Warum wünscht du dir ein passives Nebeneinkommen?

Da mich viele Mails zum Thema „passives Nebeneinkommen“ erreichen und es dich, ebenso wie mich sehr interessiert, möchte ich in diesem Kapitel auf die Frage eingehen, warum sich so viele Menschen ein passives Nebeneinkommen wünschen, ob es wirklich erstrebenswert ist und ob es das Leben wirklich einfacher macht. Ich möchte aber auch, dass du lernst, dir keine falschen Vorstellungen zu dem Thema zu machen und immer dein Leben bewusst im Auge behältst.

Was für mich passives Nebeneinkommen bedeutet

Passives Einkommen ist ein immer häufiger genutzter Begriff und immer mehr Menschen möchten dieses Ziel erreichen. Die Gründe, wieso es heute tatsächlich sehr wichtig ist, ein passives Nebeneinkommen aufzubauen, habe ich dir in diesem Artikel nähergebracht. Aber bei dem Wunsch sich ein passives Einkommen aufzubauen, denken die wenigsten Menschen z.B. an eine Absicherung im Rentenalter. Für viele ist es eher kombiniert mit dem Wunsch, nicht mehr arbeiten zu müssen und genau aus diesem Grund scheitern auch die meisten daran. Die Zielsetzung ist bei einigen einfach die falsche.

Ich definiere passives Einkommen für mich persönlich so, dass es mehr ein Mittel zum Zweck ist, aber das es keineswegs bedeutet, nie wieder arbeiten zu müssen. Ich stelle mir den Weg zum passives Nebeneinkommen immer wie eine Art Ruderboot gegen eine Strömung vor. Zu Anfang musst du richtig Gas geben, um in sanfteres Gewässer zu kommen. Hast du dieses Ziel erreicht, kannst du es ruhiger angehen lassen, da die Strömung nicht mehr so stark ist. Hörst du aber ganz auf zu rudern, wirst du zurücktreiben.

Ein passives Nebeneinkommen macht mich also unabhängiger, freier und es gibt mir natürlich auch Sicherheit. Aber auf keinen Fall ist es ein erstrebenswertes Ziel für mich zu sagen: „So Leute, 10 Bücher geschrieben, 3 Millionen in P2P investiert, ich zieh mich jetzt zurück und leg mich für die restlichen 40 Lebensjahre an den Strand.“ Hast du dich schonmal gefragt, warum sich so viele Prominente das Leben nehmen, die irgendwann mal viel Geld verdient haben, aber danach von der Bildfläche verschwunden sind? Weil sie kein Ziel mehr haben. Viele „leben“ einfach ihren Reichtum, nur um irgendwann zu merken, dass er letztendlich einen ganz bestimmten Wert für sie hat… nämlich gar keinen.

Wieso du scheiterst

Du hast richtig angefangen, willst durchstarten, im nächsten Jahr möchtest du die ersten lohnenden Rückflüsse sehen. Vielleicht schaffst du es sogar dieses eine Jahr, deinen Wunsch zu verfolgen, ein passives Einkommen aufzubauen und hörst dann auf, weil es doch nicht so das ist, was du dir erträumt hast. Du wolltest doch eigentlich viel mehr Freiheit haben und dein Leben mehr genießen. Stattdessen sparst du fast alles, was du übrig hast, nur damit du 25 EUR mehr im Monat zur Verfügung hast.

Vielleicht hörst du auch erst nach 3 Jahren auf damit, deinen Wunsch zu verfolgen, dir ein passives Einkommen aufzubauen, weil einfach nicht genug dabei rumkommt und du nicht mehr sparen kannst, du willst auch endlich mal wieder einen richtigen Luxusurlaub machen oder dir ein dickes Auto kaufen.

Möglicherweise hast du dir nach 5 Jahren schon ein schönes passives Einkommen aufgebaut, aber dann kommt eine Krise und du verlierst einen Großteil deiner Basis für das Nebeneinkommen. Danach hast du einfach keine Lust mehr, dein Leben damit zu verplempern, Geld zurückzulegen, für nichts und wieder nichts.

Oder… wenn du richtig gut bist, hörst du erst nach 10 Jahren mit deinen Anstrengungen auf, dir ein passives Einkommen aufzubauen, weil es mit der Zeit einfach zu „stressig“ geworden ist. Du bist nun auch schon 10 Jahre älter und kannst einfach nicht mehr so wie früher. Sich ein passives Einkommen aufzubauen, ist also keineswegs eine einfache Angelegenheit und die Schlüsseleigenschaften um dieses Ziel zu erreichen, lauten:

  1. Motivation
  2. Geduld
  3. Disziplin

Wenn du diese drei Eigenschaften nicht auf Dauer lernst und in dein Leben integrierst, werden deine Chancen, dass du länger als ein paar Jahre dabeibleibst, enorm sinken. Ich selbst bin „erst“ ca. 5 Jahre dabei und kann daher noch nicht die Erfahrung von 20 Jahren vermitteln, ich bin jedoch der festen Überzeugung, die Schlüsseleigenschaften zu besitzen und daher am Ende auch erfolgreich zu BLEIBEN. Denn darum geht es. Ein oder zwei Jahre erfolgreich zu sein sind schön und gut, aber es macht nur einen Bruchteil deines Lebens aus. Erinnere dich auch hier an das Ruderboot.

Hast du vielleicht falsche Vorstellungen?

Ein passives Nebeneinkommen, ortsunabhängiges Arbeiten, die Freiheit nicht mehr den ganzen Tag arbeiten gehen zu müssen, bedeutet nicht, dass du nichts mehr tun musst und dein Leben genießen kannst. Ganz im Gegenteil. Gerade am Anfang hast du deutlich höhere Bemühungen, um etwas zu erreichen. Deine Kollegen haben ihren 8 Stunden Arbeitstag schon hinter sich und lümmeln sich gemütlich vor den Fernseher und schauen den neusten Müll im Trash TV (sie nennen das Entspannung)? Das ist bitter, denn für dich fängt der wirkliche Arbeitstag erst an, wenn du dir ein Nebeneinkommen aufbauen willst.

Du musst deutlich mehr tun, denn du willst ja auch deutlich mehr erreichen, als die meisten Menschen um dich herum. Ich greife immer gern auf Zitate von Earl Nightingale zurück und auch hier hat er eine schöne Analogie geschaffen. In einem der Kapitel von Lead the Field steht ein unglücklicher und mittelloser Mann vor einem Kamin und sagt zu ihm: „Komm Ofen, wärme mich, dann gebe ich dir auch Holz“. Aber so funktioniert es nunmal leider nicht.

Wie kannst du es dennoch schaffen?

Wenn du dich jedoch regelmäßig weiterbildest, neue Möglichkeiten ergreifst, immer offen für Veränderungen bist und zugleich die drei Schlüsseleigenschaften Motivation, Geduld und Disziplin besitzt, gehörst du zu einer der wenigen Personen, die das ganzes Leben lang für ihr passives Einkommen sorgt und es weiterentwickelt. Irgendwann kannst du dein Vermächtnis dann stolz an deine Kinder weitergeben und sagen: „Ja, es mag sein, dass ich im Leben mehr falsch als richtig gemacht hab, dass ich öfter links statt rechts gegangen bin, aber im Gegensatz den meisten anderen, habe ich etwas bewegt und das soll mir erstmal einer nachmachen.“ Verstehst du, was ich mit diesem Artikel sagen möchte? Es geht beim passiven Einkommen nicht darum, irgendwann aufzuhören, wenn man genug erwirtschaftet hat, es geht darum, deine erreichten Mittel zu nutzen, um dich zu verbessern und immer einen Schritt weiter zu gehen.

Was ist mit dir? Warum wünschst du dir ein passives Einkommen und was bedeutet es für dich? Schreib es in die Kommentare!

Und hier kannst du direkt passives Einkommen aufbauen. Aber bitte vor Anmeldung über die Links informieren 🙂

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4 Comments

  1. Philipp said:

    Hallo Lars!

    Die wirklich Erfolgreichen hören nicht auf zu arbeiten. Sie wollen nicht damit aufhören. Ihre Arbeit macht ihnen Spaß.

    Warren Buffett ist dafür ein gutes Beispiel.

    MFG Philipp

    März 8, 2016
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    • Lars said:

      Hi Philipp,

      ganz genau so ist es. Es wird dann interessant, wenn die Arbeit für einen selbst keine wirkliche Arbeit mehr ist 😉

      Grüße

      Lars

      März 8, 2016
      Reply
  2. Anna said:

    Ein sehr motivierender Blogeintrag! Ich strebe die finanzielle Freiheit deshalb an, weil ich noch mehr Zeit für meine eigene Bildung und Interessen haben möchte. Sei es der Sport, die Finanzen, die Medizin, die Physik, die Mathematik, die Pädagogik .. Ein fließender Übergang vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber, wobei ich meine Hobbys/Leidenschaft zum Beruf mache.

    März 21, 2016
    Reply
    • Lars said:

      Hi Anna,

      schön, dass dich mein Beitrag motiviert hat 🙂

      Ich denke, das ist ein schönes Ziel und du solltest es jeden Tag verfolgen. Wenn du weitere Motivation in Richtung „eigenes Business“ brauchst, hör dir mal die Podcasts von Earthcity.de an. Absolut klasse und spannende Projekte: http://www.earthcity.de/podcasts/. Du wirst danach voll sein von Ideen.

      Viele Grüße

      Lars

      März 21, 2016
      Reply

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