Wie du deine P2P-Gewinne versteuerst

Da sich fast jede zweite Frage, die mich per Mail erreicht, um das Thema „Steuer“ dreht und auch bald für viele der Tag der Steuererklärung naht, habe ich für dich die Problematik recherchiert und erkläre dir den grundlegenden Ablauf bei der Besteuerung mit P2P. Beachte aber bitte an dieser Stelle meinen Disclaimer, ich bin kein Steuerberater und meine Informationen beruhen auf persönlicher Erfahrung und Internetrecherche 🙂

Müssen Gewinne aus P2P-Geschäften versteuert werden?

Ja, Gewinne aus P2P-Geschäften gelten als Zinseinkünfte und werden wie andere Kapitalanlagen (z.B. Anleihen) mit der pauschalen Abgeltungssteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert. Somit gilt natürlich auch der Freibetrag von derzeit 801 EUR (bei Ehepaaren 1602 EUR). Du musst also erst eine Steuer auf P2P-Einkünfte zahlen, wenn du deine persönliche Freigrenze mit deinen gesamten Kapitaleinkünften überschreitest. Hinzu kommt noch ein möglicher Vorteil: sollte dein persönlicher Steuersatz niedriger liegen als der Abgeltungssteuersatz, wird dieser durch die Günstigerprüfung auf die zu zahlenden Beträge oberhalb deines Freibetrags angerechnet.

Kann ich bei meiner Plattform einen Freistellungsauftrag stellen?

Nein, denn sowohl die deutschen wie auch die außerdeutschen P2P-Plattformen führen keinerlei Steuer für dich ab, somit kannst du auch keinen Freistellungsauftrag bei ihnen stellen. Das heißt für dich allerdings auch, dass du deine Einnahmen angeben solltest, um für das Finanzamt transparent zu bleiben. Hiermit belegst du dann auch eindeutig und nachweisbar für die Zukunft, dass du wirklich unter deinem Steuerfreibetrag in dem zu veranlagenden Jahr lagst. Fang nicht erst mit der Bekanntgabe an, wenn du schon über deinem Steuerfreibetrag liegst. Dies ist allerdings nur meine persönliche Meinung. Laut meinen Internetrecherchen und diesem Artikel auf steuertipps.de ist eine Angabe nicht zwingend erforderlich. Daher kannst du auch einfach sagen: „Nö, ich lag unter dem Freibetrag“ und kannst dir den Rest solange sparen, bis du die Freigrenze überschreitest.

Bekomme ich eine Steuerbescheinigung von meiner P2P-Plattform ausgestellt?

Das hängt davon ab, ob du bei einer deutschen oder bei einer außerdeutschen Plattform investierst. Bei den deutschen Plattformen, wie z.B. Auxmoney oder Crosslend bekommst du einmal jährlich eine schriftliche Bescheinigung für das Finanzamt, welche du einfach den Anlagen deiner Steuererklärung beilegen kannst. Meist wird diese im ersten Quartal ausgestellt (bei Auxmoney z.B. Mitte Februar). Du findest sie dort im Bereich „Verwaltung“ in deinem Anlegercockpit:
Steuer
Bei außerdeutschen Plattformen wie Bondora oder Mintos wird die Sache interessanter. Du bist hier gezwungen, dir deine Zinseinkünfte über die bereitgestellten Recherchetechniken selbst zusammenzusuchen. Ich habe das mal exemplarisch in meinem Mintos-Portfolio gemacht:
Steuer
Die Werte kannst du selbst also ganz einfach ermitteln, indem du auf den Bereich Kontoauszug gehst, einen Zeitraum angibst und nach der Zahlungsart „Zinsen“ filterst. Beachte jedoch, dass eventuell noch andere Zahlungsarten für die Auswertung in Frage kommen können. Eine genaue Anleitung für den Abzug der Daten bei den verschiedenen Anbietern, bekommst du hier.

Darf ich meine Verluste gegenrechnen?

Leider nicht. Wenn Zinsen nicht gezahlt werden, kann man sie auch nicht als Verlust ansetzen, es liegen also einfach keinerlei Zinseinnahmen vor, kein Verlust. In der Praxis kann ich mir auch schwer ein Verfahren zur Anrechnung vorstellen, denn der Inkassoprozess dauert oft viele Monate und man weiß erst am Ende, wieviel Verlust man tatsächlich mit einem Investment gemacht hat. In der Zwischenzeit sind es einfach nur fehlende Zinsen. Seit kurzem gibt es allerdings die Plattform Crossend, hier soll es aufgrund eines Sonderkonstruktes möglich sein, Kredite steuerlich abzusetzen. Näheres dazu findest du in diesem Artikel. Aber schauen wir uns an, wie das Ganze momentan in der Praxis aussieht. Nehmen wir ein vereinfachtes Beispiel:

Hans ist P2P-Investor und hat 200 EUR in einen Kredit mit 5 Jahren Laufzeit investiert und bekommt dafür jährlich seine Zinsen. Da er mit seinen restlichen Kapitaleinnahmen schon über seinen Freibetrag liegt, muss er sofort die Steuer zahlen:

  • Erste Zinszahlung von 10 EUR im ersten Jahr, welche voll versteuert werden muss.
  • Zweite Zinszahlung von 10 EUR im zweiten Jahr, welche voll versteuert werden muss.
  • Dritte Zinszahlung von 10 EUR im dritten Jahr, welche voll versteuert werden muss.
  • Vierte Zinszahlung von 10 EUR im vierten, welche voll versteuert werden muss.
  • Im fünften Jahr fällt der Kredit aus. Es muss keinerlei Steuer mehr gezahlt werden. Allerdings bleibt Hans auf dem restlichen Verlust sitzen.

Von dieser Regelung kann man halten, was man möchte, Fakt ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt, dass du dich daran halten musst. Die P2P-Plattform Smava hat 2011 dazu eine persönliche Unternehmensmeinung geschrieben:
Zinsen sowie Gewinne aus Kapitalforderungen gehören zu „Einkünften aus Kapitalvermögen“ und sind zu versteuern. Deshalb ist u.E. auch ein negatives Kapitalergebnis zu versteuern. Zusammenfassend sehen wir den nach Abzug eines negativen Kapitalergebnisses verbleibenden Gewinn aus Zinsen als die maßgebliche Größe für die Besteuerung der Einkünfte aus smava Geldanlagen an.

Wie sieht es aus, wenn ich Student bin?

Solltest du noch Student sein und dein Einkommen ist ohnehin relativ gering, greift hier der allgemeine steuerliche Freibetrag von 8.820 EUR (im Jahr 2017). Solltest du also im Jahr mit deinen gesamten Einkünften (auch Kapitalanlagen) unter dieser Grenze liegen, zahlst du keinerlei Steuer. Da ich aber selbst kein Student bin, kann ich dir hier keine Erfahrungswerte mitgeben, wende dich bitte im Zweifel an deinen Steuerberater.

Was passiert mit den Gewinnen des Zweitmarktes?

Hier wird es interessant. Denn die Gewinne aus Veräußerungsgeschäften muss man prinzipiell mit angeben. Hier kann man dann natürlich auch seine Transaktionskosten ansetzen. Da ich aber selbst den Zweitmarkt aufgrund meiner passiven Anlagestrategie nicht nutze, kann ich dir hier aufgrund fehlender Erfahrung keine detaillierten Informationen preisgeben. Allerdings gibt es im Forum von Claus Lehmann diverse Diskussionen darüber. Schau einfach mal dort nach und wenn du eine sehr spezielle Frage hast, dann stell sie einfach. Einige der User haben schon mehrere Jahre Erfahrung und können dir bestimmt weiterhelfen.

Wo müssen die Kapitalerträge in der Steuererklärung angegeben werden?

Die Werte müssen in der Anlage KAP in der Zeile eingetragen werden, die für dich zutreffend ist. Du hast hier zwei Möglichkeiten:

  • „Inländische Kapitalerträge“ für z.B. Auxmoney (die Zeilennnummer kann von Jahr zu Jahr variieren)
  • „Ausländische Kapitalerträge“ für z.B. Mintos (die Zeilennnummer kann von Jahr zu Jahr variieren)

Mein Tipp für deine Steuer

Wenn du deine Steuererklärung selbst erstellst, wird sie aus Erfahrungen leben. Das bedeutet, jedes Jahr wird es dir ein bisschen einfacher fallen. Es ist also nichts anderes, als ein Lernprozess und irgendwann ist es kein Problem mehr, wobei es das in meinen Augen auch jetzt schon nicht ist. Mir ist bewusst, dass sich viele beim Thema „Steuer“ wehren, sich nicht damit beschäftigen wollen und deshalb sogar das P2P-Investment verwerfen. Aber glaubt mir, so schlimm ist es keineswegs. Mein Tipp für dich: gebe lieber zu viel Informationen als zu wenig an. Wenn dir das alles zu kompliziert erscheint, setze entweder nur auf deutsche Anbieter oder ziehe einen Steuerberater hinzu.

Wie hat dir der Artikel gefallen? Schreib es in die Kommentare! Ich würde auch sehr gerne mehr über deine Erfahrungen mit der Steuererklärung und den P2P-Privatkrediten wissen.

Von mir getestete P2P Plattformen:

32 Comments

  1. Hallo Lars!

    Toller Artikel! Das ist wirklich sehr hilfreich!

    In Österreich werden Kapitaleinkünfte mit der KEST versteuert.

    MFG Philipp

    Februar 15, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Philipp,

      vielen Dank. Die Steuerfrage kam immer wieder auf und es war mal Zeit ein paar Informationen zusammenzusuchen 🙂

      Viele Grüße

      Lars

      Februar 15, 2016
      Reply
  2. Martin said:

    Hallo Lars,
    vielen Dank für die Zusammenfassung! Sehe ich das richtig, dass man neben den Zinsen auch Verzugszinsen (mintos) versteuern muss? Und muss man seine Zinsen versteuern, auch wenn man diese noch nicht realisiert hat – sprich ausgezahlt?

    Vielen Grüße
    Martin

    März 17, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hallo Martin,

      kein Problem, sehr gerne geschehen. Im Internet findet man immer wieder Schnipsel dazu, aber niemals im Zusammenhang. Ich dachte, es wird mal Zeit 🙂

      Ja, prinzipiell musst du alle Zinseinkünfte (auch Verzugszinsen) versteuern.

      Zur Realisierung von Gewinnen: Du realisierst sie ja schon, sobald sie auf deinem Konto auf der Plattform ankommen, auch wenn sie sofort wieder reinvestiert werden. Nur das es halt nicht dein Bankkonto ist, sondern das virtuelle Konto der jeweiligen Plattform. Für das Finanzamt wird das aber keinen Unterschied machen.

      Viele Grüße

      Lars

      März 17, 2016
      Reply
  3. Dennis said:

    Hallo Lars,
    tolle Zusammenfassung…
    Du bist ja schon länger dabei, hast du nicht schon mal überlegt, ein Gewerbe anzumelden und die Kredite dann über das Gewerbe zu vergeben, dann müssten die Verlust doch auch ansatzfähig sein? Oder habe ich da einen Knick im Denkansatz?
    Viele Grüße
    Dennis

    Mai 14, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Dennis,

      ich danke dir. Ich kenne einige Leute die über ihr Unternehmen in P2P investieren, kann dir aber zur steuerlichen Handhabung momentan nichts sagen. Sobald ich mich damit beschäftige, wird es dazu sicher einen Artikel geben, bzw. wird der bestehende erweitert.

      Viele Grüße

      Lars

      Mai 14, 2016
      Reply
  4. Johannes said:

    Hallo Lars.
    Danke für diesen Inhalt!

    Könntest du auch einen Beitrag erstellen, wie man bei Twino seine Zinszahlungen korrekt ermittelt? Im Gegensatz zu Mintos wird im Kontoauszug nicht die Summe aller Zinsszahlungen in der ausgewählten Zeit dargestellt, d.h. muss man dies manuell über die Excel Datei durchführen?

    August 4, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Johannes,

      bitte gern geschehen 🙂 Bei Twino läuft es tatsächlich ein bisschen anders, ja. Du musst dort die Angaben filtern und dir eine .csv Datei runterladen, um die Summe zu berechnen. Ich kann zu den mir geläufigen Plattformen gerne mal eine Übersicht machen, wie das genau geht. Danke dir für den Input.

      Viele Grüße

      Lars

      August 6, 2016
      Reply
      • sr said:

        Wir warten auf die Übersicht 🙂

        August 22, 2016
        Reply
        • Lars said:

          Ist in Arbeit 😉

          August 22, 2016
          Reply
  5. David said:

    Hallo Lars,
    bzgl der ausländischen Kapitalerträge wird leider häufig die ausländische Quellsteuer völlig außer Acht gelassen.

    Im Fall von Mintos müsste z.B. die Lettische Quellsteuer auf Kapitalerträge in Höhe von 10% anfallen. Ich konnte bisher nicht in Erfahrung bringen, ob Mintos diese selber an den lettischen Fiskus abführt. Du schreibst oben selbst, dass auch ausländische P2P-Plattformen keinerlei Steuer für ihre Nutzer abführen. Falls dies tatsächlich der Fall sein sollte, ist man mit einer Steuererklärung, wie oben beschrieben, zwar mit dem deutschen Fiskus im Reinen, begeht aber in Lettland eine Steuerhinterziehung. Denn in Lettland muss man nach wie vor die Quellsteuer abführen (welche dann in der deutschen Steuererklärung wieder in Abzug gebracht werden kann)

    Dieses Problem scheint leider bei ausländischen P2P-Investitionen völlig übersehen zu werden.

    Weißt du hierzu Näheres?

    Viele Grüße

    David

    Oktober 8, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi David,

      meines Wissens muss man sich bei P2P-Krediten um die Quellensteuer als Privatanleger keine Sorgen machen. Hier ein Artikel zu P2P und Quellensteuer aus UK.
      https://www.gov.uk/government/publications/revenue-and-customs-brief-2-2016-deduction-of-income-tax-at-source-from-payments-of-peer-to-peer-interest/revenue-and-customs-brief-2-2016-deduction-of-income-tax-at-source-from-payments-of-peer-to-peer-interest

      Vermutlich wäre das Thema andernfalls auch irgendwo mal aufgekommen, was aber nicht der Fall ist.

      Viele Grüße

      Lars

      Oktober 9, 2016
      Reply
      • David said:

        Hallo Lars,
        danke dir für die schnelle Antwort
        Der von dir verlinkte Artikel scheint meine Bedenken eher zu bestärken als zu widerlegen: Meinem Verständnis nach geht es hierbei nicht darum, ob ein Quellensteuer anfällt, sondern ob die P2P-Plattform dazu verpflichtet ist diese selber an den Fiskus abzuführen, bevor sie die Zinsen an den Verleiher ausbezahlt.

        Zitat: „interest payments made on P2P loans may be made without deduction of tax“. Dies bedeutet nur, dass die P2P Plattform die Zinszahlung in voller Höhe an den Verleiher auszahlen darf und nicht verpflichtet ist (wie z.B. Banken in Deutschland) die Kapitalertragssteuer vorher direkt abzuführen. Hierdurch entfällt aber nicht die Steuerpflicht des Begünstigten.

        Der Verleiher ist also weiterhin verpflichtet Quellensteuer zu entrichten, nur muss er hierzu die Zinserträge selber dem (ausländischen!) Finanzamt melden.

        Dies wird auch nochmal explizit bestätigt: „The interest that a UK lender receives from P2P loans is taxable in the same way as any other payment of interest.“ Dies bedeutet also ganz klar, dass die Zinserträge aus P2P-Lending der britischen Kapitalertragssteuer unterfallen.

        Weiterhin: „This means that if a person receives interest without deduction of tax, it is their responsibility to notify HMRC of the income and to pay the correct amount of tax due.“ Der Verleiher selbst ist demnach verpflichtet, seine Kapitalerträge dem britischen(!) Fiskus zu melden

        Ich vermute also weiterhin, dass es hier zu einer Steuerhinterziehung im Ausland kommt, wenn die P2P-Plattform die Quellsteuer nicht selbst abführt. Zumindest für Großbritannien lässt der von dir verlinkte Artikel diesbezüglich nun eigentlich keine Zweifel mehr zu.

        Ich habe mich an den Kundenservice von Mintos gewandt, um diese Frage für Lettland zu klären und werde dich bei Interesse auf dem Laufenden halten.

        Liebe Grüße

        David

        Oktober 9, 2016
        Reply
        • Lars said:

          Hi David,

          ich bin sehr gespannt auf die Antwort von Mintos. Teile sie hier unbedingt für die anderen Leser bzw. schick sie mir per Mail, dass ich sie in den Artikel einbauen kann.

          Viele Grüße

          Lars

          PS: Bei Viventor musst du im Vorfeld diverse Dokumente hochladen, damit die inländische Steuer nicht eingezogen wird. Aber scheinbar gilt das nicht für alle Plattformen.

          Oktober 9, 2016
          Reply
          • David said:

            Hallo Lars,
            danke dir für den Hinweis.

            Die Aussage, dass bei P2P-Krediten keine Quellsteuern anfallen, halte ich nach eigener Recherche inzwischen für richtig. Dies bedeutet aber nicht, dass keine Kapitalertragssteuer (im Ausland) anfällt. (Zur Erklärung: Quellsteuer bedeutet erst einmal nur, dass die Steuern automatisch an den Fiskus abgeführt werden. Eine Kapitalertragssteuer, kann als Quellsteuer ausgestalten sein, muss es aber nicht. Wenn die Kapitalertragssteuer nicht als Quellsteuer ausgestaltet ist, muss man also seine Einküfte selber dem ausländischen Finanzamt melden)

            Richtigerweise muss also die zentrale Frage lauten: Fällt eine Kapitalertragssteuer im Ausland an? (Wenn es sich hierbei um eine Quellsteuer handelt, ist man fein raus, da der P2P Anbieter die Steuer abgeführt hat. Wenn es sich nicht um eine Quellsteuer handelt, müsste man seine Einkünfte dem ausländischen (!) Finanzamt melden)

            Das Problem bei der Diskussion in dem von dir verlinkten Forum ist, dass den Beteiligten der inhaltliche Unterschied zwischen den Begriffen Quell- und Kapitalertragssteuer nicht ganz bewusst zu sein scheint.

            Von Mintos habe ich nach mehrmaliger Nachfrage folgende Aussage erhalten: „Derzeit müssen lettische Investoren keine Kapitalertragssteuer zahlen – nur die Einkommenssteuer. Es fallen keine andere Steuern an. Sie als Investor müssen die Steuern also nur in Deutschland zahlen.“

            Diese Aussage muss ich nun so hinnehmen. Laut BZSt (http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Auslaendische_Quellensteuer/auslaendische_quellensteuer_node.html) fallen in Lettland aber 10 % Kapitalertragssteuern an. Es kann natürlich sein, dass hier P2P-Kredite nicht darunter fallen.

            Was Großbritannien angeht bleibe ich aber, bei meiner Ansicht, dass hier grundsätzlich Kapitalertragssteuern zu entrichten sind. Aufgrund des hohen Freibetrages in GB (aktuell meines Wissens 11 000 GBP) ist dies für viele Anleger aber wohl irrelevant.

            Grüße

            David

            Oktober 20, 2016
          • Lars said:

            Hi David,

            ich bin mir relativ sicher, dass sich das Thema irgendwann klarer herauskristallisieren wird, sofern der derzeitige Zulauf der Plattformen konstant bleibt und P2P weiterhin so beliebt ist. Deine Überlegungen haben also auf jeden Fall ihre Berechtigung.

            Mintos Antwort überrascht mich nicht 😉

            Viele Grüße

            Lars

            Oktober 20, 2016
  6. Alessio said:

    Hi Lars,

    this is great, it’s the first time I find information on P2P taxes in Germany!

    One question: do we have to pay the 25% even if we use the automated reinvest portfolios? With ETFs there are ways to postpone the taxes to when we actually realize the gain in our bank account (when we withdraw the capital from the ETF). Is this different with P2P because we are receiving an interest hence the capital gain is every year?

    Januar 10, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Allesio,

      thank you for reading my blog. Yes, you have to pay (at this time) the 25% even if you reinvest. This is different to the ETF.

      Important is the moment of payout. ETF: no payout, direct reinvest (you have no opportunity here). P2P: Payout and reinvest (even if you don’t see it, but it comes on your account at first). If you have an ETF with payout, you have to pay the 25% too.

      Lars

      Januar 10, 2017
      Reply
  7. Alessio said:

    Also, I thought P2P gains would fall into the income tax, while instead you are saying they are taxed the same way as stocks (25%). So, from this point of view, there is no difference in the % taxation between stocks and P2P gains, correct?

    Januar 10, 2017
    Reply
  8. Hans Gurkler said:

    Hallo, weißt du wie der rechtliche Lage zwecks Stuer zu P2P Gewinnen (Zinsen) in Österreich damit ist?

    Müssen hier ALLE Zinsen oder nur die am Konto in Österreich eingelangten bei der EST-Erklärung eingetragen werden.

    Welches Formular wäre das?

    LG aus Salzburg!

    Januar 31, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hallo Hans,

      nein, in Österreich kenne ich mich leider nicht aus. Da musst du dir andere Informationsquellen suchen 😉 Falls du eine findest, darfst du die aber gern hier für die anderen Österreicher posten.

      Viele Grüße

      Lars

      Februar 2, 2017
      Reply
  9. Jan said:

    Moin Lars,

    sitze gerade das erste Mal an meiner P2P-Steuererklärung.

    Wie ich die Zinsen ermittle, habe ich dank deinem Blog schnell rausgehabt. Danke dafür!

    Frage: Muss ich irgendwelche Belege (PDF, XLS) an die Steuererklärung anhängen, oder geht das so durch?

    Viele Grüße
    Jan

    Februar 16, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Moin Jan,

      gerne doch. Schön, dass dir der Artikel helfen konnte.

      Zu deiner Frage: Wenn du über deinem Steuerfreibetrag liegst, werden sie Nachweise anfordern. Ich bin immer ein Freund davon, erstmal so wenig wie möglich mitzuschicken. Die wollen ja schließlich was von dir 🙂

      Grüße

      Lars

      Februar 16, 2017
      Reply
  10. Sebastian said:

    Hallo Lars,

    erst einmal danke für deinen tollen Beitrag, hat mir schon sehr geholfen bei der Vorbereitung für meine Steuererklärung.

    Ich habe außerdem gerade gesehen, dass es bei Mintos mittlerweile eine Funktion gibt, mit der man sich einen Steuerbericht erstellen lassen kann. Eine kurze Erwähnung in einer News dazu gab es hier: http://blog.mintos.com/feburary-platform-improvements/ Dafür muss man in seine Kontoeinstellungen gehen. Dort sieht man rechts an der Seite die Überschrift „Tax Report“ (weiß nicht, was auf deutsch steh, vielleicht „Steuerbericht“?) und einen Button „Submit“. Bin mal gespannt, was da zurückkommt 🙂

    Schöne Grüße,
    Sebastian

    März 2, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Sebastian,

      gern geschehen. Schau ab und an mal wieder rein, ich versuche den Artikel und auch die Artikelserie aktuell zu halten.

      Danke für die Info zu dem Bericht. Das werden wir gleich mal testen.

      Viele Grüße

      Lars

      März 2, 2017
      Reply
  11. Thomas said:

    Hallo zusammen,

    wie werden denn die Gebühren zu den Auxmoney Krediten steuerlich bewertet? Kann ich die Gebühren, die ja direkt direkt in den ersten Monaten des Kredites an Auxmoney gezahlt werden, von meinen Zinseinnahmen abziehen?

    Danke und Gruß, Thomas

    März 28, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Thomas,

      nein, die Gebühren kannst du nicht abziehen. Es verhält sich ähnlich den Gebühren von Börsenbrokern.

      Grüße

      Lars

      März 30, 2017
      Reply
  12. Richter Chris said:

    Hi Lars,
    habe nun schon öfter gehört, dass man in Österreich keine Kapitalertragsteuer auf die Zinsen von Peer to Peer Lending Krediten zahlt, sondern, dass diese wie Arbeitseinkommen mit dem jeweiligen Grenzsteuersatz besteuert werden.

    Stimmt das?

    Danke,
    Chris

    Mai 5, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Chris,

      ich kenne mich mit den Steuern in Österreich leider nicht aus. Aber frag doch mal in unserer Community. Dort sind sehr viele Investoren aus Österreich unterwegs und ich bin mir recht sicher, dass du dort eine Antwort finden wirst.

      Viele Grüße

      Lars

      Mai 7, 2017
      Reply
  13. Philipp said:

    Bei ZenCap erhält man übrignes auch eine rechte gute Übersicht, die man so einfach in der persönliche Steuererklärung angeben kann.

    Was ich aber derzeit wirklich noch problematisch sehe, ist, dass ich die Verluste nicht gegenrechnen darf. Mir erscheint das auch irgendwie nicht logisch – auf Gewinne darf ich steuern zahlen, wenn ich nach dem Inkasso-Prozess einen Verlust habe, dann ist das steuerlich egal. Nach dem Inkasso weiß ich ja, wie hoch der Verlust (reine Tilgung) ist. Totaler Schwachsinn diese Regelung.

    Mai 31, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Philipp,

      danke für den Hinweis! Die Plattformen werden da aber allgemein immer besser, da sie gecheckt haben, dass das für Deutsche ein wichtiges Thema ist.

      Ich glaube, als diese Regelung erfunden wurde, war an P2P-Kredite noch nicht zu denken. Vielleicht sehen wir da in diesem Jahrhundert noch Änderungen 😉

      Viele Grüße

      Lars

      Juni 1, 2017
      Reply

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