Investoren-Interview Nr. 9: Dividenden-Alarm Founder Alex Fischer

Im heutigen Investoren-Interview gibt es mal wieder einen etwas bekannteren Bloggerkollegen, der mir meine Fragen beantwortet hat. Die Rede ist vom Dividenden-Alarm Erfinder Alex Fischer. Nicht der Immobilientyp, sondern der Dividenden-Fischer 🙂 Auf seinem Blog schreibt er ĂŒber die Dividendenstrategie und wie man sie richtig anwendet. Und der Herr weiß, wovon er redet, denn durch die Anwendung des Dividenden-Alarm ist er selbst finanziell frei geworden. Obwohl Alex anfangs mit P2P Krediten nicht viel anfangen konnte, investiert er mittlerweile auch in diese spannende Anlageklasse. Allerdings etwas anders, als es die meisten aus unserer Community tun. Viel Spaß beim nĂ€chsten Interview!

Inhalte

Das Interview

1. Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du, was tust du und was ist dein leidenschaftliches Hobby?

Hallo Lars, vielen Dank fĂŒr dein Interesse an meiner Investoren-Karriere und die Einladung fĂŒr dieses Interview. Ja kurz zu mir, mein Name ist Alex Fischer, ich bin verheiratet und habe eine Tochter, die bald 7 Jahre alt wird. Bis vor kurzem haben wir im sĂŒdlichen Bayern, zwischen MĂŒnchen und dem schönen Tegernsee gewohnt.

Meine Hobbys habe ich seit langem zu meinem Beruf gemacht und in der Kurzversion bezeichne ich mich als Investor & Publisher. Im weiteren Verlauf des Interviews, gehe ich gern noch nÀher darauf ein.

Anfang des Jahres 2014 bin ich, im Alter von 37 Jahren, aus dem aktiven Hamsterrad ausgestiegen und habe meinen Angestellten-Job an den Nagel gehĂ€ngt. Seitdem fĂŒhre ich ein sehr selbstbestimmtes und finanziell freies Leben. Unsere aktuelle Herausforderung ist, dass wir unser bisheriges Leben in Deutschland hinter uns lassen und auf Langzeitreise gehen.

Dividenden Alarm Alex Fischer

2. Wie sieht Deine Karriere als Privatinvestor bisher aus? Womit und wann hast Du begonnen, wo stehst du heute?

RĂŒckblickend betrachtet, habe ich schon jede Menge erlebt. Positives wie negatives. Gerade in den Anfangsjahren seit meiner Ausbildung, war ich umgeben von Beratern und VerkĂ€ufern. Mir konnte man damals alles Mögliche andrehen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich stark ĂŒberversichert war und ein Großteil meines Geld in fremde Taschen floss. So entschied ich mich fĂŒr mehr Eigeninitiative und nahm meinen Vermögensaufbau selbst in die Hand.

Dokumentiert habe ich dann meine aktive Vermögensentwicklung seit dem Jahr 2001 und seit meinem beruflichen Ausstieg im Jahr 2014 liegt mein Hauptaugenmerk auf der Vermögensoptimierung.

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3. Bevorzugst Du mehr Kurz- oder Langzeitinvestitionen?

Mein Hauptfokus liegt auf Aktien und hier im speziellen auf großen Unternehmen die eine hohe Dividenden-KontinuitĂ€t bieten. Meine Anlagestrategie habe ich in den letzten Jahren immer mehr verfeinert. So investiere ich hauptsĂ€chlich in Phasen in denen der Markt unterbewertet ist und investiere dann auch nur in unterbewertete Aktien. Da diese Phasen nicht allzu hĂ€ufig vorkommen braucht es viel Geduld und somit bin ich ein absoluter Langzeitinvestor.

4. Was hat Dich zum P2P-Investment gebracht?

Meine Strategie ist so ausgelegt, dass ich nur in bestimmten Marktphasen investiere. Wenn ich investiere, dann zusĂ€tzlich zu meinem Eigenkapital auch mit Fremdkapital, welches ich in neutralen Marktphasen wieder zurĂŒckzahle. Dennoch verbleibt ein gewisser Zeitraum, nach RĂŒckzahlung des Fremdkapitals und bis hin zu einer erneuten Kaufphase, in der ich hauptsĂ€chlich mein Cash sammle. Mit der Zeit sammelte sich bei mir ein ordentlicher zweistelliger Prozentsatz meines Vermögens an, welcher zinstechnisch gesehen nur brach lag.

Dank dir Lars, habe ich mich dann mehr mit dem Thema P2P-Kredite befasst, weil ich eine alternative Lösung fĂŒr mein Cash gesucht habe. Mich hat hier allerdings weniger das langfristige Investieren in P2P-Kredite interessiert. Ich war auf der Suche nach einer Anlageform, in der ich zum einen attraktive Zinsen bekomme, aber gleichzeitig auch kurzfristig (max. innerhalb eines Monats) wieder ĂŒber mein Cash verfĂŒgen kann. Und hier habe ich fĂŒr mich mittlerweile eine sehr gute Lösung gefunden.

5. Auf welchen P2P-Plattformen bist du derzeit aktiv?

Aktuell bin ich bei Bondora und Mintos aktiv. Zum einen, weil sie sehr groß und liquide sind und zum anderen, weil ich sie auf meine Anforderungen getestet habe und sie genau meinen Bedarf abbilden. Ich kann so von den lukrativen Konditionen bei P2P-Krediten partizipieren und gleichzeitig kurzfristig ĂŒber mein geparktes Cash verfĂŒgen. Dazu nutze ich bei Bondora ausschließlich das Produkt Go & Grow und bei Mintos kurzlaufende Kredite, welche ĂŒber die zuverlĂ€ssigen RĂŒckzahlungsgarantien zĂŒgig wieder ins Cash zurĂŒckkommen.

Peerberrry

6. Wenn Du an Deine bevorzugte bzw. meistgenutzte P2P-Plattform denkst, was ist in Deinen Augen der Hauptvorteil dieser Plattform?

Ich hatte im Vorfeld mal Twino getestet. Hier habe ich versucht den Autoinvest auf kurzlaufende Kredite mit RĂŒckzahlungsgarantie einzustellen. Wie mir angezeigt wurde, entspricht dieses Vorauswahl ca. 97% der Einstellungen anderer Twino Investoren. VerstĂ€ndlich, jeder will wenig Risiko mit maximaler Rendite. Das Problem war dann aber, dass Twino es nicht schaffte, innerhalb von wenigen Tagen meinen kleinen vierstelligen Betrag zu investieren.

FĂŒr mich ist die LiquiditĂ€t aber das wichtigste ĂŒberhaupt, da ich praktisch deutlich höhere Summen investieren muss. Und wenn sich eine Plattform schon mit einem kleinen Betrag schwer tut, so wird sie mir mit grĂ¶ĂŸeren BetrĂ€gen erst Recht nicht helfen können.

Und hier liegen klar die Vorteile von großen und vor allem liquiden Plattformen. Das Kapital sollte zĂŒgig investiert oder auch wieder in Cash umgewandelt werden können. Plattformen die sich schwer tun, Gelder schnell und umfassend anlegen zu können, werden es meiner Meinung nach langfristig schwer haben.

Mintos zum Beispiel hat nach der Aktivierung des Auto-Invest direkt damit begonnen, mein Kapital in unzĂ€hlige Kredite zu investieren. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber es hat bestimmt eine Stunde gedauert, dann war alles investiert. Auch der Cash-RĂŒckfluss durch Tilgungen, Zinsen, Bonus und RĂŒckkĂ€ufe von Krediten, lĂ€uft derart zĂŒgig, dass ich nach gut einem Monat und ausgeschaltetem Auto-Invest direkt fast 50% meiner Investitionssumme wieder im Cash hatte. Und das entspricht im Prinzip genau meinen Anforderungen.

Das neue Produkt Go & Grow von Bondora zielt auch genau auf dieses Szenario ab. Man investiert sein Kapital, partizipiert von den attraktiven Konditionen der P2P-Kredite (wenn auch in geringerem Maße) und kann kurzfristig, praktisch sofort, wieder ĂŒber sein Geld verfĂŒgen. Bei Bondora sind die Konditionen deutlich geringer als bei Mintos, aber ich muss auch nicht mehr als einen Monat warten um an mein Cash zu kommen.

7. Welche Vorteile hat P2P-Investment Deiner Meinung nach gegenĂŒber anderen Investment-Formen?

Zum einen stellen P2P-Kredite eine gĂ€nzlich andere Form von Anlageklassen dar, was man bisher so kannte (Sparbuch, Bausparer, Aktien, ETFs, Immobilien usw.) was gut fĂŒr die Diversifizierung eines Gesamtdepots ist. FĂŒr mich ist auch das Risiko ĂŒberschaubar, da ich langfristig betrachtet nur in gewissen Marktphasen und dann auch nur mit einem geringen Teil meines Vermögens investiert bin. Auch die extrem kleinteilige Aufteilung des Kapitals ist sehr hilfreich, um das Gesamtrisiko weiter zu verringern. Und gerade, wenn man P2P-Kredite zum Parken seiner LiquiditĂ€t nutzt, sind die Zinsen im Vergleich zum Tagesgeldkonto schon paradiesisch.

Und sind wir mal ehrlich. Kredite sind in der Konsumwelt das normalste was es mittlerweile gibt. Heute bekommt man auf Zuruf fĂŒr all seine WĂŒnsche Kredite nachgeworfen. Wenn das funktioniert, warum sollte dann das Beteiligen an solchen Krediten was negatives sein? Jedes Investment birgt Chancen und Risiken, die jeder fĂŒr sich abwĂ€gen muss. Es gibt hier kein richtig oder falsch.

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8. Viele Menschen glauben, ein P2P-Investment sei unsicher, da dort nur Menschen investieren, die bei einer Bank keinen Kredit bekommen, wie denkst du darĂŒber und was wĂŒrdest du einem solchen Menschen sagen?

Wenn ich mir die zahlreichen Darlehensanbahner ansehe, dann stecken hier auch etliche Banken (Tochterfirmen) oder Finanzinstitute dahinter. Sie lagern praktisch auch nur ihr Risiko aus und bieten dennoch den Menschen vor Ort eine Möglichkeit ihr Leben zu finanzieren.

Man muss auch den Blick aus der eigenen Welt mal etwas abschweifen lassen und den Gedanken zulassen, dass es da draußen viele LĂ€nder gibt, die eben nicht eine vergleichbare Banken-Infrastruktur haben, wie wir sie gewohnt sind. Viele Menschen sind froh, ĂŒberhaupt die Möglichkeit zu bekommen, einen Kredit aufnehmen zu können. Sie haben meist nicht die Wahl, ĂŒber Vergleichsportale sich die gĂŒnstigsten Konditionen herauszusuchen. Sie mĂŒssen nehmen was ihnen angeboten wird.

Langfristig denke ich, dass sich der Markt weiter vergrĂ¶ĂŸern wird. Die Angebote werden umfassender und es werden sich fĂŒr Kreditnehmer Alternativen bieten. Dies wird dazu fĂŒhren, dass P2P weltweit eine grĂ¶ĂŸere Rolle spielen wird. Dies geht dann aber auch einher, mit sinkenden Konditionen, klar durch mehr Angebot und weniger Risiko. Aber auch wenn ich dann nur noch 7% statt 12% erhalte oder Bondora sein Go & Grow auf 4,5% runterschraubt, so gewinnt die Anlageform meines Erachtens gerade dadurch erst ihren Charme.

9. Investierst Du automatisiert oder manuell?

Ich investiere grundsĂ€tzlich mittels Auto-Invest, welchen ich aber deaktiviere, sobald ich meine Chancen mehr im Aktienmarkt sehe. Sollte mein System, der Dividenden-Alarm eine Kaufphase erkennen, wĂŒrde ich praktisch mein Cash abziehen und am Aktienmarkt investieren. Einfach, weil ich hier langfristig deutlich höhere Renditen erzielen kann, zu einem (fĂŒr mich) vergleichbar geringerem Risiko.

Regulierung von P2P Krediten

10. Wie sieht deine P2P-Anlagestrategie aus bzw. welche Ziele verfolgst du mit deinem P2P-Investment?

FĂŒr mich steht das Parken meiner Cash-LiquiditĂ€t im Vordergrund. Daher möchte ich in gewissen Marktphasen mein Cash in P2P-Kredite umschichten und kurzfristig nach Bedarf wieder verfĂŒgbar haben. Aufgrund meines Volumens kann ich eigentlich nur auf den großen Plattformen investieren.

Ich nutze daher Mintos fĂŒr einen vorher definierten Anteil meines Cash, den ich nach einem Monat unbedingt wieder in Cash haben möchte und den restlichen Cash-Betrag, den ich zum Parken freigeben kann, positioniere ich bei Bondora Go & Grow.

11. Wie sieht deine persönliche Anlagestrategie ĂŒber alle Investmentformen hinaus aus?

Mein Hauptgebiet ist der Aktienmarkt. So versuche ich vorzugsweise in unterbewerteten Marktphasen zu investieren und kaufe mir dann nur wirklich gĂŒnstig bewertete Aktien mithilfe des Dividenden-Alarm. Solche Marktphasen kommen zwar nicht allzu hĂ€ufig vor, dafĂŒr ist die Vorgehensweise umso lukrativer.

Warum der Aktienmarkt? Er bietet mir eine deutlich höhere Gesamtrendite (Kurs + Dividende), als andere Anlageformen. Zudem hĂ€lt sich das Risiko fĂŒr mich als Langfrist-Investor stark in Grenzen, da ich mich vorrangig auf die grĂ¶ĂŸten und bekanntesten Unternehmen der Welt konzentriere, welche mir auch eine attraktive Gewinnbeteiligung in Form einer Dividende bieten.

Ein weiterer wichtiger Standbein ist die Rohstoff-Strategie. Diese hat zum Teil sehr lange Zyklen, welche man im Auge behalten sollte. So gewichte ich in meinem Depot, je nach Zyklus, meine Rohstoffinvestments höher oder auch geringer. Im Umkehrschluss fĂŒhrt dies zu einer höheren oder niedrigeren Quote bei meinen Aktieninvestments.

Der letzte Punkt betrifft die LiquiditĂ€t. Da ich unter anderem auch von meinen Investments und den ErtrĂ€gen daraus meinen Lebensunterhalt bestreite, habe ich immer einen Blick auf meine Cashflows. Diese mĂŒssen, unabhĂ€ngig von den unterschiedlichen Marktphasen, eine geringe VolatilitĂ€t aufweisen und dennoch kontinuierlich wachsen.

12. Was war das bisher beste Investment deines Lebens?

Hier wĂŒrde ich weniger eine Aktie oder einen anderen Trade hervorheben. Vielmehr ist es die Anwendung meiner Strategie, die mich sehr zufrieden stellt. Ich nenne sie die Dividenden-Alarm Strategie. Hier beobachte ich den Markt (Indikator) sowie einzelne Aktien (Signale). Das Zusammenspiel der beiden, macht Investments erst so richtig lukrativ.

So erzielt man langfristig die besten Ergebnisse, wenn man unterbewertete Aktien in einem wirklich gĂŒnstigen Markt kauft und viele Jahre spĂ€ter, wenn der Markt stark ĂŒberbewertet ist und auch die jeweiligen Aktien wieder teuer gehandelt werden, wieder verkauft.

Und genau dieser Zyklus fasziniert mich immer wieder. Das entwickeln und konsequente anwenden meiner Dividenden-Alarm Strategie, ist daher fĂŒr mich das beste Investment, was mir passieren konnte.

ᐅ Risikohinweis:
Der Erwerb von Vermögensanlagen ĂŒber P2P-Kredite ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollstĂ€ndigen Verlust des eingesetzten Vermögens fĂŒhren.

13. Du hast die Dividenden-Alarm Strategie bereits angesprochen, den auch ich regelmĂ€ĂŸig nutze. Kannst du meinen Lesern einen kurzen Einblick geben (und vielleicht einen Lars-Rabatt :))

Das freut mich Lars und ich stehe dir gern bei deinen Entscheidungsfragen zur Seite. Das biete ich grundsĂ€tzlich all meinen Kunden an, was auch mit den Großteil meiner Betreuungsaufgaben ausmacht. Der persönliche Austausch mit meinen Lesern steht bei der Dividenden-Alarm Strategie absolut im Fokus. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass eine Mitgliedschaft kein SelbstlĂ€ufer ist. Man muss selbst aktiv werden und sich mit den Gegebenheiten auseinander setzen. Und genau dabei unterstĂŒtze ich meine Leser.

Man muss verstehen lernen, dass der Markt nur selten wirklich lukrativ ist. Die meiste Zeit befindet sich der Markt in einer völlig normal oder leicht ĂŒberbewerteten Phase. Viele meiner Kunden, die den Verlauf des Marktes beobachten, merken meist sehr schnell, dass es sich ĂŒberhaupt nicht lohnt, stets und stĂ€ndig am Markt zu investieren. Viel wichtiger ist es, auf die wirklich lukrativen Situationen zu warten und dann vor allem auch ausreichend Cash in der Hinterhand zu haben. Leider haben viele Marktteilnehmer weder die nötige Geduld noch signifikantes Cash in wirklich wichtigen Marktphasen.

Die Dividenden-Alarm Strategie richtet sich daher in erster Linie an aktive Anleger, die bereits ihre Erfahrungen an den KapitalmĂ€rkten gesammelt haben und sich schwer damit tun, einzuschĂ€tzen wann eine Aktie gĂŒnstig oder teuer bewertet wird. FĂŒr die Beurteilung des Marktes hilft der Dividenden-Alarm Indikator und die Signale helfen die richtigen Aktien zu finden. Man sollte grundsĂ€tzlich nur dann Aktien kaufen, wenn eine Unterbewertung vorliegt – denn im Einkauf liegt der Gewinn.

Anleger die meinen, stets und stĂ€ndig investieren zu mĂŒssen, lieber kurzfristig traden als langfristig zu investieren oder selbst sehr gut den Markt beurteilen und Aktien bewerten können, fĂŒr die ist die Dividenden-Alarm Strategie eher nicht geeignet!

Gern können sich deine Leser von der Strategie und deren praktischer Umsetzung ĂŒberzeugen. Da es sich um eine langfristig ausgelegte Anlagestrategie handelt, macht ein kurzer Testzeitraum wenig Sinn. FĂŒr Interessenten habe ich daher Ă€ltere Auswertungen freigeschaltet. So können sie sehen was sie als Mitglied erwartet und mit welchen Daten sie arbeiten können. Darauf aufbauend beginnt dann die eigentliche Zusammenarbeit, ganz im Sinne des Lesers. Gern kann ich deinen Lesern 2 zusĂ€tzliche Monate (also statt 12 = 14 Monate im ersten Jahr) anbieten. Lest euch doch zuerst ein wenig ein und schreibt mir eure Fragen. Das Angebot verfĂ€llt nicht und ihr könnt mit Bezug auf dieses Interview gern davon partizipieren.

14. Wenn du dein Investment heute nochmal von 0 anfangen wĂŒrdest, was wĂŒrdest du anders machen?

Das aktuelle Wissen in uns, ist immer der absolute Hochpunkt unseres bisherigen Lebens. Nie haben wir zu einem frĂŒheren Zeitpunkt mehr Wissen gehabt, als heute. Somit tut man sich heute viel leichter, den gleichen Weg zu gehen, aber direkt alle Fehler und negativen Erkenntnisse auszulassen. Die Zeit zum Ziel wird dadurch deutlich verkĂŒrzt.

Tja was wĂŒrde ich machen. Genau das, was ich heute tue, wofĂŒr ich aber viele Jahre Erkenntnisse sammeln musste. Ich glaube ich wĂ€re direkt von Beginn an finanziell frei. 😉 Einfach, weil ich meinen Konsum direkt einschrĂ€nken und aufs nötige konzentrieren wĂŒrde. Meinen gesamten Cashflow wĂŒrde ich nach meiner Anlagestrategie investieren und ohne zu zögern wĂŒrde ich mich ins Unternehmertum stĂŒrzen.

Ich gebe daher immer gern den Rat, sich frĂŒhzeitig um eine wirklich anwendbare, erfolgreiche und umfassende Anlagestrategie zu bemĂŒhen. Die Suche danach und das Justieren der Feinheiten nimmt viel Zeit in Anspruch. Wer aber seine Strategie gefunden hat, sollte sie kontinuierlich anwenden und optimieren und sich dann nicht mehr auf der Suche nach einer anderen, vielleicht doch besseren Strategie begeben. Das hin und her springen zwischen verschiedenen AnsĂ€tzen, die vielleicht immer einige Jahre in Anspruch nehmen, kostet das halbe Leben.

15. Wie ich bist du Papa, wie legst du fĂŒr deine Tochter Geld an?

Jetzt kommts bestimmt gleich ganz dick fĂŒr mich. Anlegen fĂŒr meine Tochter tue ich gar nichts.

Schweigen im Wald. Rabenvater! Wie kann er nur. 😉

Ich verfolge hier einen anderen Ansatz. Das was heute an jeder Ecke bemĂ€ngelt wird, entspricht nicht der Auffassung: „Meine Eltern haben mir zum 18. Geburtstag keine 50.000 Euro geschenkt“.

Das Problem liegt in der Finanzbildung. Die meisten Eltern schaffen es in den ersten 18 Jahren nicht, ihren Sprösslingen beizubringen, wie das genau mit dem Geld (in welchen Belangen auch immer) funktioniert. Vermittlung von Finanzwissen, das Erlernen von wirklich freiem Denken sowie die Gabe Entscheidungen treffen zu können, ist das, worauf wir unseren Fokus in der in der Erziehung unserer Tochter konzentrieren.

Ich spare daher fĂŒr meine Tochter selbst nichts separat an. Sie erbt auf der einen Seite sowieso was da ist und mir ist es wichtiger, ihr bis zur VolljĂ€hrigkeit entsprechendes Finanzwissen und selbststĂ€ndiges denken und handeln zu vermitteln.

Ohne zu wissen, wie sie richtig mit Geld im Leben umgeht oder wie sie es sich selbst verdient, bringt es gar nichts seinem Kind zur VolljĂ€hrigkeit einen hohen Geldbetrag zu ĂŒberlassen.

Und sollte sich eine positive Entwicklung im Laufe der Zeit abzeichnen, wĂ€re es fĂŒr mich das geringste, meine Tochter in jeglicher Form finanziell zu unterstĂŒtzen.

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16. Du bekommst von mir eine unglaublich wertvolle Crypto Kittie, basierend auf der Ethereum Blockchain geschenkt. Was tust du damit?

Sind wir noch im Interview? Hast du eine andere Sprache eingestellt? Ich dachte wir reden von Geldanlage und Investments?

Nein, mal im ernst. Ich habe schon verstanden, um was es geht. OberflĂ€chlich, aber tiefgrĂŒndig sind Crypto-Currencies, noch nicht meine Welt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Kryptos mit K schreibe. 😉

Die Idee hinter der Blockchain habe ich soweit auch verstanden, aber ich tue mich halt schwer, die unzĂ€hligen Coins zu kaufen. FĂŒr mich steht dahinter kein greifbarer Wert. Ich vergleiche das gern mit Immobilien oder auch Unternehmensbeteiligungen. Da steht dann entweder ein Betonklotz der mir gehört oder ein Teil einer wichtigen Maschine bei BASF ist mir zuzuordnen – jetzt mal ganz flach formuliert. Was bei Immobilien die Substanz ist, sind bei Unternehmen wie BASF tausende Menschen die tĂ€glich damit beschĂ€ftigt sind, das Unternehmen am Leben zu erhalten, es weiter wachsen zu lassen und mich an den Gewinnen zu beteiligen.

Bei Cryptos gibt es das alles fĂŒr mich nicht. Das sind Bits und Bytes, bei denen niemand wirklich weiß, wo die Reise hingeht. FĂŒr mich ist hier das Risiko noch deutlich zu hoch und auch die Anwendung ist meiner Meinung nach noch nicht massentauglich. Die ganze Thematik mit gehackten Accounts, verlorenen Private-Keys, Soft-Wallets und Hard-Wallets und irgendwelchen ominösen Coinbörsen sind mir einfach noch zu alltagsuntauglich.

Je mehr Kryptos vernĂŒnftig in unseren Alltag integriert werden, desto eher bin ich auch bereits hier einen Fuß in die TĂŒr zu setzen. Die Börse Stuttgart wird ja bald ihre Bison-App launchen, mit der sie den Kryptohandel extrem vereinfachen wollen. Das wĂ€re mich dann der Start, hier mal aktiv zu werden. Mehr als 1% meines Vermögens werde ich da aber noch nicht investieren. Naja, immerhin sind das schon mal mehr wie 250 Euro 🙂

ZurĂŒck zu deiner Eingangsfrage. Da ich davon ausgehe, dass Crypto Kittie nix zum lutschen ist und ich mir erst irgendwo Accounts und Wallets anlegen muss, wĂŒrde ich im Moment noch darauf verzichten. Aber ich weiß auch, was von Lars kommt, kann nur das Beste sein!

17. Wenn Du einem neuen und jungen Investor ein Buch empfehlen wĂŒrdest (unabhĂ€ngig ob P2P, Aktien oder Weiterentwicklung), welches wĂ€re das?

Ich könnte jetzt direkt meine eigenen BĂŒcher empfehlen. Eins habe ich geschrieben um die Einnahmen und Ausgaben zu optimieren und somit den Cashflow hochzutreiben und das andere zeigt meinen Weg in die finanzielle Freiheit.

Mache ich aber nicht. 😉 DafĂŒr sind die AnsprĂŒche eines jeden einzelnen so grundverschieden. Ich selbst lese aktuell das Buch “Aktien und Rohstoffe erfolgreich traden. So nutzen Sie das Wissen der Insider” von Larry Williams. Sein System fasziniert mich ungemein, da es sich sehr gut in meine vorhandene Strategie integrieren lĂ€sst.

Darauf aufmerksam geworden bin ich durch meinen Freund Max Schulz. Er betreibt das Portal insider-week.de und hat sich genau dieser Strategie verschrieben. Er hat damit den dritten Platz bei der Trading-Weltmeisterschaft belegt und so kann ich direkt von einem der besten Trader der Welt lernen!

Die Strategie von Larry Williams ist absolut Ressourcen schonend (Zeit) und bietet bei verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringem Risiko, außerordentliche Chancen. So nutze ich Teile meiner freien Zeit um mich weiterzubilden. Max hilft mir dabei und ich kann meine ErtragssĂ€ulen auf ein weiteres Standbein ausbauen.

18. Was sind deine PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft?

Privat und beruflich hĂ€ngen hier sehr stark zusammen. Wir sind gerade dabei alles in Deutschland hinter uns zu lassen und auf Langzeitreise zu gehen. Wir wollen keine Weltreise machen, sondern in der Welt da draußen leben. Da wo es uns gerade gefĂ€llt und solange da bleiben wie wir wollen.

Damit wird sich auch mein beruflicher Alltag ein wenig verĂ€ndern. Meine knapp verfĂŒgbare Zeit muss ich mir dann gut einteilen. So werde ich mich nur noch auf die wirklich interessanten Projekte konzentrieren und sicherlich in Summe auch etwas weniger arbeiten.

DafĂŒr werde ich mich mehr mit anderen Reisenden sowie Familien austauschen und mit ihnen zusammen die Welt da draußen erkunden.

19. Wo können dich meine Leser finden?

Dank des Internets ist das zum GlĂŒck nicht allzu schwer. Mein Finanzblog Reich-mit-Plan.de mit dem Dividenden-Alarm wird weiterhin mein Hauptprojekt bleiben. Hier stehe ich in engem Kontakt mit meinen Mitgliedern.

Wer weniger fachliche Themen hat und einfach nur mal Hallo sagen will, der kann ich auch auf Facebook anschreiben.

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Fazit zum Interview mit Dividenden-Alarm Founder Alex Fischer

Danke Alex fĂŒr die Beantwortung der Fragen und den Einblick in deine Strategien und Gedanken. Alex investiert wie ich auch cashflow-orientiert. Das bedeutet, dass seine Investments zum grĂ¶ĂŸten Teil darauf ausgelegt sind, eine AusschĂŒttung zu generieren, die er verkonsumieren kann (nicht muss!). Ich finde diesen Ansatz extrem stark, vor allem was die Motivation angeht. Es ist einfach nur genial zu sehen, wie die AusschĂŒttungen von Monat zu Monat steigen (natĂŒrlich nicht immer) und man damit immer mehr aus seinem Leben abdecken kann.

Alex Dividenden-Alarm nutze ich auch fĂŒr meine Aktienauswahl, daher bin ich hier nicht ganz unbefangen. Ich kann das Produkt aber ruhigen Gewissens empfehlen und ihr wisst ja, hier wird nichts empfohlen, mit dem ich keine eigenen Erfahrungen gemacht habe.

Wie siehst du eine cashflow-orientierte Anlagestrategie? Schreib es jetzt in die Kommentare!

Beitragsbild: pixabay.com @ TeroVesalainen (Creative Commons CCO)

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9 Comments

  1. Marcus said:

    Hallo Lars,

    Danke fĂŒr den Artikel – aber Hey, bin faul und passiv – wie, wo sehe ich die alten Daten auf der Webseite von Alex. Da wird man ganz buschig von dem vielen Informationen :-).

    Danke und GrĂŒsse,
    Marcus

    August 4, 2018
    Reply
    • Lars said:

      Hi Marcus,

      genau deswegen nutze ich auch den Dividenden-Alarm 🙂 Alex hat ja schon geantwortet. Vielleicht kannst du deine Frage etwas spezifizieren.

      Viele GrĂŒĂŸe

      Lars

      August 4, 2018
      Reply
  2. Danke fĂŒr das Interview Lars.
    Hat mich sehr gefreut.

    Ich freue mich ĂŒber eure Meinungen und Tipps zum optimieren meiner P2P Positionen.

    Gern können wir fĂŒr deine Leser demnĂ€chst auch eine Podcast Variante aufnehmen.

    Gruß
    Alex

    August 4, 2018
    Reply
    • Lars said:

      Du solltest auf jeden Fall deine aktuellen Mintos-Investments aufgrund der Mogo-RĂŒckkĂ€ufe ĂŒberprĂŒfen. Als Erweiterung kann ich dir derzeit Peerberry empfehlen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt gibt es dort keinerlei Probleme sein Geld unterzubringen. Hier gibt es meinen Ersteindruck der Plattform zu lesen.

      August 5, 2018
      Reply
  3. Alex said:

    Was muss ich denn da prĂŒfen? Letztens gab es einen kleinen RĂŒckkaufschwung, aber der Rest des Portfolios liegt solide im Rennen.

    Als ich vor einigen Monaten bei Mintos angefangen habe, waren ĂŒber 200.000 Kredite verfĂŒgbar. Aktuell sind es nur noch 69410. Mal sehen wie weit das noch runtergeht.

    Gruß
    Alex

    August 6, 2018
    Reply
    • Lars said:

      Vor allem ob irgendwas uninvestiert rumliegt. Wenn das nicht der Fall ist, hast du deinen Auto Invest konservativer eingestellt als viele andere und alles ist ok. Momentan ziehen einige Investoren ihr Geld von Mintos ab, weil ihnen die Rendite zu niedrig ist.

      August 6, 2018
      Reply
      • Alex said:

        Offenbar funktioniert noch alles.
        Und ja, ich bin da sehr konservativ unterwegs.

        Rendite zu wenig? Oha, na jeder hat da sein ganz eigenes Risikoprofil.

        Gruß
        Alex

        August 6, 2018
        Reply
        • Lars said:

          Ja, in Zeiten von Kryptos sind 10% einfach unsexy geworden 😉

          August 6, 2018
          Reply

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