P2P Kredite News KW 41 2026 – Indemo Spanien Dekrete, wie gefährlich sind die neuen Wohnungsgesetze?
Ein Investment in P2P Kredite kann zum Totalverlust führen!
Willkommen zu den neuen P2P Kredite News. Indemo analysiert die neuen Wohnungsdekrete in Spanien und gibt die Ergebnisse bekannt. Modena beantragt eine MiFID-II-Lizenz. TWINO Flexi erreicht 2 Millionen Euro ausgegebene Wertpapiere und über 2.100 Anleger. LANDE meldet sinkende Ausfallquoten in neueren Jahrgängen. TD Funding steigert den Nettogewinn im zweiten Quartal um fast das Fünffache.
5 P2P News in extremer Kürze auf YouTube, dem Podcast & hier, damit ihr auf dem aktuellsten Stand seid. Ganz schnell & ganz kurz unter dem Motto, 5 News in 5 Minuten. Viel Spaß mit den News der letzten Woche.
Bitte beachte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keine Anlageberatung und stelle keine individuellen Anlageempfehlungen dar. Ich berichte ausschließlich über meine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen. Investitionen in P2P-Kredite und Projektfinanzierungen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle Links zu den Investment-Plattformen sind Affiliate- bzw. Werbe-Links (in der Regel mit * gekennzeichnet). Ich erhalte hierfür eine Vergütung. Inhalte und Bewertungen erfolgen unabhängig und ohne redaktionelle Vorgaben durch die Anbieter.
News 1: Neue Wohnungsgesetze in Spanien sorgen für Unruhe
Der spanische Immobilienmarkt steht politisch unter Druck, und das trifft auch die P2P-Plattform Indemo*, die zu 100 Prozent in Spanien aktiv ist. Das Parlament hat die ersten Dekretentwürfe für den Umbau des Wohnrechts der Regierung am 2. Oktober abgelehnt. Am 5. Oktober wurde es aufgelöst, Neuwahlen sind für den 29. November angesetzt. Die Regierung hat inzwischen überarbeitete Fassungen vorgelegt, die noch vom Parlament bestätigt werden müssen. Ob einzelne Maßnahmen am Ende bleiben, ist offen.
Das Paket betrifft Mietregeln, Mieterschutz, Förderung für Käufer, Steuervorteile und ein neues Anlagekonto für Spanier. Den Hypothekenschuldenmarkt trifft es indirekt, weil bei der Verwertung eines Kredits der Gläubiger am Ende die Immobilie übernehmen kann. Zwei Punkte sind für Indemo relevant. Zum einen dürfen Wohnimmobilien nicht mehr unter 70 Prozent ihres Wertes erworben werden. Laut Indemo gilt das nur für den Erwerb der Immobilie und nicht für den Kaufpreis der Forderung. Übernimmt Indemo eine Immobilie, zählt die Gesamtstruktur aus offener Schuld, übernommenem Schuldanteil, Barzahlungen und Verbindlichkeiten. Da die Schuld oft nahe am Immobilienwert oder darüber liegt, sieht Indemo hier kein Hindernis.
Zum anderen wird in den Schlagzeilen ein Räumungsstopp bis 2030 genannt. Indemo betont, dass der Schutz nur für Personen mit bestimmten sozialen Verwundbarkeitskriterien ohne alternative Unterkunft gilt, nicht automatisch für jeden säumigen Schuldner. Vergleichbare Schutzregeln gibt es in Spanien seit 2013, zuletzt galten sie bereits bis zum 15. Mai 2028. Eine ausgesetzte Räumung bedeutet laut Indemo keinen Schuldenerlass, die Forderung kann durch Zinsen und Verfahrenskosten weiter wachsen. Indemo setzt zudem stark auf außergerichtliche Einigungen. Die Übernahme der Immobilie ist nur eine von mehreren Exit-Strategien, dazu zählen Verkauf im Rahmen einer Einigung, Gerichtsauktion oder der Verkauf der Forderung selbst. Die 70-Prozent-Grenze gilt dafür nicht.
Für Anleger heißt das, dass Indemo die Auswirkungen auf das Produkt als gering einstuft. Die Rechtsteams der Servicing-Partner haben für diese Einschätzung eine umfangreiche Analyse erstellt. Einzelne Verzögerungen und zusätzliche Dokumentenanfragen bei Gerichten sind möglich, laut Indemo sind sie im Worst-Case-Szenario der Produktkalkulation bereits berücksichtigt. Das bleibt eine Einschätzung der Plattform, wie die Gerichte die Regeln in der Praxis anwenden, wird sich erst zeigen. Wer bereits investiert ist, sollte die Entwicklung im Parlament und die Wahl am 29. November im Blick behalten. Der Sekundärmarkt der Plattform steht nach Angaben von Indemo kurz vor dem Start und würde einen vorzeitigen Verkauf von Investments ermöglichen.
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News 2: Modena beantragt MiFID-2-Lizenz
Die P2P-Plattform Modena* hat am 6. Oktober angekündigt, eine MiFID-II-Lizenz als Wertpapierfirma zu beantragen. Den vollständigen Antrag will Modena in rund 2,5 Monaten bei der estnischen Finanzaufsicht FSA einreichen. Danach rechnet die Plattform mit einer üblichen Prüfphase von etwa sechs Monaten.
Aktuell agiert Modena Estonia OÜ als lizenzierter Kreditgeber in Estland und ist laut eigenen Angaben weder Wertpapierfirma noch Crowdfunding-Plattform. Mit der Lizenz würde Modena der direkten Aufsicht der FSA unterliegen, strengere Eigenkapital- und Solvenzvorgaben erfüllen und zusätzliche Anforderungen an Governance, Risikomanagement und unabhängige Prüfungen übernehmen.
Für mich ist das ein spannender Schritt, denn Modena positioniert sich als kleine Alternative zu Go & Grow und Monefit SmartSaver ohne Alternativprodukte und würde sich regulatorisch somit von seinen großen Konkurrenten als Plattform absetzen. Ob und wann die Lizenz erteilt wird, ist offen. Frühestens im Sommer 2027 ist mit einer Entscheidung zu rechnen. Ich selbst bin schon seit dem Start der Plattform 2025 auf Modena investiert und bisher zufrieden und auch aus der Community hört man eher positive Stimmen. Sie hat bisher jedoch noch nicht die Größe erreicht, um Teil meines Hauptportfolios zu sein.
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News 3: TWINO Flexi wächst auf 2 Millionen Euro
Letzte Woche ging es um die beiden kürzlich gelaunchten Produkte Debitum Flow und Robo Flow, die mit beachtlichen Ergebnissen gestartet sind. TWINO Flexi dagegen ist schon länger am Markt und hat einige Monate Vorsprung. Wie sieht es hier aus? Das Produkt hat laut TWINO* mittlerweile mehr als 2.100 Anleger mit aktivem Flexi-Wallet. Bisher wurden Flexi-Wertpapiere im Wert von 2 Millionen Euro ausgegeben. Das ausgegebene Gesamtvolumen und der aktuell investierte Betrag sind für Anleger sogar transparent im Flexi-Bereich des Dashboards einsehbar. Die aktivsten Flexi-Anleger kommen, wie kann es auch anders sein, derzeit aus Deutschland. Anders als bei den beiden erstgenannten gehöre ich ebenfalls dazu und nutze Flexi für ein kleines Sparprojekt.
Die Rücknahmen sind über drei Liquiditätsstufen abgesichert. Zuerst greift die Nachfrage anderer Anleger. Reicht sie nicht aus, kauft TWINO Wertpapiere mit der Sicherheit des Kreditgebers zurück. Das ist Bargeld auf einem TWINO-Bankkonto in Höhe von 10 Prozent der für Flexi gelisteten Kredite. Ist diese Sicherheit aufgebraucht, tilgt der Kreditgeber das betroffene Wertpapier vorzeitig, und die Erlöse gehen in der Reihenfolge der Anfragen an Anleger mit offenen Auszahlungswünschen. Die dritte Stufe war laut TWINO bisher noch nie nötig. TWINO überwacht die Liquidität laufend und simuliert Szenarien, in denen die Auszahlungsanfragen die verfügbare Sicherheit übersteigen. Mit stabiler Liquidität will TWINO das Limit pro Anleger schrittweise anheben. Man ist also überaus vorsichtig, was vermutlich auch die exakt richtige Strategie ist.
Zusätzlich hat TWINO in den letzten sechs Monaten die mobile App ausgebaut. Ein großer Teil der Anleger nutzt sie täglich, um Investments zu prüfen, Flexi zu verwalten und den Zweitmarkt zu nutzen. Die App wird laut TWINO fast wöchentlich aktualisiert, einzelne Funktionen gibt es bisher nur dort und nicht in der Desktop-Version.
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News 4: LANDE meldet sinkende Ausfallquoten
Die Agrar-Plattform LANDE* hat ein Update zum Kreditportfolio veröffentlicht. Bei 67,6 Millionen Euro vergebener Kredite liegt die historische Ausfallquote momentan bei 4,08 Prozent. Bei landbesicherten Krediten, dem größten Teil des Portfolios, sind es 2,56 Prozent bei 36,7 Millionen Euro. LANDE hat Scoring und Kreditprüfung verschärft und riskantere Produkte wie die Erntefinanzierung eingestellt.
Bei maschinenbesicherten Krediten sank die Ausfallquote von 13,45 Prozent im Jahrgang 2023 auf 6,53 Prozent (2024) und 2,89 Prozent (2025). Der Jahrgang 2026 mit 4,2 Millionen Euro steht bei 0 Prozent. In Lettland fiel die Quote von 9,44 auf 1,50 Prozent, in Litauen liegen die Jahrgänge 2024 bis 2026 bei 0 Prozent. Rumänien startete mit 30,51 Prozent im frühen Jahrgang 2023 und lag 2024 bei 4,70 Prozent. Im Jahrgang 2025 sind es 6,89 Prozent, also deutlich weniger als 2023, aber mehr als im Vorjahr. Bei Landkrediten sanken die Quoten von 4,67 Prozent (2024) auf 3,52 Prozent (2025) und 1,24 Prozent (2026), während das Jahresvolumen von rund 6,0 auf 13,3 Millionen Euro stieg. Die historische Quote liegt in Lettland bei 1,09 Prozent und in Litauen bei 0,53 Prozent.
Meine Einschätzung ist, dass die Richtung stimmt, die Zahlen aber noch nicht immer belastbar sind. Denn gerade junge Jahrgänge hatten kaum Zeit auszufallen und lassen sich mit älteren nicht unbedingt vergleichen, das räumt auch LANDE ein. Das wachsende Neugeschäft drückt zudem rechnerisch die historische Gesamtquote. Die Jahrgänge 2023 und 2024 bei Maschinenkrediten bleiben mit 13,45 und 6,53 Prozent auffällig. Der Artikel macht keine Angaben dazu, ab wann LANDE einen Kredit als ausgefallen zählt und wie hoch die Rückflüsse aus ausgefallenen Krediten sind.
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News 5: TD Funding steigert Gewinn im zweiten Quartal
Die P2P-Plattform TD Funding* (Triple Dragon Funding), die Spiele- und App-Studios finanziert, hat ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Der Bruttogewinn hat sich gegenüber dem ersten Quartal verdoppelt. Der Nettogewinn stieg um fast das Fünffache. Laut Plattform liegt das an zwei Faktoren. Im ersten Quartal fielen hohe Kosten für den Plattformstart an, die im zweiten Quartal geringer waren. Zudem stieg die Zahl der erworbenen Kredite und damit Umsatz und Bruttogewinn. Die Ergebnisse entsprechen den ursprünglichen Prognosen.
Das Quartal schloss mit Vermögenswerten von 18,5 Millionen Euro bei Plattformverbindlichkeiten von 13,5 Millionen Euro ab. Die Vermögenswerte liegen damit 5 Millionen Euro über den Verbindlichkeiten. Nach eigenen Angaben verfügt TD Funding über ein Kapitalpolster, das mögliche ausgefallene Kredite abfedern soll. Die historische Abschreibungsquote bezeichnet die Plattform als sehr niedrig, nennt dafür aber keine Zahl. Auch die absoluten Werte für Brutto- und Nettogewinn nennt die Meldung im Text nicht. Die Steigerung bezieht sich auf das Q1, das durch die Startkosten belastet war.
TD Funding bleibt damit weiterhin das “Sahnestück” der White Label Solution Plattformen und zeigt sich vollkommen unbeeindruckt von der durch Ventus Energy verursachten Schwächephase der gesamten Branche. Es sieht so aus als würden wir mit dieser Plattform weiterhin noch viel Spaß haben 🙂
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Dann schau jetzt in meine P2P Plattform-Übersicht. Dort findest du weitere Informationen und / oder Artikel zu den Plattformen, auf denen ich investiere.
Dein Feedback zu den P2P Kredite News
Das waren die kurzen News für diese Woche, bei denen es diesmal primär um das Thema “Indemo Spanien” ging. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinem Feedback auf dem Blog und wenn du den Inhalt wertvoll findest, teile ihn gern! Vielen Dank!

Darüber hinaus gibt es um den Blog auch noch Deutschlands größte P2P Community auf vielen verschiedenen Kanälen, auf der du dich mit tausenden von anderen Investoren austauschen kannst, wenn es mal schnell gehen muss. Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren willst, kannst du das auf meiner Über-Mich Seite tun.
Weitere Infos zu den aktiven P2P Plattformen
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