Coverbild Dividenden-Alarm

Im heutigen Investoren-Interview gibt es mal wieder einen etwas bekannteren Bloggerkollegen, der mir meine Fragen beantwortet hat. Die Rede ist vom Dividenden-Alarm Erfinder Alex Fischer. Nicht der Immobilientyp, sondern der Dividenden-Fischer 🙂 Auf seinem Blog schreibt er über die Dividendenstrategie und wie man sie richtig anwendet. Und der Herr weiß, wovon er redet, denn durch die Anwendung des Dividenden-Alarm ist er selbst finanziell frei geworden. Obwohl Alex anfangs mit P2P Krediten nicht viel anfangen konnte, investiert er mittlerweile auch in diese spannende Anlageklasse. Allerdings etwas anders, als es die meisten aus unserer Community tun. Viel Spaß beim nächsten Interview!

Inhalte

Das Interview

1. Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du, was tust du und was ist dein leidenschaftliches Hobby?

Hallo Lars, vielen Dank für dein Interesse an meiner Investoren-Karriere und die Einladung für dieses Interview. Ja kurz zu mir, mein Name ist Alex Fischer, ich bin verheiratet und habe eine Tochter, die bald 7 Jahre alt wird. Bis vor kurzem haben wir im südlichen Bayern, zwischen München und dem schönen Tegernsee gewohnt.

Meine Hobbys habe ich seit langem zu meinem Beruf gemacht und in der Kurzversion bezeichne ich mich als Investor & Publisher. Im weiteren Verlauf des Interviews, gehe ich gern noch näher darauf ein. Auch auf den Dividenden-Alarm 😉

Anfang des Jahres 2014 bin ich, im Alter von 37 Jahren, aus dem aktiven Hamsterrad ausgestiegen und habe meinen Angestellten-Job an den Nagel gehängt. Seitdem führe ich ein sehr selbstbestimmtes und finanziell freies Leben. Unsere aktuelle Herausforderung ist, dass wir unser bisheriges Leben in Deutschland hinter uns lassen und auf Langzeitreise gehen. Wir möchten also auch hier die Freiheit genießen und auch andere menschliche Werte kennenlernen.

Dividenden Alarm Alex Fischer

2. Wie sieht Deine Karriere als Privatinvestor bisher aus? Womit und wann hast Du begonnen, wo stehst du heute?

Rückblickend betrachtet, habe ich schon jede Menge erlebt. Positives wie negatives. Gerade in den Anfangsjahren seit meiner Ausbildung, war ich umgeben von Beratern und Verkäufern. Mir konnte man damals alles Mögliche andrehen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich stark überversichert war und ein Großteil meines Geld in fremde Taschen floss (und ganz sicher nicht in den Dax). So entschied ich mich für mehr Eigeninitiative und nahm meinen Vermögensaufbau selbst in die Hand.

Dokumentiert habe ich dann meine aktive Vermögensentwicklung seit dem Jahr 2001 und seit meinem beruflichen Ausstieg im Jahr 2014 liegt mein Hauptaugenmerk auf der Vermögensoptimierung.

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3. Bevorzugst Du mehr Kurz- oder Langzeitinvestitionen?

Mein Hauptfokus liegt auf Dividenden Aktien und hier im speziellen auf großen Unternehmen die eine hohe Dividenden-Kontinuität und eine gute Dividendenrendite bieten. Meine Anlagestrategie habe ich in den letzten Jahren immer mehr verfeinert. So investiere ich hauptsächlich in Phasen in denen der Markt unterbewertet ist und investiere dann auch nur in unterbewertete Aktien. Da diese Phasen nicht allzu häufig vorkommen braucht es viel Geduld und somit bin ich ein absoluter Langzeitinvestor. Richtiger Vermögensaufbau will geplant sein um ein passives Einkommen und mehr Freiheit zu erreichen.

4. Was hat Dich zum P2P-Investment gebracht?

Meine Strategie ist so ausgelegt, dass ich nur in bestimmten Marktphasen investiere. Wenn ich investiere, dann zusätzlich zu meinem Eigenkapital auch mit Fremdkapital, welches ich in neutralen Marktphasen wieder zurückzahle. Dennoch verbleibt ein gewisser Zeitraum, nach Rückzahlung des Fremdkapitals und bis hin zu einer erneuten Kaufphase, in der ich hauptsächlich mein Cash sammle. Mit der Zeit sammelte sich bei mir ein ordentlicher zweistelliger Prozentsatz meines Vermögens an, welcher zinstechnisch gesehen nur brach lag.

Dank dir Lars, habe ich mich dann mehr mit dem Thema P2P-Kredite befasst, weil ich eine alternative Lösung für mein Cash gesucht habe. Mich hat hier allerdings weniger das langfristige Investment in P2P-Kredite interessiert. Ich war auf der Suche nach einer Anlageform, in der ich zum einen attraktive Zinsen bekomme, aber gleichzeitig auch kurzfristig (max. innerhalb eines Monats) wieder über mein Cash verfügen kann. Und hier habe ich für mich mittlerweile eine sehr gute Lösung gefunden.

5. Auf welchen P2P-Plattformen bist du derzeit aktiv?

Aktuell bin ich bei Bondora und Mintos aktiv. Zum einen, weil sie sehr groß und liquide sind und zum anderen, weil ich sie auf meine Anforderungen getestet habe und sie genau meinen Bedarf abbilden. Ich kann so von den lukrativen Konditionen bei P2P-Krediten partizipieren und gleichzeitig kurzfristig über mein geparktes Cash verfügen. Dazu nutze ich bei Bondora ausschließlich das Produkt Go & Grow und bei Mintos kurzlaufende Kredite, welche über die zuverlässigen Rückzahlungsgarantien zügig wieder ins Cash zurückkommen.

Peerberrry

6. Wenn Du an Deine bevorzugte bzw. meistgenutzte P2P-Plattform denkst, was ist in Deinen Augen der Hauptvorteil dieser Plattform?

Ich hatte im Vorfeld mal Twino getestet. Hier habe ich versucht den Autoinvest auf kurzlaufende Kredite mit Rückzahlungsgarantie einzustellen. Wie mir angezeigt wurde, entspricht dieses Vorauswahl ca. 97% der Einstellungen anderer Twino Investoren. Verständlich, jeder will wenig Risiko mit maximaler Rendite. Das Problem war dann aber, dass Twino es nicht schaffte, innerhalb von wenigen Tagen meinen kleinen vierstelligen Betrag unter die Leute zu bringen.

Für mich ist die Liquidität aber das wichtigste überhaupt, da ich praktisch deutlich höhere Summen investieren muss. Und wenn sich eine Plattform schon mit einem kleinen Betrag schwer tut, so wird sie mir mit größeren Beträgen erst Recht nicht helfen können.

Und hier liegen klar die Vorteile von großen und vor allem liquiden Plattformen. Das Kapital sollte zügig investiert oder auch wieder in Cash umgewandelt werden können. Plattformen die sich schwer tun, Gelder schnell und umfassend anlegen zu können, werden es meiner Meinung nach langfristig schwer haben.

Mintos zum Beispiel hat nach der Aktivierung des Auto-Invest direkt damit begonnen, mein Kapital in unzählige Kredite zu streuen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber es hat bestimmt eine Stunde gedauert, dann war alles investiert. Auch der Cash-Rückfluss durch Tilgungen, Zinsen, Bonus und Rückkäufe von Krediten, läuft derart zügig, dass ich nach gut einem Monat und ausgeschaltetem Auto-Invest direkt fast 50% meiner Investitionssumme wieder im Cash hatte. Und das entspricht im Prinzip genau meinen Anforderungen.

Das neue Produkt Go & Grow von Bondora zielt auch genau auf dieses Szenario ab. Man investiert sein Kapital, partizipiert von den attraktiven Konditionen der P2P-Kredite (wenn auch in geringerem Maße) und kann kurzfristig, praktisch sofort, wieder über sein Geld verfügen. Bei Bondora sind die Konditionen deutlich geringer als bei Mintos, aber ich muss auch nicht mehr als einen Monat warten um an mein Cash zu kommen.

7. Welche Vorteile hat P2P-Investment Deiner Meinung nach gegenüber anderen Investment-Formen?

Zum einen stellen P2P-Kredite eine gänzlich andere Form von Anlageklassen dar, was man bisher so kannte (Sparbuch, Bausparer, Aktien, ETFs, Immobilien usw.) was gut für die Diversifizierung des gesamten Portfolios im Depot ist. Für mich ist auch das Risiko überschaubar, da ich langfristig betrachtet nur in gewissen Marktphasen und dann auch nur mit einem geringen Teil meines Vermögens investiert bin. Auch die extrem kleinteilige Aufteilung des Kapitals ist sehr hilfreich, um das Gesamtrisiko weiter zu verringern. Und gerade, wenn man P2P-Kredite zum Parken seiner Liquidität nutzt, sind die Zinsen im Vergleich zum Tagesgeldkonto schon paradiesisch.

Und sind wir mal ehrlich. Kredite sind in der Konsumwelt das normalste was es mittlerweile gibt. Heute bekommt man auf Zuruf für all seine Wünsche Kredite nachgeworfen. Wenn das funktioniert, warum sollte dann das Beteiligen an solchen Krediten was negatives sein? Jedes Investment birgt Chancen und Risiken, die jeder für sich abwägen muss. Es gibt hier kein richtig oder falsch.

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8. Viele Menschen glauben, ein P2P-Investment sei unsicher, da dort nur Menschen investieren, die bei einer Bank keinen Kredit bekommen, wie denkst du darüber und was würdest du einem solchen Menschen sagen?

Wenn ich mir die zahlreichen Darlehensanbahner ansehe, dann stecken hier auch etliche Banken (Tochterfirmen) oder Finanzinstitute dahinter. Sie lagern praktisch auch nur ihr Risiko aus und bieten dennoch den Menschen vor Ort eine Möglichkeit ihr Leben zu finanzieren.

Man muss auch den Blick aus der eigenen Welt mal etwas abschweifen lassen und den Gedanken zulassen, dass es da draußen viele Länder gibt, die eben nicht eine vergleichbare Banken-Infrastruktur haben, wie wir sie gewohnt sind. Viele Menschen sind froh, überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, einen Kredit aufnehmen zu können. Sie haben meist nicht die Wahl, über Vergleichsportale sich die günstigsten Konditionen herauszusuchen. Sie müssen nehmen was ihnen angeboten wird.

Langfristig denke ich, dass sich der Markt weiter vergrößern wird. Die Angebote werden umfassender und es werden sich für Kreditnehmer Alternativen bieten. Dies wird dazu führen, dass P2P weltweit eine größere Rolle spielen wird. Dies geht dann aber auch einher, mit sinkenden Konditionen, klar durch mehr Angebot und weniger Risiko. Aber auch wenn ich dann nur noch 7% statt 12% erhalte oder Bondora sein Go & Grow auf 4,5% runterschraubt, so gewinnt die Anlageform meines Erachtens gerade dadurch erst ihren Charme.

9. Investierst Du automatisiert oder manuell?

Ich investiere grundsätzlich mittels Auto-Invest, welchen ich aber deaktiviere, sobald ich meine Chancen mehr im Aktienmarkt sehe. Sollte mein System, der Dividenden-Alarm eine Kaufphase erkennen, würde ich praktisch mein Cash abziehen und in den Aktienmarkt werfen. Einfach, weil ich hier langfristig deutlich höhere Renditen erzielen kann, zu einem (für mich) vergleichbar geringerem Risiko.

Regulierung von P2P Krediten

10. Wie sieht deine P2P-Anlagestrategie aus bzw. welche Ziele verfolgst du mit deinem P2P-Investment?

Für mich steht das Parken meiner Cash-Liquidität im Vordergrund. Daher möchte ich in gewissen Marktphasen mein Cash in P2P-Kredite umschichten und kurzfristig nach Bedarf wieder verfügbar haben. Aufgrund meines Volumens kann ich eigentlich nur auf den großen Plattformen investieren.

Ich nutze daher Mintos für einen vorher definierten Anteil meines Cash, den ich nach einem Monat unbedingt wieder in Cash haben möchte und den restlichen Cash-Betrag, den ich zum Parken freigeben kann, positioniere ich bei Bondora Go & Grow.

11. Wie sieht deine persönliche Anlagestrategie über alle Investmentformen hinaus aus?

Mein Hauptgebiet ist der Aktienmarkt. So versuche ich vorzugsweise in unterbewerteten Marktphasen zu investieren und kaufe mir dann nur wirklich günstig bewertete Dividenden Aktien mithilfe des Dividenden-Alarm. Solche Marktphasen kommen zwar nicht allzu häufig vor, dafür ist die Vorgehensweise umso lukrativer.

Warum der Aktienmarkt? Er bietet mir eine deutlich höhere Gesamtrendite (Kurs + Dividende), als andere Anlageformen. Zudem hält sich das Risiko für mich als Langfrist-Investor stark in Grenzen, da ich mich vorrangig auf die größten und bekanntesten Unternehmen der Welt konzentriere, welche mir auch eine attraktive Gewinnbeteiligung in Form einer Dividende bieten. Diese kann ich gezielt über Werte wie die Dividendenrendite etc. optimieren.

Ein weiterer wichtiger Standbein ist die Rohstoff-Strategie. Diese hat zum Teil sehr lange Zyklen, welche man im Auge behalten sollte. So gewichte ich in meinem Depot, je nach Zyklus, meine Rohstoffinvestments höher oder auch geringer. Im Umkehrschluss führt dies zu einer höheren oder niedrigeren Quote bei meinen Aktieninvestments.

Der letzte Punkt betrifft die Liquidität. Da ich unter anderem auch von meinen Investments und den Erträgen daraus meinen Lebensunterhalt bestreite, habe ich immer einen Blick auf meine Cashflows. Diese müssen, unabhängig von den unterschiedlichen Marktphasen, eine geringe Volatilität aufweisen und dennoch kontinuierlich wachsen.

12. Was war das bisher beste Investment deines Lebens?

Hier würde ich weniger eine Aktie oder einen anderen Trade hervorheben. Vielmehr ist es die Anwendung meiner Strategie, die mich sehr zufrieden stellt. Ich nenne sie die Dividenden-Alarm Strategie. Hier beobachte ich den Markt (Indikator) sowie einzelne Aktien (Signale der Aktie). Das Zusammenspiel der beiden, macht Investments erst so richtig lukrativ.

So erzielt man langfristig die besten Ergebnisse, wenn man unterbewertete Aktien in einem wirklich günstigen Markt kauft und viele Jahre später, wenn der Markt stark überbewertet ist und auch die jeweiligen Aktien wieder teuer gehandelt werden, wieder verkauft.

Und genau dieser Zyklus fasziniert mich immer wieder. Das entwickeln und konsequente anwenden meiner Dividenden-Alarm Strategie, ist daher für mich das beste Investment, was mir passieren konnte.

Risikohinweis:
Der Erwerb von Vermögensanlagen über P2P-Kredite ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

13. Du hast die Dividenden-Alarm Strategie bereits angesprochen, den auch ich regelmäßig nutze. Kannst du meinen Lesern einen kurzen Einblick geben (und vielleicht einen Lars-Rabatt :))

Das freut mich Lars und ich stehe dir gern bei deinen Entscheidungsfragen zur Seite. Das biete ich grundsätzlich all meinen Kunden an, was auch mit den Großteil meiner Betreuungsaufgaben ausmacht. Der persönliche Austausch mit meinen Lesern steht bei der Dividenden-Alarm Strategie absolut im Fokus. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass eine Mitgliedschaft kein Selbstläufer ist. Man muss selbst aktiv werden und sich mit den Gegebenheiten auseinander setzen. Und genau dabei unterstütze ich meine Leser.

Man muss verstehen lernen, dass der Markt nur selten wirklich lukrativ ist. Die meiste Zeit befindet sich der Markt in einer völlig normal oder leicht überbewerteten Phase. Viele meiner Kunden, die den Verlauf des Marktes beobachten, merken meist sehr schnell, dass es sich überhaupt nicht lohnt, stets und ständig am Markt zu kaufen. Viel wichtiger ist es, auf die wirklich lukrativen Situationen zu warten und dann vor allem auch ausreichend Cash in der Hinterhand zu haben. Leider haben viele Marktteilnehmer weder die nötige Geduld noch signifikantes Cash in wirklich wichtigen Marktphasen.

Die Dividenden-Alarm Strategie richtet sich daher in erster Linie an aktive Anleger, die bereits ihre Erfahrungen an den Kapitalmärkten gesammelt haben und sich schwer damit tun, einzuschätzen wann eine Aktie günstig oder teuer bewertet wird. Für die Beurteilung des Marktes hilft der Dividenden-Alarm Indikator und die Signale helfen die richtigen Aktien zu finden. Man sollte grundsätzlich nur dann Aktien kaufen, wenn eine Unterbewertung vorliegt – denn im Einkauf liegt der Gewinn und letztlich ein steigendes Einkommen.

Anleger die meinen, stets und ständig kaufen zu müssen, lieber kurzfristig traden als langfristig zu investieren oder selbst sehr gut den Markt beurteilen und Aktien bewerten können, für die ist die Dividenden-Alarm Strategie eher nicht geeignet!

Gern können sich deine Leser von der Strategie und deren praktischer Umsetzung überzeugen. Da es sich um eine langfristig ausgelegte Anlagestrategie handelt, macht ein kurzer Testzeitraum wenig Sinn. Für Interessenten habe ich daher ältere Auswertungen freigeschaltet. So können sie sehen was sie als Mitglied erwartet und mit welchen Daten sie arbeiten können. Darauf aufbauend beginnt dann die eigentliche Zusammenarbeit, ganz im Sinne des Lesers. Gern kann ich deinen Lesern 2 zusätzliche Monate (also statt 12 = 14 Monate im ersten Jahr) anbieten. Lest euch doch zuerst ein wenig ein und schreibt mir eure Fragen. Das Angebot verfällt nicht und ihr könnt mit Bezug auf dieses Interview gern davon partizipieren.

14. Wenn du dein Investment heute nochmal von 0 anfangen würdest, was würdest du anders machen?

Das aktuelle Wissen in uns, ist immer der absolute Hochpunkt unseres bisherigen Lebens. Nie haben wir zu einem früheren Zeitpunkt mehr Wissen gehabt, als heute. Somit tut man sich heute viel leichter, den gleichen Weg zu gehen, aber direkt alle Fehler und negativen Erkenntnisse auszulassen. Die Zeit zum Ziel wird dadurch deutlich verkürzt.

Tja was würde ich machen. Genau das, was ich heute tue, wofür ich aber viele Jahre Erkenntnisse sammeln musste. Ich glaube ich wäre direkt von Beginn an finanziell frei. 😉 Einfach, weil ich meinen Konsum direkt einschränken und aufs nötige konzentrieren würde. Meinen gesamten Cashflow würde ich nach meiner Anlagestrategie investieren und ohne zu zögern würde ich mich ins Unternehmertum stürzen.

Ich gebe daher immer gern den Rat, sich frühzeitig um eine wirklich anwendbare, erfolgreiche und umfassende Anlagestrategie zu bemühen. Die Suche danach und das Justieren der Feinheiten nimmt viel Zeit in Anspruch. Wer aber seine Strategie gefunden hat, sollte sie kontinuierlich anwenden und optimieren und sich dann nicht mehr auf der Suche nach einer anderen, vielleicht doch besseren Strategie begeben. Das hin und her springen zwischen verschiedenen Ansätzen, die vielleicht immer einige Jahre in Anspruch nehmen, kostet das halbe Leben.

15. Wie ich bist du Papa, wie legst du für deine Tochter Geld an?

Jetzt kommts bestimmt gleich ganz dick für mich. Anlegen für meine Tochter tue ich gar nichts.

Schweigen im Wald. Rabenvater! Wie kann er nur. 😉

Ich verfolge hier einen anderen Ansatz. Das was heute an jeder Ecke bemängelt wird, entspricht nicht der Auffassung: “Meine Eltern haben mir zum 18. Geburtstag keine 50.000 Euro geschenkt”.

Das Problem liegt in der Finanzbildung. Die meisten Eltern schaffen es in den ersten 18 Jahren nicht, ihren Sprösslingen beizubringen, wie das genau mit dem Geld (in welchen Belangen auch immer) funktioniert. Vermittlung von Finanzwissen, das Erlernen von wirklich freiem Denken sowie die Gabe Entscheidungen treffen zu können, ist das, worauf wir unseren Fokus in der in der Erziehung unserer Tochter konzentrieren.

Ich spare daher für meine Tochter selbst nichts separat an. Sie erbt auf der einen Seite sowieso was da ist und mir ist es wichtiger, ihr bis zur Volljährigkeit entsprechendes Finanzwissen und selbstständiges denken und handeln zu vermitteln.

Ohne zu wissen, wie sie richtig mit Geld im Leben umgeht oder wie sie es sich selbst verdient, bringt es gar nichts seinem Kind zur Volljährigkeit einen hohen Geldbetrag zu überlassen.

Und sollte sich eine positive Entwicklung im Laufe der Zeit abzeichnen, wäre es für mich das geringste, meine Tochter in jeglicher Form finanziell zu unterstützen.

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16. Du bekommst von mir eine unglaublich wertvolle Crypto Kittie, basierend auf der Ethereum Blockchain geschenkt. Was tust du damit?

Sind wir noch im Interview? Hast du eine andere Sprache eingestellt? Ich dachte wir reden von Geldanlage und Investments?

Nein, mal im ernst. Ich habe schon verstanden, um was es geht. Oberflächlich, aber tiefgründig sind Crypto-Currencies, noch nicht meine Welt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Kryptos mit K schreibe. 😉

Die Idee hinter der Blockchain habe ich soweit auch verstanden, aber ich tue mich halt schwer, die unzähligen Coins zu kaufen. Für mich steht dahinter kein greifbarer Wert. Ich vergleiche das gern mit Immobilien oder auch Unternehmensbeteiligungen. Da steht dann entweder ein Betonklotz der mir gehört oder ein Teil einer wichtigen Maschine bei BASF ist mir zuzuordnen – jetzt mal ganz flach formuliert. Was bei Immobilien die Substanz ist, sind bei Unternehmen wie BASF tausende Menschen die täglich damit beschäftigt sind, das Unternehmen am Leben zu erhalten, es weiter wachsen zu lassen und mich an den Gewinnen zu beteiligen.

Bei Cryptos gibt es das alles für mich nicht. Das sind Bits und Bytes, bei denen niemand wirklich weiß, wo die Reise hingeht. Für mich ist hier das Risiko noch deutlich zu hoch und auch die Anwendung ist meiner Meinung nach noch nicht massentauglich. Die ganze Thematik mit gehackten Accounts, verlorenen Private-Keys, Soft-Wallets und Hard-Wallets und irgendwelchen ominösen Coinbörsen sind mir einfach noch zu alltagsuntauglich. Dann doch lieber ein klassisches Depot mit Verbindung zur Börse und Indizes wie dem Dax.

Je mehr Kryptos vernünftig in unseren Alltag integriert werden, desto eher bin ich auch bereits hier einen Fuß in die Tür zu setzen. Die Börse Stuttgart wird ja bald ihre Bison-App launchen, mit der sie den Kryptohandel extrem vereinfachen wollen. Das wäre mich dann der Start, hier mal aktiv zu werden. Mehr als 1% meines Vermögens werde ich da aber noch nicht investieren. Naja, immerhin sind das schon mal mehr wie 250 Euro 🙂

Zurück zu deiner Eingangsfrage. Da ich davon ausgehe, dass Crypto Kittie nix zum lutschen ist und ich mir erst irgendwo Accounts und Wallets anlegen muss, würde ich im Moment noch darauf verzichten. Aber ich weiß auch, was von Lars kommt, kann nur das Beste sein!

17. Wenn Du einem neuen und jungen Investor ein Buch empfehlen würdest (unabhängig ob P2P, Aktien oder Weiterentwicklung), welches wäre das?

Ich könnte jetzt direkt meine eigenen Bücher empfehlen. Eins habe ich geschrieben um die Einnahmen und Ausgaben zu optimieren und somit den Cashflow hochzutreiben und das andere zeigt meinen Weg in die finanzielle Freiheit.

Mache ich aber nicht. 😉 Dafür sind die Ansprüche eines jeden einzelnen so grundverschieden. Ich selbst lese aktuell das Buch “Aktien und Rohstoffe erfolgreich traden. So nutzen Sie das Wissen der Insider” von Larry Williams. Sein System fasziniert mich ungemein, da es sich sehr gut in meine vorhandene Dividendenstrategie integrieren lässt.

Darauf aufmerksam geworden bin ich durch meinen Freund Max Schulz. Er betreibt das Portal insider-week.de und hat sich genau dieser Strategie verschrieben. Er hat damit den dritten Platz bei der Trading-Weltmeisterschaft belegt und so kann ich direkt von einem der besten Trader der Welt lernen!

Die Strategie von Larry Williams ist absolut Ressourcen schonend (Zeit) und bietet bei verhältnismäßig geringem Risiko, außerordentliche Chancen. So nutze ich Teile meiner freien Zeit um mich weiterzubilden. Max hilft mir dabei und ich kann meine Ertragssäulen auf ein weiteres Standbein ausbauen.

18. Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Privat und beruflich hängen hier sehr stark zusammen. Wir sind gerade dabei alles in Deutschland hinter uns zu lassen und auf Langzeitreise zu gehen. Wir wollen keine Weltreise machen, sondern in der Welt da draußen leben. Da wo es uns gerade gefällt und solange da bleiben wie wir wollen.

Damit wird sich auch mein beruflicher Alltag ein wenig verändern. Meine knapp verfügbare Zeit muss ich mir dann gut einteilen. So werde ich mich nur noch auf die wirklich interessanten Projekte, wie den Dividenden-Alarm, konzentrieren und sicherlich in Summe auch etwas weniger arbeiten.

Dafür werde ich mich mehr mit anderen Reisenden sowie Familien austauschen und mit ihnen zusammen die Welt da draußen erkunden.

19. Wo können dich meine Leser finden?

Dank des Internets ist das zum Glück nicht allzu schwer. Mein Finanzblog Reich-mit-Plan.de mit dem Dividenden-Alarm wird weiterhin mein Hauptprojekt bleiben. Hier stehe ich in engem Kontakt mit meinen Mitgliedern.

Wer weniger fachliche Themen hat und einfach nur mal Hallo sagen will, der kann ich auch auf Facebook anschreiben.

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Fazit zum Interview mit Dividenden-Alarm Founder Alex Fischer

Danke Alex für die Beantwortung der Fragen und den Einblick in deine Strategien und Gedanken. Alex investiert wie ich auch cashflow-orientiert. Das bedeutet, dass seine Investments zum größten Teil darauf ausgelegt sind, eine Ausschüttung zu generieren, die er verkonsumieren kann (nicht muss!). Ich finde diesen Ansatz extrem stark, vor allem was die Motivation angeht. Es ist einfach nur genial zu sehen, wie die Ausschüttungen von Monat zu Monat steigen (natürlich nicht immer) und man damit immer mehr aus seinem Leben abdecken kann.

Alex Dividenden-Alarm nutze ich auch für meine Aktienauswahl, daher bin ich hier nicht ganz unbefangen. Ich kann das Produkt aber ruhigen Gewissens empfehlen und ihr wisst ja, hier wird nichts empfohlen, mit dem ich keine eigenen Erfahrungen gemacht habe.

Wie siehst du eine cashflow-orientierte Anlagestrategie und hast du Erfahrungen mit dem Dividenden-Alarm? Schreib es jetzt in die Kommentare!

Beitragsbild: pixabay.com @ TeroVesalainen (Creative Commons CCO)

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13 Kommentare
  1. Marcus
    Marcus sagte:

    Hallo Lars,

    Danke für den Artikel – aber Hey, bin faul und passiv – wie, wo sehe ich die alten Daten auf der Webseite von Alex. Da wird man ganz buschig von dem vielen Informationen :-).

    Danke und Grüsse,
    Marcus

    Antworten
  2. Alex Dividenden Fischer
    Alex Dividenden Fischer sagte:

    Danke für das Interview Lars.
    Hat mich sehr gefreut.

    Ich freue mich über eure Meinungen und Tipps zum optimieren meiner P2P Positionen.

    Gern können wir für deine Leser demnächst auch eine Podcast Variante aufnehmen.

    Gruß
    Alex

    Antworten
    • Lars
      Lars sagte:

      Du solltest auf jeden Fall deine aktuellen Mintos-Investments aufgrund der Mogo-Rückkäufe überprüfen. Als Erweiterung kann ich dir derzeit Peerberry empfehlen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt gibt es dort keinerlei Probleme sein Geld unterzubringen. Hier gibt es meinen Ersteindruck der Plattform zu lesen.

      Antworten
    • Max
      Max sagte:

      Hallo Alex,könntest du bitte näher erläutern,das die Darlehnensanbahner dahinter Banken stecken? Hört sich für mich an als wollen die Banken ihre faule Kredite bei uns indirekt abladen. Danke im Vorraus.

      Antworten
      • Alex
        Alex sagte:

        Hallo Max,
        es geht nicht zwingend um faule Kredite sondern um das Management des Kreditportfolios. Wenn das Risiko zu hoch wird, gibt es es weiter. Da ich nicht alle DA im Detail kenne, würde es mich auch interessieren, wer hinter den eigentlichen DA steckt bzw. wie die Beteiligungsverhältnisse hier sind.
        Gruß
        Alex

        Antworten
  3. Alex
    Alex sagte:

    Was muss ich denn da prüfen? Letztens gab es einen kleinen Rückkaufschwung, aber der Rest des Portfolios liegt solide im Rennen.

    Als ich vor einigen Monaten bei Mintos angefangen habe, waren über 200.000 Kredite verfügbar. Aktuell sind es nur noch 69410. Mal sehen wie weit das noch runtergeht.

    Gruß
    Alex

    Antworten

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