Wie du schnell ein passives Einkommen aufbauen kannst

Ich habe einige Nachrichten mit der Frage bekommen, was mit P2P möglich sei und ob man sich innerhalb weniger Jahre ein hohes passives Einkommen aufbauen kann. Ich habe mich fĂŒr dich mit dieser Fragestellung einmal auseinandergesetzt und in diesem Artikel findest du die Antwort auf deine Frage.

Ist es möglich in kurzer Zeit ein passives Einkommen aufzubauen?

Die grundsĂ€tzliche Frage kann relativ einfach mit „ja“ beantwortet werden. Das Gleiche gilt aber ebenso fĂŒr alle anderen Anlageklassen, wo die Möglichkeit besteht, regelmĂ€ĂŸig ausschĂŒtten zu lassen. Beispielsweise hat ein Großteil der ETFs, in die ich an der Börse investiere, eine AusschĂŒttungsfunktion. So kann ich entscheiden, ob ich die AusschĂŒttungen als passives Einkommen nutzen möchte oder sie wieder anlege (was noch andere Vorteile mit sich bringt, aber das ist ein anderes Thema).

FĂŒr mich persönlich ist die Geschwindigkeit, mit der ein Cashflow-Aufbau möglich ist einer HauptgrĂŒnde, warum ich in P2P investiere. Wenn ich heute 1000 EUR bei Mintos einzahle, kann ich mir relativ sicher sein, dass ich nĂ€chsten oder allerspĂ€testens ĂŒbernĂ€chsten Monat einen passiven Cashflow von ca. 10 EUR habe.

Um aber wirklich schnell ein echtes und nennenswertes „passives Einkommen“ zu etablieren, musst du generell zwei Dinge beachten:

  1. Du musst in relativ kurzer Zeit sehr viel Geld investieren.
  2. Die Anlageklasse darf keinen starken Schwankungen unterliegen. Damit wĂ€re der Aktienmarkt (exklusive Dividendenaktien) und die ETFs aus der Grundfrage raus. Die P2P-Privatkredite erfĂŒllen jedoch Punkt 2 und sind somit perfekt geeignet, um ein schnelles passives Einkommen aufzubauen (in der Theorie).
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Hat es schonmal jemand gemacht?

Nach einigen Recherchen bin ich auf einen interessanten Artikel von Mr. Money Mustache gestoßen. Wenn du ihn noch nicht kennst, solltest du dir seinen Blog auf jeden Fall mal anschauen. Es geht um finanzielle Freiheit, passives Einkommen und Anlagestrategien. Also genau die Themen die dich interessieren, denn sonst wĂ€rst du ja nicht hier 🙂 Dazu hat er noch die FĂ€higkeit unglaublich motivierende Artikel zu schreiben. Ich habe die Seite fĂŒr dich auch in meine Linktipps aufgenommen, damit du jederzeit Zugriff darauf hast. Aber zurĂŒck zum Thema: im September 2012 hat Mr. Money Mustache massiv angefangen bei Lending-Club zu investieren und sich innerhalb von 3 Jahren ein beachtliches passives Einkommen aufgebaut, aber seht selbst:

lending club

Kurze ErklĂ€rung der SpaltenĂŒberschriften aus seiner Tabelle zum VerstĂ€ndnis:
Balance = Der aktuelle Depotstand zum gemessenen Zeitpunkt
Interest Received = Erhaltene Zinsen
Annualized Return = Rendite auf Jahresbasis
Late 16-30 Days = Summe die 16-30 Tage ĂŒberfĂ€llig ist
Late 31-120 Days = Summe die 31-120 Tage ĂŒberfĂ€llig ist
Default or Charged Off = Summe, welche als Verlust gewertet werden kann

Du siehst also, dass es prinzipiell möglich ist. An seinem aktuellen Kontostand gemessen, hat er sich somit mit umgerechnet ca. 27.000 EUR Investition ein passives Einkommen von ca. 750 EUR in nur 3 Jahren vor Steuern aufgebaut. Ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass sich hierzulande manche Menschen fĂŒr dieses Geld ein Mittelklasse-Auto auf Pump kaufen, um damit durch die Applaus-Kurve vor der Eisdiele zu fahren… aber ich schweife schon wieder ab, bitte verzeih mir 🙂

Ist das auch in Europa möglich?

Nun ist es bei Lending Club meines Wissens nach nicht möglich als deutscher Investor Geld anzulegen. Wer sich aber die jĂ€hrliche Rendite von Mr. Money Mustache anschaut (bei seiner letzten Messung betrug diese 11,63%), dem sollte schnell klar werden, dass dies mit Mintos, Bondora oder Twino auch möglich, wenn nicht sogar deutlich ĂŒbertroffen werden kann. Ich denke die Tabelle von Mr. Money Mustache sollte auch fĂŒr jeden interessierten P2P-Investor eine schöne Motivation sein, das Portfolio aufzustocken und automatisiert laufen zu lassen, um in ein paar Jahren die FrĂŒchte zu ernten (auch wenn es vielleicht lĂ€nger dauert, als bei ihm). Solltest du noch nicht wissen, wie die Automatisierung funktioniert ist das kein Problem, denn ich habe dir anhand des Beispiels von Mintos hier einen hoffentlich hilfreichen Artikel dazu geschrieben: Wie du Mintos Auto-Invest richtig konfigurierst

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Ist es empfehlenswert so schnell zu investieren?

Wenn man Mr. Money Mustache heißt… ja 🙂 FĂŒr mich wĂ€re es nichts und zwar aus folgenden GrĂŒnden:

  1. Ich lege nicht gern alles bei einem Anbieter an (wobei ich natĂŒrlich nicht weiß, inwiefern Mr. Money Mustache im P2P-Markt streut).
  2. Durch die Streuung auf mehrere Anbieter lernt man neue Perspektiven und Möglichkeiten kennen, wodurch am Ende möglicherweise eine noch höhere Rendite möglich ist. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, denn sonst wĂŒrde ich immer noch ausschließlich bei Auxmoney investieren.
  3. Ich lerne einen Anbieter zu Beginn gerne kennen und entscheide erst dann, ob sich eine Aufstockung des Investments lohnt. Ich wÀre Ende 2014 niemals auf die Idee gekommen, auf einen Schlag 10.000 EUR bei Bondora zu investieren.

Dennoch verdient die Leistung von Mr. Money Mustache meinen höchsten Respekt. Ich werde sein Lending Club Experiment mit Freude weiterverfolgen und bin schon sehr gespannt, wo er in den nĂ€chsten 3 Jahren steht, sofern er dort weiter investiert und fĂŒr uns dokumentiert.

Update Dezember 2016: Mittlerweile ist das Portfolio von Mr. Money Mustache auf umgerechnet mehr als 41.000 EUR angewachsen und sein passives Einkommen hat die 1.000 EUR Marke durchbrochen.

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Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon angefangen dir ein passives Einkommen aufzubauen? Wenn ja, was sind deine Ziele und in welchem Zeitraum? Schreib es in die Kommentare oder kontaktiere mich.

Beitragsbild: pixabay.com (Creative Commons CCO)

Von mir getestete P2P Plattformen

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16 Comments

    • Lars said:

      In der Tat… aber allgemein kann der Mr. Money Mustache ziemlich viel. Seine Story ist bemerkenswert.

      Januar 14, 2016
      Reply
  1. Christian said:

    Hallo Lars,

    sehr coole Verlinkungen und guter Beitrag. Bin auch in p2p investiert aber nur zu einem geringen Anteil.

    Werde mich hier noch weiter reinarbeiten und wahrscheinlich meine Einlage aufstocken.

    Sehr sehr geil fand ich die Applaus Kurve. Danke fĂŒr die geile Aussage.

    Made my Day

    Schönen Sonntag noch
    Gruß Christian

    Februar 28, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Christian,

      ich danke dir. Der Mr. Money Mustache ist schon wirklich wertvoll. Ich glaube so ziemlich jeder Artikel auf seinem Blog ist lesenswert und man kann einen ganzen Tag damit verbringen, sich durch die BeitrĂ€ge zu scrollen und geht total motiviert von seiner Seite runter 🙂

      Schön das du weiter in P2P investieren willst, ich wĂŒnsche dir viel Erfolg dabei. Vielleicht berichtest du ja auch mal in deinem Blog ĂŒber deine P2P-Erfahrungen.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      Februar 28, 2016
      Reply
  2. Carsten said:

    Eine Summe von 27.000 EUR ist ein guter Anfang, jedoch sollte man auch hier einigermaßen realistisch bleiben – fĂŒr ein regelmĂ€ĂŸiges pasives Einkommen, von dem man eine Familie ernĂ€hren kann wĂŒrde ich mindestens 3.000 EUR p.M. netto ansetzen.
    Ergo: es wÀre eine Investition von > 500 TEUR notwendig.
    Gibt es denn schon Erfahrungen von Investitionen in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung?

    September 28, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Carsten,

      da hast du vollkommen recht. Um eine Familie zu ernÀhren reicht es sicher nicht. Aber dennoch ist es wohl schon ein höheres passives Einkommen, als die meisten Menschen jemals erreichen werden. Vor allem in der kurzen Zeit.

      Ich kenne bisher noch keine Erfahrungswerte in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung. Warte noch ein paar Jahre, ich berichte dann 😉

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      September 29, 2016
      Reply
      • Tom said:

        Soweit ich weiss hat der Author dieser Seite einen hohen 6 stelligen Betrag auf P2p Seiten.

        http://p2p-anlage.de/

        Dezember 20, 2016
        Reply
        • Lars said:

          Hi Tom,

          Andreas Tielmann ist mir bekannt und einer der Gastautoren in unserem Buch. Der 6-stellige Betrag bei ihm wĂŒrde mich nicht wundern 😉

          Viele GrĂŒĂŸe

          Lars

          Dezember 22, 2016
          Reply
  3. DerMitleser said:

    Hey Lars,

    ein Interessanter Artikel den du hier hast. Ich stelle mir nur die Frage ob die 1.000 € passives Einkommen pro Monat oder auf das gesamte Jahr gerechnet ist. Auf das gesamte Jahr gerechnet hĂ€tte er eine Rendite von 3% und wenn die 1.000 € pro Monat wĂ€en; eine Rendite von 30%.
    Mein passives Einkommen an Zinsen liegt bei knapp 700 € pro Monat durch P2P. und soll jetzt von alleine auf 1.000 € /pm steigen. Wenn ich meine Dividenden aus einem Jahr auf einen Monat breche, komme ich schon an die geplante Summe ran.
    Schwer ist das Dank Mintos, Twino, Auxmoney und Dividenden nicht.
    Werde jetzt im Januar aber meine Investitionen stoppen weil ich mein Limit fĂŒr P2P erreicht habe. Suche jetzt eine neue Alternative zu P2P.

    Gruß
    André

    Dezember 29, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Andre,

      er berechnet die Werte immer jeden Monat neu soweit ich das verfolgt habe. Dein Cashflow hört sich auch nicht schlecht an 😉

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      Januar 1, 2017
      Reply
  4. Mario said:

    Hi,
    Mario hier. Ich gruesse Euch herzlich.
    Die o.g. Tabelle verstehe ich leider nicht wie Andre schon gesagt hat.
    Mit 39.000 Dollar und knappen 12 % Rendite kann er doch keine 750 Dollar pro Monat Cashflow generieren. Hinkt die Rechnung irgendwie?
    LG, Mario

    August 26, 2017
    Reply
    • Lars said:

      Hi Mario,

      der Artikel ist schon ein paar Tage alt und vermutlich sehen seine Ergebnisse heute schon wieder ganz anders aus. Vielleicht schaust du mal in den verlinkten Artikel bei ihm. Es sollte mittlerweile einiges passiert sein.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      August 26, 2017
      Reply
  5. Peter said:

    Hi Lars,
    ich habe mal eine VerstÀndnisfrage.
    Ich verstehe noch nicht 100%ig wie man bei p2p Krediten von passivem Einkommen sprechen kann, wo man doch prinzipiell nur seinen eigenen Einsatz verzinst zurĂŒckbekommt?
    Sprich wenn ich 1000€ einzahle, bekomme ich jeden Monat ein „passives Einkommen“ von Betrag X zurĂŒck, bis ich meinen UrsprĂŒnglichen Einsatz von 1000€ plus Zinsen wieder zurĂŒck habe oder?
    Und wenn ich Reinvest aktiviere, wird alles (inklusive Zinsen) direkt wieder reinvestiert, aber ich bekomme halt keine AusschĂŒttung.
    Sehe ich das richtig oder kann man das ganze aufsplitten, sodass der Einsatz immer reinvestiert wird und nur die Zinsen ausgeschĂŒttet?
    Wo ist mein Denkfehler?
    Ich hoffe das war einigermaßen verstĂ€ndlich 😉

    Viele GrĂŒĂŸe!

    Februar 18, 2018
    Reply
  6. Christian Wimmer said:

    Das hier erwĂ€hnte Portfolio wird wohl gerade aufgelöst. Sein Portfolio hat sich eine Weile eigentlich nicht bewegt. Den Effekt haben Leute wohl auch bei Bondora und Auxmoney gesehen. Die Zinsen halten das Portfolio gerade so auf der Stelle, dafĂŒr baut man Kredite auf die eigentlich abgeschrieben werden mĂŒssten. FĂŒr jemand wie Mr. Money Mustache, der auch gut Geld mit anderen Sachen verdienen kann, wohl nicht lohnenswert.

    Ich glaube in Europa haben wir da noch ein etwas anderes Umfeld da die Plattformen und Anbieter noch mehr wachsen können.

    MĂ€rz 1, 2018
    Reply
    • Lars said:

      Hi Christian,

      das weiß ich leider nicht. Aber Lending Club hatte ja auch ganz gute Probleme im letzten Jahr, von daher wĂŒrde mich das nicht wundern. Warten wir mal ab.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      MĂ€rz 3, 2018
      Reply

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