Passiv Investieren: 7 Gewohnheiten eines passiven Investors

In meinem letzten Artikel zum Thema „Passives Einkommen“, habe ich dir erklärt, warum sich die Menschen ein passives Einkommen wünschen. Heute möchte ich dir 7 Gewohnheiten näherbringen, die meiner Meinung nach essentiell zum passiv investieren sind. Zusätzlich dazu, machen sie dich zu einem besseren passiven Investor. Du solltest diese Grundregeln daher ständig im Gedächtnis behalten.

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1. Versuche deine Finanzen zu optimieren

Denn das ist die Basis aller deiner Investments. Viele Menschen jammern immer über Steuerbelastungen, Lebensmittelkosten, Benzinkosten (wobei wir uns ja hier derzeit wirklich nicht beschweren können) usw. Meist hört man dies im Gleichklang mit „ich habe einfach nichts übrig zum sparen“. In Einzelfällen kann diese Aussage der Wahrheit entsprechen, beim Großteil aller Menschen ist es aber immer möglich etwas zu optimieren und dieses gesparte Geld zu investieren. Oft wird der Lebensstandard exakt an das eigene Gehalt angepasst, was allgemein als einer der größten Fehler auf dem Weg zum ordentlichen Investor bekannt geworden ist. Wenn du passiv investieren möchtest, mache es dir zur Gewohnheit, alle deine Ausgaben regelmäßig zu verfolgen und zu schauen, wo du sparen kannst.

Ich mache dies z.B. einmal im Jahr anhand einer simplen Excel-Tabelle für die Haushaltsplanung, die nun schon seit 2006 existiert und immer mitgewachsen ist. Wenn du sie auch nutzen möchtest, stelle ich sie dir hier gerne zur Verfügung. Du kannst sie nach deinen eigenen Wünschen anpassen. Kleiner Tipp: Optimiere immer zum Jahresende und starte damit finanziell motiviert ins neue Jahr. Ich habe auch mit meinem Co-Autor Tobias Lindner einen Ratgeber zum Thema Geld sparen geschrieben. Vielleicht kannst du hiermit deine Finanzen weiter optimieren.

2. Versuche nicht, das letzte aus deinem Investment herauszuholen

Denn damit verursachst du meistens hohen Zusatzaufwand, der die Mühe nicht immer lohnt, wenn du passiv investieren möchtest. Wenn du beispielsweise einen nett eingerichteten Portfolio-Builder bei Bondora hast, der zuverlässig läuft und du eine konstante Rendite zwischen 15 – 20 Prozent einfährst, warum solltest du dir die Arbeit machen und zusätzlich noch manuell auf dem Zweitmarkt herum experimentieren? Ich persönlich wende hier gerne das Paretoprinzip an und bin sehr zufrieden, wenn ich die durchschnittlich angegebene Rendite einer P2P-Plattform erreiche. Und was mir persönlich viel wichtiger ist: P2P-Kredite sind weitestgehend stabil. Mach es dir also zur Gewohnheit mit wenig Aufwand ein funktionierendes und skalierbares Investmentsystem aufzubauen.

3. Automatisiere dein Investment so gut wie möglich

Denn dies führt dazu, dass du dich mit verschiedenen Portfolio-Buildern (wenn es um P2P geht) auseinandersetzen musst und somit Vertrauen in diese Technik aufbaust. Letztendlich geht dies ebenso wie der zweite Punkt in die Richtung, dass du weniger Zeit für dein Investment opfern musst und dieses auf „Autopilot“ stellst. So macht passiv investieren richtig Spaß! Mach es dir also immer zu Gewohnheit, dein Investment (wo auch immer du investierst) weitestgehend und schnellstmöglich zu automatisieren. Ein Beispiel zur Einrichtung eines Portfolio-Builders für Mintos findest du hier.

4. Investiere in jeder Wirtschaftslage

Du liest mal wieder jeden Tag Horrornachrichten auf finanzen.net oder anderen einschlägigen Websites? Wunderbar, das ist aber kein Grund, dein Investment einzustellen oder einen Gang herunterzuschalten. Versuche die Situation rational zu sehen, auch wenn der DAX um 20% fällt oder passenderweise zu den Wirtschaftsnachrichten mehrere deiner P2P-Kredite am gleichen Tag in den Status „überfällig“ wechseln. Als passiver Investor investierst du langfristig und kannst dir kurzfristige Verluste daher leisten. Auf lange Sicht ist es daher vor allem wichtig, dass du ausdauernd investierst. Grob gesagt: die aktuellen Nachrichten können dir bei deiner passiven Investitionsstrategie vollkommen egal sein. Mache es dir also zur Gewohnheit, auch (und besonders) in schlechten Wirtschaftslagen zu investieren.

5. Gehe immer langfristig von wirtschaftlichem Wachstum aus

Wo wir gerade beim Thema „langfristig“ sind. Warum gehen die Menschen eigentlich immer vom wirtschaftlichen Niedergang aus und predigen den Zusammenbruch des Finanzsystems etc.? Vordergründig gibt es absolut keinen Anlass so zu denken und es macht auch gar keinen Sinn, seine Investmententscheidungen danach zu richten oder abzuwarten, denn die momentanen Risiken sind in der Regel alle schon eingepreist. Steve Penman sagte einmal dazu sehr schön: „The passive investor assumes the market is efficient and that stocks are correctly priced to reflect the risk involved in buying the stock.“

Und frage dich vor allem immer, was passieren wird, wenn du aufgrund einer negativen Zukunftseinstellung nicht investierst. Richtig, es passiert gar nichts, aber mit deinem Geld schon 🙂 Es liegt ungenutzt irgendwo rum und verliert in jedem Fall an Wert. Gerade wenn du passiv investieren möchtest, solltest du dir also keinerlei Gedanken um einen Abschwung oder eine große Krise machen. Mache es dir also zur Gewohnheit, langfristig immer von wirtschaftlichem Wachstum auszugehen.

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6. Halte die Komplexität deiner Investments gering

Oder einfacher gesagt, verstehe die Investments die du tätigst zu möglichst 100%, wenn du passiv investieren möchtest, denn so bleiben dir Überraschungen erspart. Ich habe eine einfache Regel für mich angelegt, die du gerne übernehmen kannst. Ich schaue mir beispielsweise einen ETF oder ein Geschäftsmodell einer P2P-Plattform ca. 5 Minuten an. In diesen 5 Minuten sollte ich das Investment zum größten Teil verstanden haben. Ist das nicht der Fall, ist das Investment nichts für mich. Das letzte Investment, welches ich verworfen habe, waren z.B. Containermietverträge. Ich habe 5 Minuten gebraucht, um zu erkennen, dass es (für mich) unbrauchbar ist, da es den Anschein machte, als würde es viele Fallstricke und versteckte Eventualitäten geben. Das Geschäftsmodell und die Funktionsweise von Mintos habe ich dagegen sofort verstanden. Mache es dir daher zur Gewohnheit, simple Investitionsmöglichkeiten zu generieren.

7. Denke immer langfristig, wenn du passiv investieren willst

Die wohl wichtigste Regel von allen, um ein besserer passiver Investor zu sein. Im Grunde fasst sie einige andere Punkte zusammen, denn in vielen Fällen musst du dir immer wieder bewusst sagen: „Denk daran, du investierst langfristig!“. Obwohl ich selbst ein Mensch mit absolut eiserner Disziplin und Ordnung bin, muss auch ich mir diesen Satz oft ins Gedächtnis rufen. Beispielsweise investiere ich schon seit längerer Zeit in diesen Rohstoff-ETF und dachte schon damals, ich hätte zu einer Zeit investiert, in der die Rohstoffpreise ziemlich im Keller wären. Nun, dass Jahr 2015 hat mich eines Besseren belehrt und der Preis ist nochmal um 6 EUR pro Stück gefallen. Aber ich investiere langfristig und daher kann es mir vollkommen egal sein, ob es mal ein paar Jahre nach unten geht. Mache es dir also zur Gewohnheit dir immer wieder bewusst zu sagen: „ich investiere langfristig!“.

Hast du noch andere Gewohnheiten, die das passive Investment verbessern können? Ich würde mich freuen, wenn du sie in die Kommentare schreibst.

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2 Comments

  1. Philipp said:

    Hallo Lars,

    Gewohnheiten sind eine super Sache, um erfolgreich zu werden. So können bestimmte Sachen automatisiert werden.

    Toller Artikel!

    MFG Philipp

    April 11, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Philipp,

      richtig. Die Automatisierung findet ja meist im Kopf statt. Beispiel: Zähne putzen. Du denkst nicht mehr darüber nach. Vieler solcher Dinge kann man in sein „Investoren-Mindset“ übernehmen.

      Viele Grüße

      Lars

      April 11, 2016
      Reply

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