P2P Kredite News KW 25 2026 – Mintos verschiebt 80 Millionen in die Rückholung

Ein Investment in P2P Kredite kann zum Totalverlust führen!

Willkommen zu den neuen P2P Kredite News. Während die gesamte P2P-Welt auf Ventus Energy schaut, hat Mintos still und leise über 80 Millionen Euro in die Rückholung verschoben. Bei TWINO gerät das Kerngeschäft unter Druck, nachdem die polnische Verbraucherschutzbehörde UOKiK ein Verfahren gegen Fincard eingeleitet hat. Ventus Energy hat beim Lender Call erstmals Details zum geplanten Sanierungsverfahren kommuniziert. Auf der positiven Seite erweitert Afranga sein SaveSmart-Produkt um grundbuchlich besicherte Immobilienkredite und InRento geht derweil in Rumänien an den Start und finanziert dort zwei Gewerbeimmobilienprojekte in Brașov und Bukarest.

5 P2P News in extremer Kürze auf YouTube, dem Podcast & hier, damit ihr auf dem aktuellsten Stand seid. Ganz schnell & ganz kurz unter dem Motto, 5 News in 5 Minuten. Viel Spaß mit den News der letzten Woche.

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ᐅ Disclaimer
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News 1: Weitere 80 Millionen in der Rückholung auf Mintos

Während die P2P-Welt derzeit gefühlt fast ausschließlich auf die Entwicklungen bei Ventus Energy schaut, ist bei Mintos* vor kurzem etwas passiert, das kaum jemand bemerkt hat. Über 80 Millionen EUR wurden neu in die Rückholung verschoben. Damit etwa so viel wie das gesamte ausstehende Ventus-Portfolio. Interessieren tut es scheinbar kaum jemanden.

Ca. 60 Millionen EUR entfallen davon auf Nera Capital. Seit dem letzten Update sind keine Tilgungszahlungen eingegangen. Die Verhandlungen über ein Restrukturierungs-Entwurf befinden sich laut Mintos in der Abschlussphase, sind jedoch noch nicht finalisiert. Ausgelöst wurde das Ganze auch hier durch einen regulatorischen Eingriff. Dies ist damit de facto der größte Recovery-Fall in der Geschichte von Mintos und weitaus größer als Kviku und Wowwo.

Weitere 20 Millionen EUR betreffen FintechFinance und Biznes Zaim aus Kasachstan. Hier laufen die Verhandlungen über einen schrittweisen Schuldenabbau, der voraussichtlich 18 bis 24 Monate in Anspruch nehmen soll. Zuletzt ist eine Zahlung von 250.000 EUR eingegangen. Mintos hat die Managementteams in Almaty persönlich getroffen.

In beiden Fällen geht man aktuell (noch) von einer vollständigen Rückholung aus, allerdings frühestens 2028. Und wir alle wissen, wie verbindlich solche Prognosen sind. Mich persönlich betrifft das bei beiden Fällen zusammen mit knapp über 1.000 EUR.

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News 2: Fincard im Visier der polnischen Verbraucherschutzbehörde

Die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde UOKiK hat am 16. Juni 2026 ein Verfahren gegen Fincard eingeleitet. Der Vorwurf ist die Umgehung der gesetzlichen Zinsobergrenze für Verbraucherkredite.

Fincard erhob auf die genutzten Kreditlimits regelmäßige Provisionen, die prozentual an der in Anspruch genommenen Summe hingen. Laut UOKiK handelte es sich dabei faktisch um versteckte Zinsen, da Gebühren in einem solchen Modell wie Kreditzinsen wirken und die gesetzlich erlaubte Zinsgrenze de facto überschreiten. Verbraucher sollen dabei über die tatsächlichen Kreditkosten getäuscht worden sein. Das mögliche Bußgeld beläuft sich auf bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes von Fincard (zuletzt rund 53 Millionen Euro).

TWINO CEO Nauris hat sich dazu auf Telegram bereits geäußert und betont, dass es sich nicht um einen neuen Fall handelt. Die UOKiK hatte Fincard bereits vor über einem Jahr mit Informationsanfragen kontaktiert, danach blieb es lange ruhig. Aktuell liege lediglich ein Vorwurf vor, keine rechtskräftige Entscheidung und keine Sanktion. Fincard vertritt den Standpunkt, dass polnisches Verbraucherkreditrecht die parallele Erhebung von Zinsen und separaten Gebühren ausdrücklich erlaubt. Das Preismodell sei zudem marktüblich und werde auch von Banken genutzt. Ein bekannter polnischer Verbraucherkreditrechtsanwalt bezeichnete die UOKiK-Auslegung öffentlich als rechtlich fragwürdig. Der Betrieb laufe unverändert weiter.

Fincard ist das operative Kerngeschäft hinter TWINO. Auf dem Zweitmarkt sind seit der Meldung deutlich höhere Abschläge als üblich zu beobachten. Sollte das Verfahren zu einer existenzbedrohenden Sanktion führen oder das Geschäftsmodell regulatorisch kippen, stehen für P2P-Anleger rund 40 Millionen Euro im Feuer. Polen ist historisch dafür bekannt ein schwieriger Markt für P2P Anleger zu sein.

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TWINO ist im Grunde vollständig abhängig vom polnischen Geschäft.

News 3: Restrukturierung oder Insolvenz?

Ventus Energy hat in der vergangenen Woche einen Lender Call abgehalten und erste Details zum geplanten Sanierungsverfahren kommuniziert. Das Management sieht die aktuelle Krise als Ergebnis mehrerer gleichzeitiger Belastungen, darunter regulatorische Untersuchungen, Kontosperrungen durch Banken und Zahlungsdienstleister sowie externe Störungen des Geschäftsbetriebs.

Das Unternehmen hat sich gegen eine Insolvenz und für ein förmliches Restrukturierungsverfahren entschieden. Der entsprechende Plan soll in rund zwei Wochen beim Gericht eingereicht werden. Nach Prüfung durch einen bestellten Administrator folgt eine Gläubigerabstimmung, für die eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Alle Gläubiger werden dabei gleichbehandelt.

Die Vermögenswerte von Ventus übersteigen laut Unternehmensangaben 100 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten liegen knapp darunter. Das Mezzanine-Portfolio beläuft sich auf über 80 Millionen Euro. Geplant ist der geordnete Verkauf einzelner Portfolios aus den Bereichen Wind, Solar, Wärme und möglicherweise weiterer Assets. Mehrere Kaufinteressenten seien bereits vorhanden. Laufende Kraftwerke generieren weiterhin Einnahmen.

Im Erfolgsfall hält das Management eine vollständige Rückzahlung für möglich. Im Fall einer Insolvenz schätzt das Unternehmen die Rückholungsquote auf 0 bis 50 Prozent.

Die Abstimmung über den Restrukturierungsplan findet voraussichtlich im Juli statt. Wer als Gläubiger nicht abstimmt, gilt automatisch als Nein-Stimme. Eine abgelehnte Restrukturierung würde direkt in ein Insolvenzverfahren münden. Ich werde in jedem Fall für die Restrukturierung stimmen.

ventus_restrukturierung_ablauf

Im Grunde gibt es (aus meiner Sicht) für das Voting nur eine logische Option.

News 4: Afranga erweitert SaveSmart um Immobilienprojekte

Die P2P-Plattform Afranga* hat ihr Produkt SaveSmart um grundbuchlich besicherte Immobilienkredite erweitert. Das erste verfügbare Projekt trägt den Namen Modern Housing Ovcha Kupel und bietet einen festen Zinssatz von 9 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zinsen werden monatlich ausgezahlt, das Kapital zum Laufzeitende zurückgeführt.

Das Projekt umfasst 315 vollmöblierte Einzimmerstudios in zwei viergeschossigen Gebäuden auf einem rund 8.072 Quadratmeter großen Grundstück im Sofioter Stadtteil Ovcha Kupel. Die Gesamtbaufläche beläuft sich auf rund 10.500 Quadratmeter. Monatliche Mieteinnahmen sollen laut Projektunterlagen ab 350 Euro pro Studio erzielt werden. Machbarkeitsstudie, juristische Due Diligence und konzeptionelles Design sind abgeschlossen. Der Grunderwerb ist für August 2026 geplant, die Gesamtentwicklungsdauer wird mit 36 Monaten ab Grundstückskauf angegeben.

Auch wenn die Laufzeit fest ist, soll es in naher Zukunft auch eine “Quick-Liquidity-Funktion” für SaveSmart geben, mit der man dann auch vor Ablauf der Laufzeit an sein Geld kann. Wie diese ausgestaltet ist, weiß man zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht. So eine Funktion dürfte SaveSmart aber nochmals deutlich interessanter für Anleger machen.

Möchtest du mehr über Afranga wissen, dann kannst du dir die grundlegenden Dinge in meinen Afranga Erfahrungen durchlesen. Für Neuanleger gibt es darüber hinaus 0,5% Cashback auf alle Investments der ersten 90 Tage.


afranga savesmart real estate

Afranga startet in Sofia ein ambitioniertes Immobilienprojekt.

News 5: InRento startet Immobilienfinanzierung in Rumänien

Die litauische Immobilien-P2P-Plattform InRento* hat ein Büro in Bukarest eröffnet und ist mit zwei ersten Projekten in Rumänien aktiv. Die Plattform weist bisher weiterhin keine Ausfälle auf und ist neben dem Heimatmarkt Litauen bereits in Polen, Finnland, Italien, Lettland, Irland und Spanien tätig.

Das erste rumänische Projekt trägt den Namen Z128 und befindet sich in Brașov. Es handelt sich um die Umwandlung einer bestehenden Struktur in einen gemischt genutzten Gewerbekomplex. Langfristige Mietverträge mit Supeco, einem Tochterunternehmen der Carrefour-Gruppe, sowie dem Fitnessnetzwerk 18Gym sind bereits abgeschlossen. Die Gesamtrendite liegt laut Plattform zwischen 11,25 und 12,5 Prozent pro Jahr.

Das zweite Projekt C19 befindet sich am Lascar-Catargiu-Boulevard im Herzen des Bukarester Geschäftsviertels. Zwei miteinander verbundene Bestandsgebäude sollen zu einem Bürokomplex umgewandelt werden. Die angegebene Gesamtrendite beträgt 10,75 bis 12 Prozent pro Jahr.

InRento positioniert sich in Rumänien als Alternative zu lokalen Banken, deren Kreditprozesse für Refurbishment- und Umnutzungsprojekte strukturell ungeeignet sind. Das lokale Team in Bukarest besteht aus Fachleuten aus dem Bereich Immobilienfinanzierung und Bankwesen. Bislang hat InRento nach eigenen Angaben über 10 Millionen Euro Zinsen an Anleger ausgezahlt.

InRento vergibt 20 EUR Startguthaben* für das erste Investment auf der Plattform. Die Mindestanlage pro Projekt liegt bei 500 EUR. Die wichtigsten Kennzahlungen und Infos zum Unternehmen in meinen InRento Erfahrungen


inrento countries

Für Rumänien wurden bereits 2,1 Millionen EUR eingesammelt.

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Das waren die kurzen News für diese Woche, bei denen es diesmal primär um das Thema “Ventus Energy Restrukturierung” ging. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinem Feedback auf dem Blog und wenn du den Inhalt wertvoll findest, teile ihn gern! Vielen Dank!

Lars WrobbelMoin! Ich bin Lars und schreibe auf diesem Blog schon seit 2015 über meine Erfahrungen beim Investieren in P2P-Kredite. Ich habe zusammen mit Kolja Barghoorn auch das deutsche Standardwerk zum Thema geschrieben, welches auf mehreren Portalen zum Bestseller wurde und regelmäßig aktualisiert wird.

Darüber hinaus gibt es um den Blog auch noch Deutschlands größte P2P Community auf vielen verschiedenen Kanälen, auf der du dich mit tausenden von anderen Investoren austauschen kannst, wenn es mal schnell gehen muss. Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren willst, kannst du das auf meiner Über-Mich Seite tun.

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