P2P Kredite News KW 8 2026 – Rendity Pleite, 38.000 Anleger bangen um ihr Geld

Willkommen zu den neuen P2P Kredite News. Rendity stellt den Betrieb endgültig ein und startet die Abwicklung einer Plattform mit 38.000 Anlegern und über 150 Millionen Euro vermitteltem Volumen. Estateguru kämpft weiter mit notleidenden Immobilienkrediten, besonders in Deutschland. Bei InRento geraten erstmals zwei Projekte unter Druck. Afranga startet mit SaveSmart ein neues Festzinsprodukt mit monatlicher Zinszahlung. Und FF Forest liefert im ersten Q&A Einblicke in CO2 Zertifikate, Expansion, institutionelle Investoren und angekündigte Zinssenkungen.

5 P2P News in extremer Kürze auf YouTube, dem Podcast & hier, damit ihr auf dem aktuellsten Stand seid. Ganz schnell & ganz kurz unter dem Motto, 5 News in 5 Minuten. Viel Spaß mit den News der letzten Woche.

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News 1: Rendity schließt endgültig

Die Wiener Immobilien Crowdfunding Plattform Rendity stellt den Betrieb nun endgültig ein, nachdem man ohnehin schon jahrelang mit schlechter Presse und Bewertungen zu kämpfen hatte. Seit April 2024 wurden bereits keine neuen Projekte mehr angeboten. Jetzt folgt die vollständige Abwicklung. Die Plattform bleibt technisch voraussichtlich bis 31. Mai 2026 erreichbar, Auszahlungen sind weiterhin möglich.

Rund 38.000 Anleger hatten über 150 Millionen Euro in 222 Projekte investiert. Nicht einmal die Hälfte davon wurde bislang zurückgeführt. Zahlreiche Emittenten kämpfen mit Verzögerungen, Restrukturierungen oder Insolvenzen. Bei den vergebenen Krediten handelt sich um Nachrangdarlehen mit direkter Vertragsbeziehung zwischen Anleger und der Projektgesellschaft. Rendity selbst ist nicht Vertragspartner und verweist auf die Verantwortung der Emittenten, was ein Schlag ins Gesicht der Anleger ist. Man kann davon ausgehen, dass viele weitere Millionen Euro verloren gehen werden.

Der Jahresabschluss 2024 zeigt die wirtschaftliche Schieflage deutlich. Nach 1,1 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2023 folgte knapp eine Million Euro Verlust. Das Eigenkapital schrumpfte auf 709.000 Euro. Die deutsche Tochtergesellschaft wurde liquidiert.

Ich selbst war nie auf Rendity investiert, weil ich die Rendite für Nachrangdarlehen absolut lächerlich fand. Wie bei den meisten fehlgeschlagenen deutschsprachigen Immobilienportalen, in die sich Rendity nun einreiht. Anleger sollen ihre Bankdaten prüfen und Guthaben auszahlen. Mehrere Klagen laufen bereits. Für das ohnehin schon schwer angeschlagene Immobilien Crowdfunding ist dies ein weiterer Rückschlag.

rendity

Rendity war in unserer Community zum Glück nie ein Thema.

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News 2: Auch Estateguru kämpft mit Altlasten

Nach dem Aus von Rendity richten sich zwangsläufig viele Augen auf die estnische Plattform Estateguru, dessen Bewertungsschnitt nicht viel besser aussieht. Auch sie haben weiterhin massiv mit den alten Ausfällen zu kämpfen und lieferten nun mal wieder ein Update zur Bearbeitung ausgefallener Kredite. Besonders brisant ist die Lage in Deutschland.

Im Portfolioüberblick zeigt sich, dass sich ein erheblicher Teil der deutschen Kredite weiterhin im Ausfall befindet (rund 76 der 108 im Ausfall befindlichen Millionen Euro). Rückflüsse erfolgen nur schleppend, viele Projekte befinden sich in langwierigen Verwertungs- oder Insolvenzverfahren. 5 Projekte konnten bisher unter hohen Verlusten zurückgeholt werden, man erwartet ungefähr die gleiche Anzahl an deutschen Rückholungen im ersten Halbjahr 2026.

Estateguru betont, dass man intensiv an der Restrukturierung und Verwertung der Sicherheiten arbeite. In Deutschland bedeutet das häufig Zwangsversteigerungen, Verkaufsprozesse unter Zeitdruck und juristische Auseinandersetzungen. Das kostet Zeit und frisst Rendite. Die hohen Erwartungen an grundbuchliche Besicherung relativieren sich in der Praxis deutlich, wenn Projektentwickler in einem schwachen Marktumfeld unter Druck geraten.

Auch die Plattform selbst muss tief in die Tasche greifen und gibt monatlich einen sechsstelligen Betrag aus, um die Kosten für die Rückholungen zu decken. Estateguru wird wahrscheinlich kein zweites Rendity werden. Denn anders als diese, versucht man die Plattform weiterzuentwickeln, glaubt an die Idee und sammelt monatlich weiter Millionenbeträge ein. Solange das so bleibt, müssen wir uns keine Sorgen machen. Gebeutelte Anleger müssen dennoch weiter Geduld mitbringen.

estateguru ausfälle

63 Millionen Euro konnten bisher zurückgeholt werden. Die Rendite dieser ist nicht viel schlechter als der Basiszinssatz von Rendity 😀

News 3: InRento Projekte unter Druck

Nach den Problemen bei den vorher genannten Immobilien Plattformen trifft es nun auch erstmals InRento*. Die Projekte 46 Lofts Kaunas und Liberty 72B Kaunas desselben Kreditnehmers haben Zahlungsverzug gemeldet.

Laut InRento kämpft der Projektträger mit Liquiditätsproblemen. Ein geplanter Verkauf einer verwalteten Immobilie im Dezember 2025 wurde nicht finalisiert. Dadurch kam es zu verspäteten Zinszahlungen. Beide Projekte sind mit einer erstrangigen Hypothek besichert, das LTV liegt laut Plattform bei maximal 70 Prozent.

Der Kreditnehmer versucht nun über den Verkauf weiterer Objekte sowie Gespräche mit einem Kreditinstitut eine Refinanzierung zu erreichen. Für verspätete Zahlungen fallen laut Darlehensvertrag 0,2 Prozent Verzugszinsen pro Tag auf den überfälligen Betrag an. Sollte sich die Situation nicht stabilisieren, können Verwertungsmaßnahmen eingeleitet werden. Dies wäre das erste Mal für InRento, das solche Maßnahmen eingeleitet werden müssten und man darf gespannt sein, wie der Fall ausgeht. Ich selbst bin in beiden Projekten mit rund 300 Euro investiert.

InRento vergibt 20 EUR Startguthaben* für das erste Investment auf der Plattform. Die Mindestanlage pro Projekt liegt bei 500 EUR. Die wichtigsten Kennzahlungen und Infos zum Unternehmen in meinen InRento Erfahrungen


inrento 46 lofts

Ich bin bereits seit der ersten von 7 Stages beim 46 Lofts dabei.

News 4: Afranga startet SaveSmart mit fixen Laufzeiten

Afranga* bringt mit SaveSmart (wie sind sie nur auf diesen Namen gekommen? haha) ein neues Festzinsprodukt an den Start. Feste Laufzeit, klar definierter Zinssatz, monatliche Zinszahlungen und Rückzahlung des Kapitals am Ende der Laufzeit. Zum Start kommt das Angebot vom Kreditgeber Stikcredit.

Zur Auswahl stehen 3 (8% Zinsen), 6 (10% Zinsen) oder 12 Monate (12% Zinsen). Die Zinsen werden monatlich ins Wallet ausgezahlt, die Tilgung erfolgt als Bullet am Laufzeitende. Eine vorzeitige Auszahlung ist nicht möglich. Wer möchte, kann die automatische Wiederanlage aktivieren und so das Kapital direkt zum dann gültigen Zinssatz weiter investieren.

Rechtlich bleibt es ein direktes Darlehen zwischen Anleger und Loan Originator unter ECSP Regulierung. Es gibt keine Einlagensicherung.

Damit setzt auch Afranga auf das Vault Konzept mit planbaren Cashflows und einfacher Bedienung. Eine Festgeldtreppe lässt sich über mehrere Laufzeiten abbilden, um regelmäßig Kapital frei zu bekommen und neu zu disponieren. Ähnliche Produkte wie Monefit SmartSaver oder Modena zeigen, wie beliebt solche Strukturen inzwischen sind. Die Vaults auf SmartSaver nutze ich selbst für planbare Liquidität. An sich also eine gute Sache, aber beim Namen hätten sie sich etwas mehr Mühe geben dürften.

Möchtest du mehr über Afranga wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Afranga Erfahrungen durchlesen. Für Neuanleger gibt es darüber hinaus 0,5% Cashback auf alle Investments der ersten 90 Tage.


afranga savesmart

Das neue Produkt SaveSmart auf Afranga.

News 5: Erste FF Forest Q&A

FF Forest* hat erstmals eine Q&A veröffentlicht. Nicht live, aber immerhin mit klaren Aussagen zu Geschäftsmodell, Besicherung und Zukunftsplänen. So ging es um die CO2 Zertifikate, mit denen ich persönlich eher wenig anfangen kann. Man erklärte, dass diese jeweils einer Tonne gebundenem CO2 entspricht. Die Aufforstungsflächen werden nach Prüfung durch die Behörden bei Verra registriert. Erste Zertifikate sollen spätestens fünf Jahre nach Pflanzung ausgegeben werden. Vorabverkäufe mit Abschlag oder langfristige Abnahmeverträge über bis zu 20 Jahre sind möglich.

Dann ging es noch um Timbro. Das Unternehmen verdient im Kern über den Ankauf von Waldflächen im Primärmarkt mit deutlichem Abschlag. In Lettland liegt der Discount laut eigener Aussage bei 40 bis 50 Prozent gegenüber Portfolio Deals im Sekundärmarkt. Wertsteigerung entsteht durch Bündelung, Bewirtschaftung, Holzerlöse und zusätzliche Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen zur Generierung von CO2 Credits.

Das gesamte FF Forest Portfolio dient für unser Investment als Sicherheit laut CEO Gunars. Eine unabhängige Bewertung soll halbjährlich erfolgen. Expansion nach Litauen ist für März geplant, später Finnland. Gespräche mit Investoren aus Saudi Arabien laufen. Zudem gab es eine sechsstellige Summe an staatlicher Förderung zur Automatisierung der Bewertung.

Man rechnet sehr bald mit stark sinkenden Zinsen und will künftig nur noch rund 1 Million Euro pro Monat für Retail-Anleger wie uns anbieten, da man sich institutionell günstiger refinanzieren kann. Ich habe aufgrund dessen und wegen der laufenden Cashback-Kampagne das Portfolio nochmal leicht erhöht.

Möchtest du mehr über FF Forest wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen FF Forest Erfahrungen durchlesen. Die Plattform bietet einen allgemeinen Anmeldebonus von 1,0%* auf deine Investments in den ersten 180 Tagen. (bis zum 25.02.2026 3% extra Cashback)

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Lars WrobbelMoin! Ich bin Lars und schreibe auf diesem Blog schon seit 2015 über meine Erfahrungen beim Investieren in P2P-Kredite. Ich habe zusammen mit Kolja Barghoorn auch das deutsche Standardwerk zum Thema geschrieben, welches auf mehreren Portalen zum Bestseller wurde und regelmäßig aktualisiert wird.

Darüber hinaus gibt es um den Blog auch noch Deutschlands größte P2P Community auf vielen verschiedenen Kanälen, auf der du dich mit tausenden von anderen Investoren austauschen kannst, wenn es mal schnell gehen muss. Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren willst, kannst du das auf meiner Über-Mich Seite tun.

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