P2P Kredite News KW 9 2021

Willkommen zu den P2P Kredite News aus der KW 9 2021. Heute geht es um schlechte Nachrichten für Viventor Investoren, die neue Peerberry App, neue Agrarkredite auf LendSecured, mögliche Crowdestor Verluste & die neue Grupeer Märchenstunde.

Und wieder gibt es 5 P2P News in extremer Kürze  auf YouTube, dem Podcast & hier, damit ihr auf dem aktuellsten Stand seid. Ganz schnell & ganz kurz unter dem Motto, 5 News in 5 Minuten. Viel Spaß mit den News der letzten Woche.

ᐅ Disclaimer
Bitte beachte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keinerlei Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus. Auf allen P2P Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen! Links zu den P2P-Plattformen sind in der Regel Affiliate-Links, bei denen du Vorteile hast und ich eine kleine Provision verdiene.

News 1: Peerberry Mobile App gelaunched

In meinem Beitrag über die P2P Kredite Apps habe ich schon den nächsten Kandidaten erraten. Mit Peerberry haben wir seit letzter Woche eine weitere P2P Plattform am Markt, welche eine Smartphone App unterstützt und diese ist auch tatsächlich ziemlich sinnvoll und hat volle Funktionalität. Du kannst hier deinen Auto Invest konfigurieren, manuell investieren, Ein- und Auszahlungen vornehmen etc.

Aber sie bietet sogar noch Mehrwert gegenüber der Website. In der App kannst du beispielsweise deine Diversifikation über deine Kredite sehen, wozu du bisher auf Peerberry selbst keine Möglichkeit hattest. Hier sollte jeder von euch dringend mal einen Blick hinein werfen. Gut gemacht Peerberry!

Die App gibt es sowohl für Android als auch iOS.

peerberry app

Ein Blick in die Peerberry App

News 2: Spannende neue Kredite auf LendSecured

Auf LendSecured bin ich selbst nicht investiert, beobachte die Plattform jedoch schon seit längerem. Zuletzt wurde hier eine neue Serie von Krediten gestartet, die für Investoren spannend sein kann. Grain Financing oder auf Deutsch Getreidefinanzierung.

Hier finanzieren Investoren lokale Landwirte, welche eine 3-stufige Vereinbarung zwischen Kreditnehmer, Sicherheitenvermittler und dem Erntekäufer getroffen haben. Hierdurch soll ein erhöhtes Maß an Sicherheit gegeben sein. Das Maximum LTV liegt hier nur bei 50% und die Kredite laufen 6-12 Monate.

Beide aktuell auf der Plattform zur Verfügung stehenden Kredite bieten 12% Rendite + aktuellem Cashback von 1% durch die Produkteinführung. Wenn du mehr über LendSecured erfahren möchtest, dann schau mal in meine Anleitung für die Plattform.

lendsecured grain

So funktioniert die Getreidefinanzierung.

News 3: Crowdestor spricht über Verluste

In der letzten Woche gab Crowdestor ein Webinar über ihre Rückholungsstrategie. Pünktlich einen Tag davor haben so gut wie alle Kredite in Verzug einen neuen Status bekommen. Generell möchte man den Prozess transparenter machen. Zu diesem Zweck kann man sich als Investor nun die einzelnen Prozesse für die Bereiche Immobilien, SME & Spezialprojekte anschauen, um zu wissen, was wann passiert.

Ich selbst habe 19 von 61 Projekten im Portfolio, die als Ausfall gelten. Bei ca. der Hälfte davon gehe ich davon aus, dass die Gelder nicht mehr zurückkommen, wenn ich mir so die Statusberichte anschaue. Inklusive der ausgefallenen Projekte sind insgesamt 39 von 61 Projekten verspätet. Das wird ein spannendes Jahr für Crowdestor!

crowdestor portfolio

Aktueller Stand in meinem Crowdestor Portfolio

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News 4: Schlechte Nachrichten für Viventor Investoren

In der letzten Woche bekamen Viventor-Investoren Post über die aktuelle Lage des Kreditgebers Atlantis Financiers aus den Niederlanden. Diese waren noch im letzten Jahr einer der am besten bewerteten Kreditgeber auf Viventor, doch dann kamen die Probleme und man sah sich durch die Covid-19 Krise nicht in der Lage die ausstehenden Investoren-Forderungen zu begleichen.

Daran hat sich auch bisher nichts geändert und im Brief an die Investoren gab man keine Hoffnungen. An sich wäre das keine große Sache. Kreditgeber kommen und gehen. Hier ist es jedoch so, dass sowohl Viventor als auch der Kreditgeber Atlantis Financiers der Investmentgesellschaft Lotus 597 B.V. gehören, einer niederländische Investmentgesellschaft, die wiederum eine Tochterfirma der Gielen Group ist. Das stinkt natürlich zum Himmel. Investoren versuchen nun verzweifelt über den Zweitmarkt aus den Krediten zu flüchten.

viventor atlantis

Atlantis Kredite auf dem Zweitmarkt

News 5: Grupeer Progress Report

Und wieder gab es die nächste Märchenstunde bei Grupeer in Form ihres “Progress Reports“. Wobei man hier nicht wirklich von “Progress” (Fortschritt) sprechen kann. Denn strenggenommen ist seit dem Platzen der “Grupeer Bubble” im letzten Jahr nicht wirklich was passiert.

Zusammengefasst: Man hat rechtliche Schritte gegen die Kreditgeber Pieniedzy und DoZarplati bestätigt. Natürlich wie immer ohne jeglichen Nachweis dazu. Aus meiner Sicht absolut unverständlich hier alles ohne jegliche Nachweise zu kommunizieren. Wenn es nicht auf dem Blog geht, kann man zumindest die Ex-Investoren per Mail solche Dinge schicken.

Weiterhin haben wohl 8 ihrer Ex-Partner die Rückzahlungen verweigert und auch hier sollen rechtliche Schritte eingeleitet werden. Ich bin sehr gespannt, wann dieser Krimi endlich beendet ist.

grupeer kredite

Meine Investments auf Grupeer

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5 Kommentare
  1. Jens sagte:

    Zu Viventor: ich bin sicher nicht der Einzige dem dort Verluste drohen. Ich habe mich seit Monaten mit dem Kundendienst von Viventor über Atlantis ausgetauscht und wurde immer wieder hingehalten bis jetzt die Bombe geplatzt ist. Von Viventor ist nicht zu erwarten das es ernsthafte Schritte unternimmt die Mittel zurückzuholen. Es sieht doch immer mehr wie ein von langer Hand geplanter Versuch der Gielen Group aus sich von Viventor Investoren Mittel zu besorgen ohne jede Bereitschaft diese jemals zurückzuzahlen…
    Ich gehe davon aus dass ohne rechtliche Schritte hier nichts mehr geht. Evtl können sich geschädigte Investoren ja zusammenschließen? Ich habe noch keinen rechten Plan wo und wie anzufangen aber denke als Gruppe erreicht man sicher mehr und tausche mich auch gerne aus.

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Danke für deine Gedanken dazu, was wohl den Verdacht vieler Mitleser bestätigt. Eine Sammelklage oder ähnliches gibt es meines Wissens NOCH nicht. Aber ich halte euch über den Newsletter bzw. die Telegram News auf dem Laufenden.

  2. Thy sagte:

    Ich habe Ende 2019 Anfang 2020 begonnen mich aus den P2P-Krediten zurück zu ziehen da sich das Thema in Österreich meiner Meinung nach nicht lohnt wenn man Einnahmen mit 42% oder mehr (Einkommenssteuer) versteuern muss aber Verluste nicht absetzen darf. Grupeer war ich gottseidank komplett raus als dort die Bombe hoch ging. Leider habe ich bei Viventor noch 100 Euro in Aforti Krediten bei denen sich noch immer nichts tut. Jetzt kommt die nächste Bombe: Die Plattform und ein nicht zahlender Kreditgeber gehören zum selben Firmengeflecht. Ich sehe schon den 100er kann ich abschreiben -> Wahrscheinlich rauscht jetzt die ganze Plattform ab. Ich finde die Situation schon sehr nahe am gewerbsmäßigen Betrug. Es wird dort vorgetäuscht das die Plattform und ihre Kreditgeber voneinander unabhängig sind – Was für mich ein extrem relevanter Faktor ist (deshalb mochte ich auch Mintos mehr als Bondora).

    Antworten
    • Lars Wrobbel sagte:

      Hi Thy, absolut nachvollziehbare Entscheidung bei den Steuersätzen. Funktioniert bei euch in Österreich der “alternative Ansatz”, den sicherlich die Hälfte der deutschen Investoren verfolgt?

      Was Viventor angeht: Stimme ich dir absolut zu. Die Täuschungen werden eine hohe Rechnung am Ende für alle haben. Aber vielleicht überraschen sie uns noch positiv.

    • Thy sagte:

      Es gibt noch keine Gerichtsurteile aber meiner Meinung nach ist es nach den derzeitigen geltenden Steuergesetzen ein “Privatdarlehen” bzw. ein Darlehen dem kein Bankgeschäft zugrunde liegt und da ist in Österreich nicht die 25% KEST sondern der Einkommenssteuersatz anzuwenden. Ich will nicht für paar tausend Euro herausfinden wer Recht hat. Risk/Reward passt für mich nicht.

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