktivitäten.

p2p kredite steuern estateguru

Der Report-Bereich auf Estateguru

ᐅ Du willst mehr Informationen zu den verschiedenen Plattformen?
Dann schau jetzt in meine P2P Plattform-Übersicht. Dort findest du weitere Informationen und / oder Artikel zu den Plattformen, auf denen ich investiere.

Fast Invest

Wie du spätestens seit meinem Artikel weißt, ist mein Geld auf Fast Invest allerhöchstens Spielgeld. Dennoch brauche wir auch hier den Zinsbetrag. Überraschenderweise geht das mittlerweile recht einfach. Nach dem Login gehst du auf der linken Seite auf “Kontoauszug”. Auch hier wählst du dann wieder ein Datum aus. Auf der mies übersetzten Billig-Seite wählst du dann als Transaktionsart “Repayment Interest” aus und startest die Filterung.

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Die Zinsfilterung auf Fast Invest

Scrollst du weiter runter, kannst du dir dann unter der Liste die Daten als PDF oder Excel runterladen. Auch hier empfehle ich Excel, denn natürlich hat man sich nicht die Mühe gemacht, die Beträge zu summieren. Hätte mich auch gewundert.

Flender

Das Investieren in Kredite auf Flender hat mir 2019 nicht mehr allzu viel Spaß gemacht. Zu wenig geht voran und zu gut sind die Alternativen. Dafür macht es dir Flender aber mit der Zinsermittlung recht einfach. In deinem Dashboard gehst du einfach oben auf “Reports” und dann auf “Income Statement”. Danach kannst du einfach per Schaltfläche das letzte Jahr auswählen und die Zahlen als PDF herunterladen.

p2p kredite steuern flender

Die Zinsermittlung auf Flender ist mit einigen Klicks erledigt

ᐅ Disclaimer
Bitte beachte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keinerlei Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus. Auf allen P2P Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen! Links zu den P2P-Plattformen sind in der Regel Affiliate-Links, bei denen du Vorteile hast und ich eine kleine Provision verdiene.

Grupeer

Ungefähr genauso einfach macht es dir die P2P Plattform Grupeer mit der Steuer. Direkt nach dem Einloggen in deinem Dashboard wirst du schon die Schaltfläche “Zinsausweis” sehen. Hier klickst du drauf, wählst dann das Datum aus und lädst dir den Report herunter. Einfacher gehts kaum. Gut gemacht Grupeer!

p2p kredite steuern grupeer

In Rekordgeschwindigkeit zum Steuerreport auf Grupeer

Mintos

Von P2P Anlage-Riese Mintos sollte man eigentlich erwarten, dass es kein Problem ist, die Daten für die Steuer zu ermitteln. Das stimmt auch! Es ist nicht ganz so einfach wie auf Grupeer, aber dennoch einfach gemacht. Bist du in deinem Dashboard gehst du auf “Mein Konto” und dort gibt es einen Reiter “Steuerbescheinigung”. Hier wählst du dann einfach die entsprechenden Daten aus, drückst auf “bestätigen” und der Mintos Steuerbericht landet in deinem Postfach.

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Die Steuerbescheinigung auf Mintos. Ein Klick mehr als bei Grupeer

Peerberry

Beim Thema Investieren ist Peerberry ganz vorne mit dabei. Auch die Zinsen aus deinen Krediten bekommst du relativ schnell heraus. Aus deinem Dashboard gehts in den Bereich “Kontoauszug”. Dort scrollst du ganz nach unten bis zum Bereich “Steuerberichte”. Dann wie gewohnt Daten auswählen, generieren und den Steuerbericht herunterladen.

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Die Steuerberichte auf Peerberry

Kleiner Tipp: Sollte die Generierung sehr lange dauern, einfach mal die Website aktualisieren.

Reinvest24

Von den Zinsen her war Reinvest24 eine der Enttäuschungen im letzten Jahr. Hier braucht man etwas mehr Anlauf. Allerdings haben sie viel an ihrer Website gemacht und so kommst du über einen Klick auf deinen Namen in den Bereich “Income Report”.

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Hier gehts zu den Income Reports

Hier kannst du dann oben das Datum auswählen und bekommst deine Zinsen (hier heißen sie Dividenden) des letzten Jahres angezeigt. Kleines Manko. Das Ganze funktioniert derzeit noch nicht als Download.

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Die Zinsen heißen bei Reinvest24 “Dividenden”

Robocash

Robocash ist bei vielen eine beliebte Plattform, jedoch war sie nicht immer simpel, wenn es um die Ermittlung der Werte für die Steuererklärung geht. Inzwischen ist das Problem aber gelöst und mit dieser Anleitung solltest du es sowieso problemlos schaffen. Log dich in dein Konto ein und gehe in der Navigationsleiste auf den Menüpunkt “Kontoauszug”. Beim Datum-Feld neben “Gesamtauszug”, stellst du nun das Datum ein. Du kannst auch ganz einfach über eine Schaltfläche das Vorjahr auswählen.

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Die Berichtssektion auf Robocash

Danach werden dir deine erreichten Werte nach einer kurzen Ladezeit angezeigt und du kannst den Bericht auch herunterladen. Es geht aber auch noch einfacher und schmaler. Über die Schaltfläche “neue Auflistung” auf der rechten Seite neben dem Download-Button, kannst du den Antragstyp auf “Tax Report” umstellen. Hier bekommst du lediglich eine generierte Word-Datei, welche die erreichten Zinsen aufzeigt. Ein manipulierbares Word-Dokument ist natürlich nicht das Wahre für das Finanzamt, aber besser als gar nichts.

Swaper

Auch die Ermittlung bei Swaper geht relativ einfach. Um an deine Daten zu kommen, gehst du nach dem Login auf “Meine Investitionen” und dann auf “Kontoauszug”. Nun wählst du den entsprechenden Zeitraum aus. Da Swaper unter anderem eine Rückkaufgarantie und eine Kreditverlängerung anbietet, musst du auch die Zinsen hieraus berücksichtigen. Dazu wählst du die Transaktionsarten “Rückzahlung von Zinsen”, “Zinsen der Verlängerung” und “Buyback Zinsen” aus:

p2p kredite steuern swaper

Ein paar mehr Klicks für die Ermittlung der steuerrelevanten Beträge brauchst du auf Swaper

Die Ergebnisse kannst du dir auch wieder per Excel-Download ziehen, summieren und deiner Steuererklärung beilegen.

Twino

Twino läuft ziemlich automatisch und bietet kaum Reporting- und Statistikmöglichkeiten. Aber dafür stellt Twino alle erforderlichen Daten für deine Kapitalerträge mit wenigen Klicks bereit.

In deiner Übersicht gehst du auf die Schaltfläche “Meine Investitionen” und dann auf “Einkommensbescheinigung”. Hier kannst du nun einfach den Zeitraum festlegen, für den du die Bescheinigung brauchst:

Steuererklärung

Quelle: Einkommensbescheinigung Twino

Du kannst dir das Dokument herunterladen und die Daten in die Steuerklärung übertragen.

Viainvest

Auf Viainvest hat sich in den letzten Jahren viel getan. Musste man sich zu Beginn seine Einkünfte noch selbst erfiltern, geht das inzwischen mit einem Klick. Nach dem Login gehst du in den Bereich “Auszug” und siehst dann links den Abschnitt “Steuern Zusammenfassung”. Hier wählst du einfach das Jahr aus und lädst dir die PDF herunter.

p2p kredite steuern viainvest

Viainvest hat sich gemacht. Heute kriegst du deine Infos mit wenigen Klicks.

Achtung, die PDF selbst ist unterteilt in die einzelnen Unterfirmen der VIA SMS Group. Du benötigst natürlich die Zinsen jeder einzelnen.

Viventor

Auch Viventor hat mittlerweile nachgezogen. Gab es lange Zeit noch keinen Steuerbericht, kannst du dir diesen heute einfach ziehen. Dafür gehst du nach dem Login auf “Account Statement” (ja, für die deutsche Sprache hat es bisher noch nicht gereicht). Hier kannst du das Datum auswählen und einfach auf den Button “Tax Report” klicken.

p2p kredite steuern viventor

Der neue Tax Report auf Viventor

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Fazit für deine Steuererklärung

Bondora Go and Grow Steuern, Mintos Invest & Access etc. Alles gar nicht so schlimm! Du musst deine Steuererklärung nicht sofort in fremde Hände geben, nur, weil du vielleicht ein paar Filter manuell setzen musst. Steuern auf P2P Kredite musst du nunmal zahlen und dieser Artikel sollte dir gezeigt haben, dass das Ganze wirklich einfach und schnell gehen kann. Abgesehen davon stellen sich immer mehr ausländische Plattformen auf deutsche Investoren ein. Und falls du Angst vor vielen Zahlen hast. Du musst nicht jede Zinseinnahme einzeln zum Finanzamt schicken, sondern musst sie nur aufsummieren. Bei Nachfrage kannst du die Dokumente immer noch nachschicken.

Wie eingangs schon beschrieben, wird dieser Artikel mit jeder neuen P2P-Plattform, die ich ins Portfolio aufnehme, erweitert. Schaue also wieder rein, wenn du Informationen dazu benötigst.

Denke daran, dass du dir auch alle anderen Artikel über die Versteuerung zur Gemüte führen solltest, um ein Gefühl für das Thema zu bekommen.

Wie gefällt dir meine Übersicht zur Ermittlung der Zinsen? Fehlt dir noch etwas? Schreib es in die Kommentare!

P2P Kredite Steuern – Wie du die Zinserträge für deine Steuererklärung ermittelst, das Video zum Artikel

Beitragsbild: pixabay.com @ stevepb (Creative Commons CCO)

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35 Kommentare
  1. Rolf sagte:

    Hallo Lars,
    Danke für diesen Artikel. Hilft bestimmt vielen Investoren.
    Wie macht Du es denn nun bei der Steuererklärung? Erklärst du die Zinsen jedes Jahr, oder gehst Du nach der alternativen Besteuerung (erst bei Auszahlung) vor.
    Wie ist das mit Verlusten bei der alternativen Besteuerung? Zum Beispiel, ich habe Verluste 2020, lasse mir aber erst Zinsen in 2021 (oder einem anderen Jahr) auszahlen. Kann ich dann die Verluste von 2020 in 2021 (oder in dem späteren Auszahlungsjahr) erklären?

    Viele Grüße
    Rolf

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Rolf,

      ich erkläre meine Zinsen jedes Jahr, da wo es geht. Wie das genau mit den Verlusten bei der alternativen Versteuern funktioniert, kann ich dir leider nicht sagen.

      Viele Grüße

      Lars

      Antworten
  2. lbn sagte:

    Danke für diesen schönen Überblick – tatsächlich ist das Thema kinderleicht, auch wenn ich es erst nächstes Jahr im Januar ausprobieren werden muss.

    Antworten
  3. Daniel sagte:

    Hallo Lars,

    Danke für diesen wieder einmal gut recherchierten und ausführlichen Artikel. Bei den altbekannten Plattformen hat sich in den letzten Jahren tatsächlich viel getan, was die Ermittlung der zu versteuernden Kapitalerträgen betrifft. Auch Blogs wie Deiner einer ist, tragen erheblich zu Verbesserungen und mehr Transparenz, der diversen P2P Plattformen bei. Vielen Dank dafür.

    Dein Bonus Angebot bzgl. Anmeldung bei Grupeer kommt für mich leider 4 Tage zu spät:-)

    Viele Grüße

    Daniel

    PS: Bei Bondora gibt’s den Steuervericht auch sehr übersichtlich als PDF für das Finanzamt (bei Bedarf)

    Antworten
  4. Rene sagte:

    Hallo 🙂

    Bei Swaper ist es nicht nötig, bei den Kontobewegungen nach Transaktionsart zu filtern und in Excel selbst aufzusummieren.
    Man kann auch einfach auf “My Profile” und dann auf “Income Statement” gehen.
    Dort einfach das Jahr auswählen und das PDF runterladen, wo schon die Summen draufstehen.

    Und auch bei Fast Invest geht es ähnlich und ein Selber-Aufsummieren ist nicht nötig.
    Auch dort kann man ein PDF downloaden, wo bereits die Summe der Zinsen drauf steht.

    Antworten
  5. Oliver sagte:

    Der Steuerbericht von Bulkestate ist noch nicht korrekt. Aktuell sieht er folgendermaßen aus:
    – “Interest payments” ist der Zinsanteil von zurückgezahlten endfälligen Krediten. (Entspricht “Rückzahlung der Investition” in der Invetitionsübersicht.)
    – “Repayments of the principal” sind nur die erhaltenen Zinsen von monatlich auszahlenden Krediten, aber gerade keine Tilgungen. (“Monatliche Rückzahlung in der Investitionsübersicht)

    Um den Wert zu ermitteln, den man für die Steuererklärung braucht (nämlich alle Zinsen), muss man beide Werte addieren. Wird aber sicher noch korrigiert.

    Antworten
    • Timo Neu sagte:

      Hallo Oliver,

      dank dir für das Feedback. Leider kann ich dieses nicht ganz nachvollziehen.

      Der Teil ‘Interest Payments’ liefert dir alle Zinserträge in dem gewählten Zeitraum – unabhängig davon, ob endfällig oder monatlich.

      Der Teil ‘Repayments of the principal’ hat mit den Zinserträgen nichts zu tun, denn er gibt lediglich Aufschluss darüber, wie viel, Deines anfangs investierten Kapitals, Du in dem Zeitraum wiederbekommen hast. Dieses ist für die Erfassung der Kapitalerträge nicht zu berücksichtigen, denn sonst würdest du neber der 25 % Abgeltungssteuer für deine Zinserträge noch einmal 25 % auf Dein ursprüngliches Kapital bezahlen.

      Oder habe ich dein Feedback falsch verstanden? Melde Dich sonst gerne direkt bei mir unter timo.neu@bulkestate.com

      Antworten
      • Rene sagte:

        Hallo,
        wie komm ich denn zu dem Report? Wurde er wieder entfernt?
        Unter “Transaktionen” kann ich nur nach Zeitraum filtern und Kategorien auswählen. Allerdings gibt es keine Kategorie Zinserträge (Interest Payments) zum Auswählen.
        Und ein Button zum “Report generieren” wird mir auch nicht angezeigt.

        Antworten
        • Timo Neu sagte:

          Hallo Rene,

          der Report wurde aus technischen Gründen noch einmal für ein paar Tage offline genommen. Folge uns am besten auf Twitter, dann bekommst du die neuesten Informationen immer direkt.

          Viele Grüße
          Timo

          Antworten
  6. Erik sagte:

    Hallo Lars,

    vielen Dank für die gute Übersicht!
    Wenn ich mir jedoch bei Bondora den Steuerbericht für 2019 herunterlade steht bei “Go&Grow Zinsen erhalten” der Wert 0 (habe dort nur ein G+G Konto).
    Sollte mich vielleicht im Hinblick auf die Steuern freuen 🙂
    Faktisch ist das natürlich falsch. Ist das ein Fall für den Support oder muss ich evtl. noch irgendwo etwas ergänzen?

    Gruß,
    Erik

    Antworten
  7. Lukas sagte:

    Hi Lars,

    danke für deine Übersicht. Ich bin letztes Jahr im August in die P2P Welt eingestiegen. Dementsprechend muss ich jetzt auch das erste Mal die Steuer für die P2P Einnahmen durchführen.
    Ich bin auf den Plattformen Mintos und Bondora unterwegs. Ich habe mir, wie du es im Artikel schön gezeigt hast, bei Mintos den Bericht per Mail zusenden lassen.
    In der E-Mail steht dann unter dem steuerpflichtigen Betrag ein Absatz mit “Bitte beachten Sie”
    Hier kommt dann irgendwann ein “hier”, welches per Link zu einer Hinweis Seite von Mintos führt. Auf dieser Hinweisseite wird erklärt, wie die Einnahmen aus P2P Krediten in Deutschland versteuert werden. Dort ist ein Beispiel mit folgendem Satz:

    “Die Erträge aus der im Jahr 2019 getätigten Investition belaufen sich auf 24 EUR unter der Annahme, dass alle Zinszahlungen, die das Steuerjahr 2019 betreffen, im Jahr 2019 und den 10 darauffolgenden Tagen in 2020 eingegangen sind.”

    Mich verwirrt nun, dass hier die Rede ist von 10 darauffolgenden Tagen. Muss ich also den 10. oder 11. Januar 2020 als Stichtag nehmen, oder wie du oben einfach den 31.12.2019. Wie hast du das immer gemacht? Wie sind da deine Erfahrungen? War das Finanzamt mit dem 31.12. des vorangegangen Jahres zufrieden?

    Danke für deine klasse Arbeit hier im Blog. Das hat mir super geholfen mich in der P2P Welt zurechtzufinden.

    Gruß
    Lukas

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Lukas,

      ich habe noch nie auf die 10 Tage geachtet ehrlicherweise, guter Hinweis von dir, danke dir! Aber wenn auf der Zinsbescheinigung steht 1.1 – 31.12 sollte dem FA das reichen.

      Viele Grüße

      Lars

      Antworten
      • Lukas sagte:

        Hi Lars,

        danke für deine schnelle Antwort.
        Dann werde ich das auch so machen. Letztlich werden ja immer 365 Tage besteuert. Das Finanzamt kriegt dann von den ersten 10 Tagen 2020 halt nächstes Jahr was ab.

        Gruß
        Lukas

        Antworten
  8. CvB sagte:

    Hallo Lars

    Dein interessanter Bericht betreffend P2P Plattformen und Steuern betrifft nur den sogenannten Zinsausweis (=Einkommen). In der Schweiz muss man auch das Vermögen per Ende Steuerjahr (bei natürlichen Personen immer per 31.12.) deklarieren. Man benötigt neben dem Zinsausweis also auch einen Kapitalausweis (Vermögen) auf diesen Zeitpunkt. Das Kapital besteht aus der Summe die man per 31.12. in laufenden Krediten stecken hat + dem nicht investierten Betrag per 31.12. auf dem P2P Konto. Keine der Plattformen, auf denen ich per Ende 2019 investiert war (Mintos, Grupeer, Bondster), schafft es, die beiden Zahlen sauber/ansprechend auf einen individualisierten Tax Report oder auf deren Standard Report rauszubringen.

    Mintos hat mir auf einschlägige Anfrage innert Kürze die Zahl geliefert (Screenshot kann hier leider nicht eingefügt werden).
    Dieser individuelle Report ist von der reinen Zahl her zwar ok. Umständlich ist, dass man ihn jedes Mal anfordern muss. Unschön ist, dass auf dem entsprechenden Dokument nicht mal der Name von Mintos draufsteht (den Kapitalausweis mass man der Steuerbehörde u.U. einreichen). Zweckmässig wäre es natürlich auch, sowohl den Zinsausweis als auch den Kapitalausweis auf demselben Report zu haben. Meine Anregung, das Kapital per Ende Jahr in den bestehenden automatisierten Tax Report aufzunehmen, hat man bei Mintos nicht aufgegriffen.

    Grupeer hat mir auf Anfrage die Zahl ebenfalls auf einem individuellen Report geliefert (Screenshot kann hier leider nicht eingefügt werden).
    Umständlich auch hier, dass man das individuell anfordern muss. Die beiden Zahlen (Invested in loans on 31.12.2019 und Closing balance on 31.12.2019) sind leider nicht zusammengezählt. Meine Anregung, den Kapitalausweis per Ende Jahr in den bestehenden automatisierten Tax Report aufzunehmen, hat man bei Grupeer bislang nicht aufgegriffen.

    Bondster hat seinen standardisierten Tax Report (Kontoübersicht per …) im Januar 2020 geändert. Früher konnte man ein excel file generieren. Heute wird ein pdf file zum Download bereitgestellt (Screenshot kann hier leider nicht eingefügt werden).
    Das macht optisch und vom Layout her als Steuerausweis eine gute Falle und erfreulich ist, dass sie versuchen, den Kapitalausweis in ihren Standardreport einzubauen, hat aber 2 Unzulänglichkeiten. Die ganze Darstellung des Cash-Flows interessiert die Steuerbehörde nicht (nur 2 Zahlen sind wichtig: 1. Erhaltene Zinsen/Boni etc. vom 01.01.-31.12., 2. Kapital per 31.12.). Sodann ist auch hier die relevante Zahl für das Kapital (Summe per 31.12. in laufenden Krediten investiert + nicht investierter Betrag per 31.12. auf dem P2P Konto) nicht ersichtlich. Man muss sie selbst ausrechnen.

    Inzwischen bin ich auch auf ViVentor, Swaper (werde dort wahrscheinlich wegen des argen cashdrags wieder aussteigen), Peerberry und Lendermarket investiert. Mal sehen wie die Ende dieses Jahres mit dem Problem umgehen….

    Gruss Andreas

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Andreas,

      danke dir für das Feedback bezüglich der Schweizer Anlagen. Die kann ich leider nicht berücksichtigen, es ist hier schon genug Arbeit, das alles zusammenzuhalten 🙂

      Viele Grüße

      Lars

      Antworten
  9. Jochen sagte:

    Hi Lars,

    danke für deinen Artikel zum Thema Steuern. Ich habe dazu eine Frage bzw. Anmerkung. Wenn ich mir (wie du beschrieben hast) bei Bondora und Mintos eine Steuerbescheinigung für 2019 ausstellen lasse, dann gibt Mintos Erträge an und Bondora 0 EUR. Ich habe bei beiden Plattformen die Zinsen und das platzierte Kapital einfach laufen lassen und in 2019 nichts zurücküberwiesen. Da ich in 2019 bei beiden Zinsen erwirtschaftet habe, interpretiere ich daraus, dass Bonfora die “alternative Versteuerung” zugrunde legt – also vom “Zuflussprinzip” ausgeht. Mintos macht es anders. Jetzt frage ich mich, was mir die Steuerbescheinigungen nutzen, wenn ich mich für ein Steuermodell entscheide? Beim Zuflussprinzip kann ich die Mintos-Bescheinigungen nicht gebrauchen und bei der klassischen Versteuerung der erzielten (wenn auch nicht abgerufenen) Zinsen reicht die Bonfora-Bescheinigun nicht aus. Wie gehst du damit um?

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Jochen,

      naja, ich kann auch nur maximal das versteuern, was mir die Plattformen ausweisen. Wenn Bondora sagt, 0 EUR, kann ich dem Finanzamt auch nix anderes angeben 😉 Es gibt dazu auch ein Video von Roland Elias (im Basis-Steuerartikel, ganz oben verlinkt), da wird das ganz schön erklärt.

      Viele Grüße

      Lars

      Antworten
  10. Hendrik H. sagte:

    Hallo zusammen,

    bei Bondora läuft bei mir seid 8 Stunden diese Kreis mit Bericht wird erstellt aber es passiert nichts.
    Hat das Problem noch jemand?

    VG
    Hendrik

    Antworten
  11. Simon sagte:

    Hallo Zusammen,

    @Lars: – thx für deine Arbeit!

    Kurze Frage:
    Trotz all der Informationen ist mir noch nicht ganz klar, welcher Betrag jetzt in der Steuererklärung unter KAP bzgl. Bondora angegeben werden muss.

    Der ausgewiesene Betrag unter Absatz “Steuerbericht für Zeitraum” -> “Gesamt” oder der ausgewiesene Betrag unter “Nettoeinkommen”? Beides Beträge sind auf der vorletzten Seite des TaxReports ausgewiesen.

    Lieben Dank euch.

    Grüße
    Simon

    Antworten
    • Rene sagte:

      Hi Simon,
      ist denn nicht zu erkennen, worin sich diese beiden Beträge unterscheiden?

      Also mein TaxReport hat zwei Seiten, 1. Seite Income Statement, 2. Seite Account Statement.
      Beim Income Statement ist die obere Hälfte “Gross income for period” (hauptsächlich die Summe der erhaltenen Zinsen). Und die untere Hälfte “Deductions for period” (bei mir hauptsächlich die Verluste aus Verkäufen auf dem Zweitmarkt).
      Ganz unten dann Net Income.

      Ich gebe den Wert bei Gross Income mit in Zeile 15 dazu.
      Und meine Veräußerungsverluste dann in Zeile 17 (“In den Zeilen 14 und 15 enthaltene Verluste ohne Verluste aus der Veräußerung von Aktien”).

      Disclaimer: Ich habe keinerlei steuerliche Ausbildung o.ä…

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