P2P Kredite News KW 44 2023 – Aus für P2P Kredite in Polen, so reagieren die P2P Plattformen

p2p kredite news polen cover

Willkommen zu den P2P Kredite News aus der KW 44 2023 mit den neuesten Nachrichten aus der Welt der P2P Plattformen. Heute geht es natürlich um die Ankündigung von PeerBerry sich von den P2P Krediten aus Polen zurückzuziehen und der damit einhergehenden Unsicherheit. Wir sprechen weiterhin über die Deadline der ECSP Lizenz, das Bondora Upgrade und dessen Status, ein neues Feature bei Viainvest und gute Nachrichten für Bondster Investoren.

5 P2P News in extremer Kürze auf YouTube, dem Podcast & hier, damit ihr auf dem aktuellsten Stand seid. Ganz schnell & ganz kurz unter dem Motto, 5 News in 5 Minuten. Viel Spaß mit den News der letzten Woche.

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News 1: Polen schockt P2P Anleger!

In der letzten Woche kam es wie ein Blitz aus heiterem Himmel. PeerBerry* gab seinen Rückzug vom polnischen Markt bekannt aufgrund von neuen regulatorischen Vorgaben, die am 01.01.2024 in Kraft treten werden. Nach diesen ist es Kreditgebern gesetzlich nicht mehr möglich extern Geld (z.B. von P2P Plattformen) einzusammeln. Das betrifft natürlich nicht nur PeerBerry, sondern alle P2P Plattformen. In PeerBerrys Fall geht es um die Schließung eines Portfolios von über 17 Millionen Euro. Diese sollen durch neue Kreditgeber kompensiert werden, was aber wohl nicht zur Gänze möglich ist.

Wichtig ist jedoch, dass es nur für neue Kredite ab dem 01.01. und nur für Konsumkredite gilt. Bestehende Kontrakte laufen weiter und dürfen abgearbeitet werden. Ebenso hat es keinen Effekt auf Geschäftskredite. Fraglich ist aus meiner Sicht, wie P2P Plattformen damit umgehen, die einen großen Anteil am polnischen Markt auf der Plattform haben. Beispielsweise Twino und Swaper. Bisher hat sich noch nichts gerührt.

Zudem ist noch wichtig zu erwähnen, dass das Gesetz bereits 2022 verabschiedet wurde. Alle Plattformen und Kreditgeber sollten somit genug Zeit gehabt haben, sich darauf vorzubereiten. Das dies jedoch nicht frühzeitig kommuniziert wurde, wirft kein gutes Licht auf die Plattformen. Ich hoffe, dass sich nicht nur PeerBerry bereits darauf vorbereitet hat, sondern alle Plattformen.

Ich füge euch daher an dieser Stelle ein Tabelle ein, die ich laufend aktualisieren werde, sobald ich neue Informationen bekomme. Diese enthält zunächst alle wichtigen P2P Plattformen (aus meiner Sicht), die aktuell polnische Kredite im Portfolio haben und diese auch aktiv anbieten.

P2P Plattform Anteil am ausstehenden Portfolio Reaktion Fazit
PeerBerry ca. 17% Rückzug vom polnischen Markt und Ablösung des Portfolios bis zum Ende des Jahres. Keine Probleme zu erwarten
Mintos (diverse Kreditgeber) nicht bekannt Mir wurden vereinzelt Supportmeldungen zugetragen, die bestätigen, dass es bei Kreditgebern wohl keine Probleme geben wird. Keine Probleme zu erwarten
Twino ca. 50% Der polnische Kreditgeber fällt nicht unter die neue Regulierung, da man eine Lizenz als Zahlungsdienstleiter hat.  Keine Probleme zu erwarten
Viainvest ca. 4% Das polnische Geschäft wird aufgegeben. Keine Probleme zu erwarten
Swaper nicht bekannt (aber wahrscheinlich hoch) Das polnische Geschäfts wird mithilfe einer Zwischenfirma weitergeführt. Ungewiss, da die Regulierung bewusst umgangen wird.
Hive5 ca. 40% Polnische Konsumkredite werden ab Januar nicht mehr angeboten. Keine Probleme zu erwarten
Lonvest nicht bekannt Polnische Konsumkredite werden ab November  nicht mehr angeboten. Keine Probleme zu erwarten
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News 2: ECSP Deadline in dieser Woche!

Und nicht nur was Polen angeht, dürften viele P2P Anleger in dieser Woche gespannt in die Postfächer schauen (oder diesen Beitrag). Denn am 10. November, also am Freitag, tritt die ECSP Lizenz für Crowdfunding-Plattformen in Kraft. Für P2P Plattformen aus Litauen bedeutet dies somit die Woche der Wahrheit, denn für Litauen gilt: hat man keine Lizenz, dürfen keine neuen Projekte mehr hochgeladen werden. Das würde viele Plattformen betreffen, unter anderem bekannte Immobilien-Plattformen wie InRento oder Profitus.

Die PeerBerry Ablegerplattform Crowdpear hat diese dagegen schon erhalten. Der Unterschied in der Geschwindigkeit des Lizenz-Erhalts dürfte darin begründet liegen, dass Crowdpear* vom Start weg auf die regulatorischen Vorgaben entwickelt werden konnte, während andere Plattformen noch mit Anpassungen beschäftigt sind. Dennoch glaube ich im Grunde, dass das für viele der litauischen Plattformen nur eine Formalität sein sollte und erwarte eigentlich keine Probleme. Wie streng die nationalen Vorgaben in anderen Ländern (z.B. Lettland) nach der Deadline sind, ist mir nicht bekannt.

Möchtest du mehr über Crowdpear wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Crowdpear Erfahrungen durchlesen. Die Plattform bietet einen allgemeinen Anmeldebonus von 0,5%* auf deine Investments in den ersten 90 Tagen.


crowdpear regulierung

Crowdpear hat bereits die ECSP Lizenz.

News 3: Bondora kämpft mit dem Update

Und es wird noch nicht besser. Denn eigentlich sollte ja bei vielen Bondora Go & Grow Investoren in der letzten Woche das neue Update ausgerollt werden. Das scheint wohl bisher weiter lediglich für ganz neue Anleger zu funktionieren, alle anderen haben meinem Wissen nach weiterhin die alte Version. Bondora berichtet hier von “unerwarteten Verzögerungen”, die erst gelöst werden müssen. Als kleine Entschuldigung dafür bietet die Plattform bis zum 7.11. kostenfreie Überweisungen von Go & Grow Unlimited zum regulären Go & Grow an, was sonst 1 EUR kostet.

Ansonsten läuft Bondora im Grunde wie immer und für den September berichtete man von 15 Millionen EUR an ausgegebenen Krediten und ca. 1.000 neuen Anlegern. In Spanien bleiben die Kreditvergaben weiterhin wegen einer Überprüfung der Daten geschlossen.

Möchtest du mehr über Bondora wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Bondora Erfahrungen durchlesen. Speziell zu Bondora Go & Grow und auch Bondora Go & Grow Unlimited gibt es ebenfalls eine Anleitung. Für neue Investoren gibt es nach wie vor 5 EUR Startbonus*.


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Bondora Go & Grow 2.0 coming soon….


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News 4: Neue Reports bei Viainvest

Die lettische P2P Plattform Viainvest* arbeitet weiter an der Usability für Investoren, die das etwas in die Jahre gekommene Interface bisher eher weniger bietet. Seit letzter Woche gibt es nun quartalsweise Bewegungsberichte für euer gesamtes Portfolio. In diesen könnt ihr genau nachvollziehen, was im letzten Quartal passiert ist und eure eigenen Auswertungen machen.

Die für mich interessantere Information war aber auf dem Plattform-Blog zu finden. Hier berichtete man, dass der Vietnam-Geschäftskredit (VAMO Joint Venture) mit Fälligkeit am 24.10. zurückgezahlt wird. Ich habe in dieses Projekt damals selbst ca. 2.000 EUR investiert und würde diese lieber in den neuen Asset Backed Securities sehen, die kürzere Laufzeiten haben. Aktuell wartet man hier wohl auf das Geld.

Möchtest du mehr über Viainvest wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Viainvest Erfahrungen durchlesen. Auf der P2P Plattform gibt es aktuell 1% Cashback nach 90 Tagen über meinen Link*


viainvest report

Der neue Report von Viainvest soll quartalsweise in deinem Profil landen.

News 5: RapiCredit zahlt Gelder zurück + Cashback

Eine gute Nachricht kam in der letzten Woche ausgerechnet von der eher als wenig vertrauenswürdig einzustufenden P2P Plattform Bondster*. Wie einige von euch wissen, hatten sie Probleme mit dem Kreditgeber RapiCredit. Und wenn Bondster Probleme mit einem Kreditgeber hat, dann verheißt das in der Regel nichts gutes. Anders lief es jedoch in diesem Fall und Investoren bekamen alle RapiCredit Gelder inklusive 17% Zinsen zurück. Ende gut alles gut.

Ich hatte Bondster Ende 2022 aufgrund fehlender Transparenz in eben diesem Problem-Handling verlassen. Das bleibt auch weiterhin so, jedoch überlege ich aktuell kurzfristig wieder etwas Geld anzulegen, denn die Plattform bietet einen Cashback Bonus von bis zu 200 EUR an und diesen könnte man mit Kurzläufern recht schnell mitnehmen. Man muss eben nur einen finden, dem man das Geld für einige Wochen anvertrauen möchte 🙂

Möchtest du mehr über Bondster wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Bondster Erfahrungen durchlesen. Die Plattform bietet einen allgemeinen Anmeldebonus von 1,0%* auf deine Investments in den ersten 90 Tage.


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Nettes Cashback auf Bondster. Soll ich?


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Dein Feedback zu den P2P Kredite News

Das waren die kurzen News für diese Woche, bei denen es diesmal primär um das Thema “P2P Kredite Polen” ging. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinem Feedback auf dem Blog und wenn du den Inhalt wertvoll findest, teile ihn gern! Vielen Dank!

Die P2P Kredite News als Video

Über den Autor

Lars WrobbelMoin! Ich bin Lars und schreibe auf diesem Blog schon seit 2015 über meine Erfahrungen beim Investieren in P2P-Kredite. Ich habe zusammen mit Kolja Barghoorn auch das deutsche Standardwerk zum Thema geschrieben, welches auf mehreren Portalen zum Bestseller wurde und regelmäßig aktualisiert wird.

Darüber hinaus gibt es um den Blog auch noch Deutschlands größte P2P Community auf vielen verschiedenen Kanälen, auf der du dich mit tausenden von anderen Investoren austauschen kannst, wenn es mal schnell gehen muss. Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren willst, kannst du das auf meiner Über-Mich Seite tun.

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8 Kommentare
  1. Mario sagte:

    Hi Lars, wie sieht es bei Mintos bezüglich der Rückholung von WOW Kredite aus? Derzeit gibt es eine Umfrage sich mit 1,7 % oder mehr an den Gerichtskosten zu beteiligen. Eigentlich hätte Mintos, dies schon einkalkulieren sollen bei der Vergabe von Krediten und nicht im nachhinein draufkommen, dass es bei einem Ausfall die Gerichtskosten schwer zu Finanzieren sind. Bei der Inflation der Lira wird man von den 1,7 % oder mehr wohl nicht mehr viel sehen… zum Glück betrifft es mich kaum, da ich nur gering in WOW Notes Investiert bin…

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Mario, ich habe die Mail gesehen und werde nächste Woche in den News vielleicht was dazu sagen. Generell denke ich nicht, dass Mintos sowas hätte einplanen müssen. Das ist ein bisschen too much, da dies nicht der Standardfall ist.

  2. Mario sagte:

    Hi Lars, wie werden die Fractional Bonds eigentlich versteuert werden in Österreich oder Deutschland? Wie Notes oder anders? In Österreich haben wir ja den Nachteil gegenüber Deutschland, dass wir Notes Gewinne zum Einkommen zählen müssen und hier der Steuersatz bis zu ca. 50 % beträgt. Bei Anleihen wären es nur 27,5 % unabhängig vom Einkommen. Wie sieht es bei Fractional Bonds aus? Mir ist klar, dass du kein Steuerberater bist… nichts desto trotz ist dies ein Thema das interessant ist und evetuell bezüglich der neuen Anlageklassen in einem Blogbeitrag näher beleuchtet werden könnte…

    Grüsse aus Österreich

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Mario,

      meinem Wissen nach ist die Besteuerung identisch zu den Krediten. Ich bin aber selbst (noch) nicht investiert, daher kann ich es nicht gesichert sagen. Das war nur das, was ich aus der Community gehört habe.

    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Smally,

      das stimmt im Grunde. Wenn ich in ihren letzten Geschäftsbericht schaue, dann ist Polen sehr wahrscheinlich nicht einmal in den Top 3 ihrer Kreditgeber (Mit Abstand die größten Märkte sind Estland, Finnland und Spanien). Zudem gehört der polnische Kreditgeber der Gruppe an und so wird es vermutlich ein leichtes sein, das Geschäft quer zu finanzieren. Um Creditstar mache ich mir (zumindest in dieser Hinsicht) keinerlei Sorgen. Bedrohlich ist es für die Unternehmen, die keine weiteren Finanzierungsquellen haben und nahezu vollständig auf Polen setzen.

      Sollte es hier aber ein Statement geben (was ich nicht glaube), werde ich sie ergänzen. Danke für deinen Hinweis!

      Grüße

      Lars

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