Crowdpear – Zahlen und Fakten nach einem Jahr Investment

Am 20.01.2023 ist meine erste Überweisung auf der litauischen Investment-Plattform Crowdpear* eingegangen. Zu einer Zeit, wo Immobilien-Plattformen alles andere als beliebt waren, dank dem Desaster auf Estateguru. Dementsprechend skeptisch war man damals gegenüber allen neuen Immobilien-Plattformen, was sich auch bis heute nicht wirklich geändert hat.

Einzig die Hoffnung, dass das erfahrene PeerBerry Team hinterm Steuer sitzt und hier wahrscheinlich ebenso gute Ergebnisse abliefern wird, überzeugte mich damals hier ein Investment zu starten. Im heutigen Beitrag wollen wir einmal schauen, ob sich das Ganze gelohnt hat oder eher nicht.

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ᐅ Disclaimer
Bitte beachte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keinerlei Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus. Auf nahezu allen P2P Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen! Alle Links zu den Investment-Plattformen sind in der Regel Affiliate/Werbe-Links (normalerweise mit * gekennzeichnet), bei denen du in der Regel Vorteile hast und ich eine kleine Provision verdiene.

Mein Investment auf Crowdpear

Zunächst einmal schauen wir auf mein Portfolio auf der P2P Plattform. Nachdem ich anfangs noch recht vorsichtig war, habe ich die Plattform recht schnell in mein offizielles P2P Portfolio aufgenommen und weitere Gelder eingezahlt. Derzeit beträgt mein Portfoliowert fast 8.000 EUR und damit ist Crowdpear auf einem guten Weg das erste Loyalty Level (10.000 EUR) zu erreichen. Das sollte in den nächsten Monaten passieren und dann gibt es nochmal 0,5% Zinsen obendrauf.

Mittlerweile überweise ich auch oft recht kleine Beträge, wenn ich mal ein interessantes Projekt sehe, um es auch abseits größerer Überweisungen mitzunehmen. Zudem möchte ich auch nicht viel Geld auf den Plattformen “arbeitslos” liegen lassen, da dies die Rendite drückt. Das ist aber auch gar nicht notwendig, denn nutzt man beispielsweise Revolut* ist das Geld werktags innerhalb von 1 – 2 Stunden auf dem Konto und man kann so recht schnell reagieren, wenn einem was ins Auge springt.

Derzeit halte ich 59 Projekte auf Crowdpear, 17 wurden bereits erfolgreich und ohne jede Verzögerung abgezahlt. Bei den aktuellen Fällen gibt es bei 2 Projekten Verzögerungen, bei einem wurde sogar der Kreditvertrag gekündigt, was faktisch einen Ausfall bedeutet. Jedoch bekommen Investoren 5% Verspätungszuschlag aufs Jahr gerechnet. Die Projekte können also gern noch ein bisschen verzögert bleiben 🙂

crowdpear portfolio

So hat sich mein Crowdpear Portfolio seit 2023 entwickelt.


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Wie sehen die Ergebnisse nach einem Jahr aus?

Die ersten Zinsen auf Crowdpear flossen im Mai 2023, also 4 Monate nach meiner ersten Überweisung. Das Investment brauchte somit etwas, um in Fahrt zu kommen. Nach etwas mehr als einem Jahr, konnte ich nach Abzug von 10% Quellensteuer bisher 353,05 EUR an Zinsen vereinnahmen. Die Quellensteuer kann man jedoch zu 100% gegen die Kapitalertragssteuer rechnen, was am Ende für keinen großen Verlust sorgt. Man hat lediglich unterjährig bereits einige Steuerabzüge, die jedoch kaum ins Gewicht fallen.

2024 rechne ich mit rund 700 EUR Zinsen von Crowdpear, 2025 mit deutlich über 1.000 – 2.000. Waren die Zinsen anfangs recht unregelmäßig, hat sich durch die Projektbreite eine Basis eingestellt.

Bis zum heutigen Tag konnte ich mit den erwirtschafteten Zinsen eine Rendite von 9,87% erreichen, Crowdpear zeigt mir hier 11,75% an. Die Ursache der Differenz liegt vermutlich in unterschiedlichen Berechnungsmethoden von Portfolio Performance gegenüber Crowdpear begründet. Da über 50% meiner Investments eine Rendite von mindestens 12% ausweisen, wird die Rendite-Tendenz mittelfristig eher steigend sein.

Zudem wähle ich die Projekte nicht speziell aus. Im Grunde nehme ich aktuell fast alle Projekte mit.

crowdpear performance

Die Entwicklung meines monatlichen Einkommens von Crowdpear seit 2023.

Wie hat sich Crowdpear seitdem entwickelt?

Schauen wir auf die Plattform selbst, dann kann man zurecht sagen, dass sie sich mittlerweile etabliert hat. Laut meinen eigenen Aufzeichnungen, hat man seit dem Start unter anderem die folgenden Dinge erreicht:

  • ca. 6.500 Investoren an Bord geholt.
  • ECSP Lizenz und Anpassung an regulatorische Gegebenheiten.
  • Zweitmarkt mit Counter-Offer Funktion.
  • Über 10 Millionen EUR finanziert.

Im Vergleich zu anderen gestarteten Plattformen in einem ähnlichen (nicht gleichen) Bereich, wie beispielsweise Indemo, ist Crowdpear sehr schnell gewachsen. Mit ein Grund dafür dürfte der eingangs erwähnte Vertrauensvorschuss und das Cross-Marketing mit der sehr erfolgreichen Plattform PeerBerry sein.

Mittlerweile verwaltet Crowdpear ein Portfolio mit einem Volumen von über 8 Millionen EUR. Zum Vergleich: Profitus, ebenfalls auf Litauen fokussiert, verwaltet 58 und Estateguru 257. Crowdpear ist also noch sehr klein, hat aber gute Chancen sich noch zu vervielfachen.

crowdpear kreditvolumen

Das monatliche Finanzierungsvolumen von Crowdpear stieg seit Beginn stetig an.


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Status der Kredite

Ein weiterer Punkt, wieso das Wachstum von Crowdpear sehr gut ist, dürfte die Kreditbilanz sein. Bis zum heutigen Tag gab es noch keine wirklich großen Probleme. Zwar hat man keine weiße Weste mehr, dennoch gehört die Bilanz von Crowdpear bisher zu den besten der Industrie. Überhaupt sind die litauischen Immobilien-Plattformen bisher eine Klasse für sich und kaum vergleichbar mit beispielsweise Estateguru.

Hier mal einige Zahlen der Ausfall- und Verspätungsquoten einiger Immobilien-Plattformen im Vergleich. Die Zahlen beziehen sich immer auf das historische Portfolio, nicht das ausstehende:

  • InRento: 0% verspätet, 0% ausgefallen
  • Crowdpear: 3% verspätet, 0,75% ausgefallen
  • Profitus: 2% verspätet, 0,9% ausgefallen
  • Crowdestate: keine Angaben zu Verspätungen, 11,6% ausgefallen
  • Estateguru: 0,9% verspätet, 23,84% ausgefallen
  • Reinvest24: keine Angaben zu Verspätungen, über 80% ausgefallen

Die Zahlen von Crowdpear sind aus meiner Sicht noch ein bisschen besser zu bewerten, da sie von allen Plattformen noch die Kleinste ist. Eine einzige Verspätung bzw. Ausfall treibt die Quote somit stärker als bei anderen Plattformen.

crowdpear projektstatus

Bisher macht Crowdpear einen guten Job.

Was mir nicht gefällt!

Crowdpear befindet sich weiter im Aufbau und viele Dinge werden sich sicher noch ändern. Auch wenn ich von der Plattform überzeugt bin und es nicht viel Kritik gibt, habe ich doch einige Dinge, die mich stören. Beispielsweise gibt es bei den einzelnen Projekten keine Status-Übersicht über die Verspätungen. Zwar bekommt man diese transparent über die News mit, jedoch kann man sie beim Projekt selbst nicht sehen.

Auch finde ich die Projekt-Gesamtliste unschön gelöst, sie ist viel zu groß in der Breite. Hier würde ich mir die Möglichkeit wünschen, Dinge filtern zu können, denn einiges ist für mich gar nicht relevant und kostet nur Zeit.

Ein nerviges und immer wiederkehrendes Thema ist auch das DAS-1 Formular, welches direkt zu Jahresbeginn ohne Verzögerung eingereicht werden muss. Das ist natürlich nicht immer ganz einfach. Dieses Jahr war ich beispielsweise bis Mitte Januar weg und dann hat das Finanzamt noch 2 Wochen zur Bearbeitung gebraucht. Hier würde ich mir wünschen, dass die Möglichkeit geschaffen wird, den Investoren einen Monat Zeit dafür einzuräumen.

crowdpear news seite

Die News-Sektion auf Crowdpear gilt für alle Projekte und lässt eine Übersichtlichkeit vermissen.


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Endlich mal eine Plattform ohne Cashdrag!

Was ich an Crowdpear dagegen sehr schätze, und überhaupt an den meisten Plattformen mit größeren Projekten, das ist der fehlende Cashdrag. Auf Plattformen wie Esketit oder Income Marketplace ist man zeitweise wöchentlich am rumrödeln, um irgendwie seine Gelder in die teilweise 30-Tage laufenden Kredite zu pressen. Das läuft auf Crowdpear entspannter!

Es gibt zwar kleinere Projekte, die sehr schnell gefüllt sind und die man verpasst, wenn man kein Geld auf der Plattform hat, haben die Kredite aber ein gewisses Volumen, gibt es keinerlei Probleme. Und selbst mit der aktuellen Anzahl an Investoren ist hier noch viel Luft nach oben. Ist man einmal in ein Projekt investiert, hat man für viele Monate seine Ruhe.

crowdpear primärmarkt

Cashdrag Fehlanzeige auf Crowdpear

Was können wir von Crowdpear erwarten?

Ich denke, wir können in Zukunft noch einiges von Crowdpear erwarten. So befindet sich beispielsweise eine App in der Entwicklung. Das sie das ganz gut können, haben sie schon mit PeerBerry bewiesen, ich bin daher gespannt, wie die App von Crowdpear aussehen wird.

Ansonsten gehe ich davon aus, dass Crowdpear den aktuellen Pfad weiterverfolgen und wachsen wird. Vor allem bin ich gespannt, wie schnell sie den ersten Ausfall nun erledigen können und ob vielleicht mittelfristig auch neue Länder mit ins Portfolio kommen. Wenn das der Fall sein sollte, wäre es wie immer ratsam, sich diese erst in Ruhe anzuschauen, bevor man hier tätig wird.

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Mein Crowdpear Fazit nach einem Jahr

Ich bin ziemlich optimistisch gestimmt, was Crowdpear angeht. Die Rendite befindet sich in einem ordentlichen Bereich und ich muss mir auch über Ausfälle bisher keine großen Gedanken machen. Klar, irgendwann werden auch diese vielleicht mal häufiger kommen, aber bisher sieht das noch gut aus. Übrigens war das auch bei Estateguru jahrelang so, nur mal am Rande bemerkt (2014 ist die Plattform, 2018 der erste Ausfall).

Da Crowdpear jedoch bisher nur auf dem Heimatmarkt tätig ist, wo man sich scheinbar sehr gut auskennt, sehe ich hier derzeit keine grauen Wolken aufkommen.

Es gibt also momentan keinen Grund Crowdpear nicht weiter aufzubauen und so werden weitere Mittel Richtung Litauen fließen. Ich gehe davon aus, dass mein Investment dort noch in diesem Jahr die 10.000 EUR passieren wird. Damit hätte ich dann auch das erste Loyalty Level erreicht und würde noch einmal 0,5% Rendite obendrauf bekommen.

An regelmäßige Ausschüttungen nach meinem 100 EUR Schein Prinzip ist jedoch aufgrund der in der Regel quartalsweisen Zinszahlungen vorerst nicht zu denken. Ich vermute, dass ich hierfür um die 20.000 EUR brauche, aber auch die werde ich früher oder später erreichen, wenn Crowdpear weiterhin so eine Performance zeigt oder ich vielleicht Estateguru doch aufgeben und einige Gelder transferieren werde.

Wie siehst du Crowdpear heute? Hat sich die Plattform so entwickelt, wie du es dir vorgestellt hast oder eher nicht? Schreib es jetzt in die Kommentare!

Crowdpear – Zahlen und Fakten nach einem Jahr Investment, das Video zum Beitrag

Weitere Einblicke in mein Investment findest du im Video auf meinem YouTube Kanal. Wenn du ihn unterstützen möchtest, dann abonniere ihn gerne!

Über den Autor

Lars WrobbelMoin! Ich bin Lars und schreibe auf diesem Blog schon seit 2015 über meine Erfahrungen beim Investieren in P2P-Kredite. Ich habe zusammen mit Kolja Barghoorn auch das deutsche Standardwerk zum Thema geschrieben, welches auf mehreren Portalen zum Bestseller wurde und regelmäßig aktualisiert wird.

Darüber hinaus gibt es um den Blog auch noch Deutschlands größte P2P Community auf vielen verschiedenen Kanälen, auf der du dich mit tausenden von anderen Investoren austauschen kannst, wenn es mal schnell gehen muss. Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren willst, kannst du das auf meiner Über-Mich Seite tun.

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