Zusatzeinkommen durch P2P Kredite – Mein 100 EUR Schein-Prinzip

zusatzeinkommen cover

Ich erwähne immer wieder in meinen Quartalsrückblicken und anderen Formaten, dass ich meist feste Ziele für meine einzelnen Investments definiere. Es gab nun vermehrt den Wunsch, dass ich darüber mal spreche und das möchte ich heute tun. Ich halte die Basis bzw. die Substanz meiner Investitionen zwar immer langfristig, mit den Ausschüttungen gehe ich jedoch in der Regel anders um und reinvestiere sie nur bis zu einer von mir bestimmten Grenze. Daraus ist mein “100 EUR Schein Prinzip” entstanden, was ich dir heute einmal etwas näher bringen möchte.

Im zweiten Teil des Beitrages möchte ich dann einmal darüber sprechen, mit welchem Asset und welcher konkreten Anlage dies aktuell am schnellsten zu erreichen ist, wie viel Geld man ungefähr dafür braucht und welche Anlage hierbei am wenigsten schwankungsanfällig ist. Viel Spaß!

ᐅ Disclaimer
Bitte beachte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keinerlei Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus. Auf allen P2P Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen! Alle Links zu den Investment-Plattformen sind in der Regel Affiliate/Werbe-Links, bei denen du Vorteile hast und ich eine kleine Provision verdiene.

Erstveröffentlichung: 15.05.2021
Letzte Aktualisierung: 15.05.2021

Das “100 EUR Schein Prinzip” und der Sinn dahinter

Die Idee ist, wie konnte es anders sein, durch die P2P Kredite entstanden. Mit der Zeit wächst der Kapitalberg hier immer weiter durch den Zinseszins an und auf einigen P2P Plattformen möchte ich einfach über einen bestimmten Betrag nicht hinausgehen. Denn es gibt genug Beispiele, wo man jahrelang in einen Wert investiert und irgendwann kommt der Zeitpunkt X! Hier verliert die Anlage plötzlich an Wert oder verschwindet vom Markt, das gesamte Geld ist verloren oder zumindest auf unbestimmte Zeit eingefroren. Bestes Beispiel dafür ist Grupeer.

Meine Lösung war hierbei dann, die P2P Plattformen nur bis zu einer bestimmten Grenze aufzubauen (nämlich bis zu einer Ausschüttung von mindestens 100 EUR monatlich) und die Überschüsse dann monatlich auszahlen zu lassen. Hiermit nutzt man den Cashflow produktiv und sichert auf der anderen Seite sein Kapital ab, da im Verlustfall Zinsen abgeschöpft wurden, was einen ab einer gewissen Grenze auch ruhiger schlafen lässt. Bei Dividendenwerten an der Börse geht das automatisch, bei P2P Plattformen leider nicht. Wir müssen hier aktiv eingreifen!

Wieso genau 100 EUR?

Die 100 EUR pro Monat sind an meinem Vermögen festgemacht und gelten über alle meine Anlageklassen hinweg. Ich habe aber auch Staffelungen von 250 / 500 / 1000 EUR, ein Beispiel aus dem P2P Depot ist hier Bondora Go & Grow, aber auch Mintos. Das entscheidet sich also nach der jeweiligen Anlage und dem gewünschten Anteil in meinem Depot.

Die Staffelung kannst du natürlich auch für dich, dein Portfolio und dein Vermögen individuell festlegen. 100 EUR sind mein Standard-Ziel. Aber deines kann vollkommen anders sein und sollte zu deinen Summen passen. Auch 10 oder 25 EUR pro Monat sind vollkommen ok, schnell zu erreichen und können unter anderem einen schönen “Boost” in der Motivation geben.

Ziel ist es am Ende ein Portfolio aus vielen kleinen Positionen aufzubauen, die ein solides und nachhaltiges Zusatzeinkommen bilden. Ganz egal, was gerade so in der Welt los ist.

ᐅ Meine aktuellen Top 5 Tools zum Investieren, die ich selber nutze:
  1. Bondora Go and Grow (5 EUR Bonus) –> vollständige Anleitung zum Produkt
  2. Cake DeFi (Cashflow mit Kryptos, aktuell über 70% Rendite im Staking, 40$ Startguthaben)
  3. Crypto.com Visa (Krypto Kreditkarte, Netflix & Spotify inklusive + 25$ Startguthaben Code adnbgs3ywy)
  4. Dividenden-Alarm (Unterbewertete Aktien finden, 12 Monate zahlen, 14 bekommen)
  5. Zinspilot / Weltsparen (Automatisches Parken von Cashreserven, bis zu 75 EUR Willkommensbonus)

Fahrplan zu den 100 EUR Zusatzeinkommen im Monat

Nun gibt es natürlich unterschiedliche Anlageklassen und die 100 EUR sind unterschiedlich schnell zu erreichen. Ganz einfach deswegen weil die Renditen unterschiedlich hoch sind und man somit auch unterschiedliche Kapitalstöcke braucht. Daher mal meine Assetklassen im Check nach den Ausschüttungsrenditen auf Basis meiner bisherigen Erfahrungswerte.

Dividenden Aktien, Dividenden ETFs oder REITs

Die am weitesten verbreitete ausschüttende Anlageklasse Dividenden-Aktien bzw. Dividenden ETFs hat es am schwersten, zumindest wenn man auf einfache und etablierte Werte schaut. Natürlich gibt es immer exotische Ausnahmen, die hohe Renditen erzielen. Die Frage ist jedoch immer, wie nachhaltig diese sind. Dividenden schwanken zudem, können gekürzt oder ganz gestrichen werden.

Nehmen wir als Beispiel mal 4 Werte aus meinem Portfolio und wie viel Kapital ich hier für eine Ausschüttung von umgerechnet 100 EUR im Monat gebraucht habe.

InvestmentAusschüttungs-Rendite p.a.Benötigte Größe für 100 EUR pro Monat
Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (ETF)ca. 2,5%ca. 50.000 EUR
Aberdeen Global Premier Properties Fund (REIT-Sammelanlage)ca. 7,5%ca. 17.000 EUR
Unilever (klassischer Dividendentitel)ca. 3,7%ca. 33.000 EUR
Diversified Royalty Corp (Hochdividenden-Wert)ca. 8,1% ca. 15.000 EUR

Krypto Lending

Das Krypto Lending ist noch eine recht neue Form des Zusatzeinkommen. Eine kleine Einführung gab es dazu sogar schon einmal auf meinem Blog. Und tatsächlich, auf etablierte Währungen kann man hier mit einer recht konstanten Ausschüttung rechnen. Jedoch gibt es hier 2 Probleme:

  1. Ist die Auszahlung recht aufwendig und steuerlich zu erfassen und
  2. haben wir hier das Problem der verstärkten Volatilität (was jedoch auch positive Effekte haben kann)

Ich habe dir auch hierfür Beispiele aus meinem eigenen Portfolio mitgebracht.

InvestmentAusschüttungs-Rendite p.a.Benötigte Größe für 100 EUR pro Monat
Bitcoin3,51%ca. 35.000 EUR
Ethereum5,05%ca. 24.000 EUR

P2P Kredite

Aus der Payout Sicht eignen sich P2P Kredite somit aus meiner Brille tatsächlich am besten und ist mit ein Grund, wieso ich die Anlageklasse so liebe. Plattformverluste oder Kreditgeber-Ausfälle mal ausgeklammert, ist die monatliche Ausschüttung extrem stabil. Bei den Renditen gibt es jedoch große Unterschiede und damit auch beim benötigten Kapital für die 100 EUR pro Monat.

Wieder einige Beispiele aus meinem Portfolio und eines, welches laut der aktuellen Rendite-Tabelle die schnellste Möglichkeit wäre, die 100 EUR zu erreichen. Nämlich die P2P Plattform Swaper.

InvestmentAusschüttungs-Rendite p.a.Benötigte Größe für 100 EUR pro Monat
Bondora G&Gca. 6,75%ca. 18.000 EUR
Twinoca. 10,12%ca. 12.000 EUR
Swaperca. 14,75% ca. 8.000 EUR
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Wie ich das Ganze praktisch umsetze

Hier sprechen wir jetzt konkret über die P2P Kredite, denn darum geht es hauptsächlich auf diesem Blog und das interessiert auch meine Leser am meisten. Eigentlich kennt das Konzept aktuell jeder, denn es läuft ähnlich wie bei der Bundesnotbremse 🙂 Für jeden Wert in meinem Portfolio gibt es einen Ziel- bzw. Maximalwert. Für die P2P Kredite könnt ihr diesen immer in meinen Quartalsberichten nachlesen.

Wichtig für das Zusatzeinkommen ist eine nachhaltige Zielerreichung

Überschreitet ein Investment 3 Monate hintereinander den Zielwert, wird der Auto Invest im darauffolgenden Monat so lange abgeschaltet, bis sich der Zielwert im Depot angesammelt hat. Alternativ kann man auch Funktionen wie “Mindestwert der im Depot verbleiben soll” nutzen, sofern deine genutzte P2P Plattform das anbietet.

Die 3 Monate nutze ich übrigens deswegen anfangs um sicherzustellen, dass das Ziel wirklich nachhaltig gebrochen wurde und nicht einfach durch Schwankungen oder Sondereffekte kurzfristig erreicht wurde. Das überschüssige Geld wird dann abgezogen, in andere Anlageklassen geschoben, verbleibt als Cash Reserve oder kann notfalls auch verkonsumiert werden. Letzteres ist aber tatsächlich bisher nur im Bereich des Krypto Lending vorgekommen. Wurde das Geld abgezogen, wird der Auto Invest wieder aktiviert.

Aktuell befinden sich 2 Plattformen meines Portfolios innerhalb der Zielwerte. Das sind Bondora Go & Grow und seit kurzem auch Twino. Ein kommender Kandidat ist Viainvest, der ebenfalls schon an der Zielmarke kratzt.

ᐅ Du willst mehr Informationen zu den verschiedenen Plattformen?
Dann schau jetzt in meine P2P Plattform-Übersicht. Dort findest du weitere Informationen und / oder Artikel zu den Plattformen, auf denen ich investiere.

Fazit zum Zusatzeinkommen aus P2P Krediten

Wie immer in meinem Leben geht es auch beim Blick auf einzelne Investments um klar messbare Ziele. Zudem ärgern mich Dinge wie Grupeer wo ich Geld eingezahlt habe, aber de facto nie einen Cent herausbekommen habe. Mit dieser einfachen Taktik und einer gewissen Disziplin kann ich diesen Umstand vollkommen verhindern und deutlich ruhiger schlafen.

Natürlich kann immer mal etwas schief gehen und das wird es in den meisten Fällen auch. Genau daher ist es wichtig, das Fundament auf mehrere Säulen zu setzen und auch anlageklassenübergreifend zu investieren.

Nur so ist es möglich eine globale Krise wie wir sie seit dem letzten Jahr sehen, ohne signifikante Ausfälle im Cashflow zu überstehen. Wenn es Ausfälle gibt, sollten diese in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate durch die laufenden Ausschüttungen wieder ausgeglichen werden können.

p2p erträge seit 2020

Erträge aus meinen P2P Krediten. Keinerlei Einbruch durch die Krise.

Das Setzen der Zielwerte ist am Ende natürlich auch immer eine Risikoabwägung. Ein Verlust meines Bondora Accounts würde mich natürlich auch noch hart treffen. Jedoch habe ich die Gewissheit, dass ein möglicher Impact durch meine hier vorgestellte Strategie von Monat zu Monat immer geringer ausfallen wird und so ist es auch mit jeglichen anderen Investments die ich tätige.

Ich bin gespannt auf deine Meinung zu diesem Beitrag, der mal ein bisschen aus der Vogelperspektive auf den Vermögensaufbau schaut. Schreibe deine Meinung jetzt in die Kommentare!

Zusatzeinkommen aus P2P Krediten – Das Video zum Beitrag

Weitere Infos zu den aktiven P2P Plattformen

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8 Kommentare
  1. Kai sagte:

    Hallo Lars,
    danke für den Beitrag. Eine Verständnisfrage am Beispiel Twino. Angenommen das Ziel ist 100. Das Portfolio steht bei 12.000. Man schaltet den AI ab und sammelt 3 Monate den Zins. Angenommen wir entnehmen den Betrag. Dann ist doch in drei Monaten kein Kapital in neue Investments geflossen. Wenn jetzt Investments in den drei Monaten ausgelaufen sind, sinkt doch der Portfoliowert und die nächste Entnahme kann erst wieder erfolgen wenn sich der Zielwert aufgebaut hat. D.h. man zieht nicht konstant alle drei Monate den Zielwert heraus, sondern immer nur dann wenn der Zielwert wieder da ist. Oder habe ich etwas übersehen?

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Kai, gerne doch! Ob das nun Zins ist, was sich ansammelt oder Tilgung, ist ganz egal. Der AI wird nur so lange abgeschaltet, bis sich der Abhebebetrag angesammelt hat und dann wieder aktiviert. Das dauert bei 12k vielleicht 1-2 Tage je nach Krediten. Dein Portfoliowert, die Substanz, bleibt also weitestgehend erhalten.

  2. Tommy sagte:

    Mich stören hier etwas die Auszahlungsgebühren, wie es z.B. bei EstateGuru und Bondora Go&Grow der Fall ist. Deshalb meine Frage: Zahlst Du dann immer gleich aus, sofern der Betrag erreicht ist oder beschränkst Du es auf eine Auszahlung pro Monat oder Quartal?

    Antworten
  3. Timo sagte:

    Moin Lars, cooler Artikel! Momentan verfahre ich bei Robocash genau so. (naja, mit kleineren Beträgen)

    Ich habe die Plattform quasi als Ersatz für Grupeer neu dazugenommen, will sie mir aber erstmal angucken/kennen lernen. Darum habe ich den AI auf “Hauptbetrag reinvestieren” eingestellt und schöpfe quartalsweise die angesammelten Zinsen ab. Bei Bondora überlege ich derzeit auch, ob ich das genauso mache (Der Betrag dort ist eigentlich ein gutes Stück über dem Soll). Die Idee, dafür den Mindestbetrag auf dem Konto zu verwenden ist einfach und genial!

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Danke für dein Feedback Timo! Tatsächlich macht es Robocash einem hier am einfachsten, auch wenn die Plattform ansonsten vielleicht nicht gerade die einfachste ist, was die Bedienung angeht 😉

  4. Holger Freund sagte:

    Ich vermisse immer wieder die Angabe ob diese Beträge vor oder nach Steuern sind. Als ehrlicher Steuerzahler gebe ich in meiner Steuererklärung alle Zinserträge an. Dadurch reduzieren sich die Zinsen/Dividenden in Deutschland um 25% incl. Soli.

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Holger,

      in der Regel ist es so, dass immer alle Beiträge vor Steuern sind und so ist es auch bei mir. Steuern sind immer eine sehr individuelle Sache, daher macht es keinen Sinn hier Rechenexperimente zu machen. Gerade bei den P2P Krediten versteuern ja viele auch sehr unterschiedlich.

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