Investoren-Interview Nr. 6: Vincent von Freaky Finance

Das letzte Interview aus unserer Community ist äußerst beliebt gewesen und ich habe viele Anfragen zu weiteren bekommen. Unter anderem von Vincent, der auf Freaky Finance über die Themen finanzielle Unabhängigkeit, Reisen und Routinen schreibt. Schau auf jedenfall mal auf seinem inspirierenden Blog vorbei. Und jetzt viel Spaß beim Interview!

Das Interview

1. Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du, was tust du und was ist dein leidenschaftliches Hobby?
Ich heiße Vincent, bin 40 Jahre alt und ich arbeite als Techniker in einer großen Firma. Ich bin dort seit der Ausbildung, sehr zufrieden und mittlerweile fast 24 Jahre dort angestellt. Ich habe eine erwachsene Tochter und interessiere mich für Finanzen, Reisen und Sport. Über diese Themen schreibe ich auch auf meinem Blog “freaky finance”.

Finanzielle Unabhängigkeit
Vincent von Freaky Finance

2. Wie sieht deine Karriere als Privatinvestor bisher aus? Womit und wann hast du begonnen, wo stehst du heute?
Ich habe vor über 20 Jahren meine ersten Aktien gekauft, 2 Jahre später die erste Immobilie und mit der Zeit kamen allerlei weitere Anlageklassen und Einkommensströme hinzu. Zwischendurch habe ich auch große Anlagefehler gemacht. Trotzdem stehe ich heute u. a. mit einem recht üppigen Wertpapierdepot und 7 Immobilien finanziell gut da. Viele würden an meiner Stelle wahrscheinlich die abhängige Beschäftigung aufgeben.

3. Bevorzugst du mehr Kurz- oder Langzeitinvestitionen?
Ich denke der Mix macht’s! Allerdings sind die meisten meiner Investments eher langfristig ausgerichtet. Bei Wertpapieren bin ich mittlerweile fast ein reiner “Buy and Holder”. Immobilien betrachte ich persönlich auch als Langfristanlage. Meinen Gold- und Silber-Bestand sehe ich weniger als Anlage, sondern eher als reine Absicherung für den Fall, dass uns das Finanzsystem um die Ohren fliegt. Auf den Ernstfall, mit dem Zeug “einkaufen” gehen zu müssen, kann ich allerdings gerne verzichten. Aber ein paar kurz- und mittelfristige Anlagen habe ich natürlich auch laufen. Das sind bei mir Tages- und Festgeld, sowie P2P-Kredite und ein paar Crowdfunding Projekte.

4. Was hat dich zum P2P-Investment gebracht?
Ehrlich gesagt war es damals wohl die Gier. Die in Aussicht gestellten hohen Renditen haben mich sofort gereizt. Zumal Aktien zu der Zeit stark unter der Wirtschaftskrise litten (das wären natürlich aus heutiger Sicht tolle Kaufpreise gewesen aber soweit war ich im Kopf damals leider noch nicht). Ich war aber trotzdem schon immer zu einem gewissen (größeren) Risiko bereit und probiere entsprechende Dinge wohl auch eher mal aus als andere. Das hat sich mal als Vorteil und mal als Nachteil herausgestellt. Bei meinen ersten P2P-Krediten habe ich dann auch gleich typische Anfängerfehler gemacht und z.B. viel zu große Summen in einzelne Projekte investiert.

5. Auf welchen P2P-Plattformen bist du derzeit aktiv?
Meine ersten Erfahrungen habe ich 2009 bei Smava gemacht. Da trudeln aktuell grad noch die letzten Auszahlungen ein. In wenigen Monaten ist Smava dann mit der letzten Rückzahlung für mich Geschichte. Als nächstes bin ich bei Auxmoney eingestiegen und später noch bei Lendico (hier mein Erfahrungsbericht), Mintos, Twino (hier mein Erfahrungsbericht), Bondora, Viventor und letztens gerade bei Swaper und Viainvest. Nun ist kurzfristig auch noch Estateguru dazugekommen.

Zusätzlich habe ich schon öfter Privatkredite vergeben. Also quasi ganz direktes und persönliches P2P-Kreditgeschäft ohne zwischengeschaltete Plattform betrieben. Je nach Kredithöhe kann man sich als Sicherheiten vorhandene Lebensversicherungen abtreten lassen, Fahrzeugbriefe einkassieren, einen Darlehensvertrag inkl. notarielles Schuldanerkenntnis machen und/oder eine ebenfalls notarielle Bürgschaft geben lassen. Probleme oder schlechte Erfahrungen damit: Fehlanzeige! Baltische Zinshöhen allerdings auch 😉

6. Wenn du an deine bevorzugte bzw. meistgenutzte P2P-Plattform denkst, was ist in deinen Augen der Hauptvorteil dieser Plattform?
Mein derzeitiger Favorit ist schon länger Mintos. Der Hauptvorteil ist, dass ich dort im Gegensatz zu anderen Plattformen noch nie Probleme hatte mein Geld in Kreditprojekten unterzubringen. Weitere Vorteile sind für mich, dass es keine Anlegergebühren (wie bei den deutschen Plattformen) gibt, Kredite mit Rückkaufgarantien angeboten werden, eine leicht zu verstehende Benutzeroberfläche vorhanden ist, es einen Zweitmarkt gibt (auch wenn ich den selber noch nicht genutzt habe) und ordentliche Renditen möglich sind.

7. Welche Vorteile hat P2P-Investment deiner Meinung nach gegenüber anderen Investment-Formen?
Hier sind relative hohe Renditen möglich. Natürlich bei entsprechenden Risiken. Ich sehe meine P2P-Investitionen aber hauptsächlich als Diversifikation. Mir ist es einfach wichtig, möglichst breit aufgestellt zu sein. Der nächste Börsen-Crash oder das Platzen einer Immobilienblase muss nicht zwangsläufig auch voll auf meine P2P-Anlagen durchschlagen. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Sollte es zu einem Plattform- und/oder Anbahner-Sterben im Bereich P2P-Kredite kommen, sind meine anderen Anlageklassen dadurch nicht unbedingt und unmittelbar auch betroffen.

8. Viele Menschen glauben, ein P2P-Investment sei unsicher, da dort nur Menschen Kredite beantragen, die bei einer Bank keinen Kredit bekommen, wie denkst du darüber und was würdest du einem solchen Menschen sagen?
Da ist natürlich was dran und ganz abstreiten kann man das nicht. Es muss ja auch einen Grund für die vergleichsweise hohen Zinsen bei diesen Krediten geben. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass da vereinzelt auch Betrüger unter den Kreditnehmern sind. Die stecken vielleicht sowieso in einer ausweglosen Situation, kriegen es aber irgendwie hin, dass deren Kredit über eine Plattform finanziert wird. Die haben aber von vornherein überhaupt nicht vor, auch nur eine Rate zurückzuzahlen. Es ist eine Sache, wenn ein Kreditnehmer irgendwann wirklich am Ende ist und nicht mehr zahlen kann, aber ich habe einige Kredite erlebt, wo es zu keinerlei Rückzahlungen kam und da gehe ich davon aus, dass das vorsätzlich passiert ist (Anm. Lars: auch ich habe diese Erfahrung gemacht). Und da ist auch mit dem besten Inkassoverfahren nichts mehr zu holen, weil einfach nichts da ist…

Andererseits gibt es natürlich unter den Kreditnehmern auch jede Menge aufrichtiger und ehrlicher Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen um P2P-Kredite bemühen. Die zahlen pünktlich und bis zur letzten Rate. Das müssen auch nicht alles Leute sein, die keinen Bankkredit bekommen. Und selbst wenn, sagt das auch nicht immer alles über diese Personen aus. Denn Banken haben teilweise auch sehr merkwürdige Richtlinien, nach denen sie Kredite vergeben (dürfen). Selbstständige haben wohl z. B. oft Probleme, bei Banken an Kredite zu kommen. Einfach weil die Richtlinien für sie nachteilig sind. Die versuchen dann auf P2P-Plattformen ihr Glück. Man muss das also schon differenziert betrachten. Und letztendlich muss dann jeder selber wissen, ob er in solche Kredite investieren möchte oder nicht. Wenn nicht, bleibt mehr für diejenigen, die Bock drauf haben. Und das scheinen ja immer mehr zu werden, denn es häufen sich ja Fälle in denen es schwierig ist genügend Kredite zu finden, in die man sein Geld investieren kann.

9. Investierst du automatisiert oder manuell (nicht nur P2P)? Warum investierst du so, wie du investierst?
Auch hier fahre ich wieder zweigleisig. Oft fange ich mit manuellem Investieren an, um “das Handwerk” und die Umgebung besser kennenlernen zu können. Wenn ich meine es verstanden zu haben, gehe ich immer mehr zum automatisierten Investieren über. Denn Zeit ist ja auch Geld und seinen ROTI (Return On Time Invested) sollte man auch im Blick haben 😉 Darüber habe ich letztens gerade erst geschrieben:

10. Wie sieht deine persönliche Anlagestrategie aus (inkl. P2P)?
Auch darüber gibt der eben genannte Artikel Auskunft. Mir ist, wie schon angesprochen, eine möglichst breite Streuung wichtig. Ich bin der Meinung, dass das einige Risiken etwas abmildert und ich fühle mich einfach wohler, wenn ich meine Anlagen gut diversifiziere. Zudem ist es wichtig auch kurzfristig schnell Cash zur Verfügung zu haben, um für kurzfristige Chancen oder Notfälle gewappnet zu sein. Gleichzeitig spielt der langfristige Vermögensaufbau, z. B. die Altersvorsorge natürlich auch eine Rolle. Dazwischen gibt es auch das eine oder andere zu beachten. Deswegen finde ich es wichtig seine Ziele zu kennen und sein Handeln daran auszurichten.

11. Was war das bisher beste Investment deines Lebens?
Das kann ich gar nicht so eindeutig benennen. Da waren schon einige gute dabei. Früh mit Aktien und Immobilien anzufangen, war sicherlich gut. Ein großes Haus in Frankreich zu mieten und zimmerweise an Monteure unterzuvermieten war eine sehr gute Idee. Und aktuell erfreut sich mein großer Transporter, den ich – ebenfalls in Frankreich – für Umzüge und Ähnliches untervermiete, großer Beliebtheit. Meine schlechteste Anlage bzw. meinen größten finanziellen Fehler kann ich dagegen sofort und konkret benennen! Das waren Investitionen in verschiedene geschlossene Beteiligungen. Da habe ich ca. 200.000€ verbrannt. Eine schmerzvolle aber lehrreiche Erfahrung über die ich hier ausführlicher berichte.

12. Wenn du einem neuen und jungen Investor ein Buch empfehlen würdest (unabhängig ob P2P, Aktien oder Weiterentwicklung), welches wäre das?
Für Einsteiger eignen sich die typischen Klassiker denke ich gut. “Rich Dad Poor Dad” für das Grundsätzliche und wenn derjenige dann in den entspannten, weil passiven Wertpapierhandel einsteigen möchte, ist er mit dem “Kommer” sicher gut beraten. Je nachdem was der junge Mensch vorhat passen natürlich andere Werke vielleicht besser. So pauschal ist das schwierig zu sagen. Ich selber bin ein großer Fan von dem Buch “Die 4 Stunden Woche” und ich neige außerdem immer ein bisschen dazu, die Weltuntergangsszenarien und Verschwörungstheorien im Auge zu behalten. Wer für so etwas zu haben ist, kann “Der schwarze Schwan” und “Der Crash ist die Lösung” lesen. Ob das direkt was für Einsteiger ist, sei mal dahingestellt…

13. Was fasziniert dich an passivem Einkommen?
Das ist ja eine sehr gehypte Begrifflichkeit und wenn man sich etwas näher damit beschäftigt, stellt man schnell fest, dass es dann doch oft so passiv, wie man es gerne hätte, gar nicht ist. Die Grundidee, nicht mehr 1 zu 1 Zeit gegen Geld zu tauschen finde ich aber tatsächlich faszinierend, weil es mit einem Stück mehr Freiheit verbunden ist. Man hat Einnahmen, weil man wohl irgendwann mal was richtig gemacht hat und kann den schönen Dingen des Lebens nachgehen, während die Kasse im Idealfall trotzdem klingelt. Meistens ist der Aufbau eines nennenswerten passiven Einkommens trotzdem zunächst einmal harte Arbeit oder erfordert große Investitionen. Manchmal sogar beides. Umso schöner, wenn der Aufwand von Erfolg gekrönt ist.

14. Du möchtest laut deinem Blog über 100 Jahre alt werden. Auch ich verfolge dieses Ziel, denn 100 ist schließlich das neue 30 🙂 Was tust du dafür?
In erster Linie setze ich auf Bewegung. Ich habe gehört, das kann das Leben verlängern 😉 Ich mache an 6 Tagen in der Woche jeweils verschiedene Sportübungen und einmal in der Woche gehe ich länger laufen. Hier habe ich mal einen Artikel dazu verfasst.

Im Juni laufe ich meinen ersten Halbmarathon (einen ganzen Marathon halte ich für ungesund!). Meine Ernährung ist im Gegensatz zu früher schon etwas gesünder geworden aber da ist noch ordentlich Optimierungspotenzial. Insgesamt setze ich mich auch immer noch zu viel Stress aus. Der ist oft selbstgemacht. Das ist eigentlich wiederum gut, weil es so theoretisch einfacher ist, ihn zu reduzieren. Es hapert aber noch an der Umsetzung. Der Wille ist aber da. Ich lebe schon immer rauch- und drogenfrei. Alkohol habe ich als Mittzwanziger das erste Mal getrunken. Dadurch sind hoffentlich größere (Langzeit)Schäden ausgeblieben, die wohl bei sehr jungen (jugendlichen) Konsumenten sehr viel wahrscheinlicher sind. Dann habe ich auf dem Gebiet (Alkohol) zwar einiges nachgeholt aber inzwischen bin ich da fast schon wieder völlig von ab. Ich bin wirklich dafür dankbar, dass ich noch nie ernsthaft krank war und habe gleichzeitig einen Heidenrespekt vor diesen vielen tückischen und schlimmen Krankheiten, die es gibt. Es kann aber auch alles plötzlich durch einen blöden Unfall zu Ende sein oder in der Invalidität enden. Jeder weiß mehr oder weniger was gesund ist und letztlich kann man nur ein paar Grundlagen für ein langes Leben schaffen aber wirklich selbst in der Hand hat man es dann doch nicht. Ich will mir zumindest nicht irgendwann vorwerfen müssen, aktive Selbstvernichtung betrieben zu haben.

15. Immer wieder lese ich die Story, dass viele den Absprung in das eigene Finanzmanagement aufgrund von schlechten Erfahrungen mit “Finanzexperten” geschafft haben. Wie denkst du, können wir sowas vermeiden? Bzw. wie kann ein heute 18-jähriger diese Falle schon umgehen?
Ich denke das ist wohl nur für diejenigen möglich, die sich wenigstens ein bisschen für Finanzen und Vermögensaufbau interessieren. Wer sonst kommt auf die Idee, sich Finanz-Lektüre zu besorgen oder sich im Internet auf einem der vielen hilfreichen Blogs zu belesen? Abseits davon geht es dann eben doch oft nur über die typischen schlechten Erfahrungen. Es ist sogar so, dass der Großteil der Leute es nicht einmal als schlechte, sondern normale Erfahrung wahrnimmt. Horrende Gebühren, Provisionen und (wissentliche und unwissentliche) Falschberatung sind an der Tagesordnung. Da kommen leider die wenigsten drauf, das in Frage zu stellen und nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Das Problem fängt doch damit an, dass es man in der Schule nichts darüber lernt und das Thema Geld in unserer Gesellschaft nach wie vor totgeschwiegen wird. Aber immerhin habe ich das Gefühl, dass es ganz langsam mehr werden, die ihre Finanzen in die eigenen Hände nehmen wollen. Aber diese Bewegung geht in der Gesamtbevölkerung immer noch unter. Aber wer nach Alternativen sucht, hat dann die Möglichkeit Bücher, Blogs, Podcasts, YouTube, Kurse, Seminare, usw. zu konsumieren, um sich das Nötigste selbst beizubringen. Wem das zu stressig ist, kann mit einem Honorarberater zusammenarbeiten. Das scheuen auch wiederum viele, weil der schnell mal 150€/Stunde nimmt. Dass man damit in der Endabrechnung besser fahren kann, als mit einer provisionsbasierten “Beratung” ist ohne das nötige Interesse für die ganze Thematik für den Normalbürger auch wieder schwer zu erkennen.

16. So wie ich, bist du auch Papa. Was tust du für die finanzielle Eigenverantwortlichkeit deiner Tochter?
Dazu muss man sagen, dass meine Tochter mit 21 schon erwachsen ist und ihr eigenes Geld verdient und dieses managt. Dass ich damit wie sie das tut, sehr zufrieden bin, kann damit zusammenhängen, dass ihre gut verdienenden Eltern ihr nie einen teuren und verschwenderischen Lebensstil vorgelebt haben. Ich denke so etwas prägt und das eine oder andere wird bewusst oder unbewusst übernommen. Ich habe ihr auch frühzeitig von meinen Plänen 100 zu werden erzählt, damit sie gar nicht erst anfängt auf die Erbschaft zu spekulieren. Wenn alles nach Plan läuft tritt der Erbfall erst ein, wenn sie selbst bereits über 80 ist 🙂

Sie legt schon Wert auf Mode und gutes Aussehen aber gibt nicht ihr ganzes Geld dafür aus und hat ihre Finanzen mehr als im Griff. Wir mussten ihr nie groß reinreden. Sie hat selbst ein Gefühl dafür entwickelt was ein guter Weg sein könnte. Wenn sie unsicher war hat sie uns von alleine um Rat gefragt, das Empfohlene für sich bewertet und umgesetzt oder nicht. Manchmal habe ich natürlich auch Tipps für sie. Das hört sie sich dann an und macht daraus was sie für richtig hält.

17. In diesem Blogartikel redest du sehr viel von deinem finanziellen Werdegang. Mich würde interessieren, ab welchem Zeitpunkt du die finanzielle Unabhängigkeit als “erreicht” ansiehst?
Genau diese Frage lasse ich in dem Artikel ja offen, weil ich mir da nicht so sicher bin. Wann kann man das denn wirklich und nachhaltig behaupten? Und was hab ich überhaupt davon? Es ist ja nicht so, dass sich durch die bloße Feststellung unmittelbar etwas ändern würde. Ich schreibe ja auch, dass ich in meinem Job bleiben würde. Für mich ist das nicht mit konkreten Konsequenzen verbunden. Und ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob der nächste große Börsencrash oder eine platzende Immobilienblase den Status wieder vernichtet. Was machen denn die, die sich schnell mal finanziell frei nennen, weil es momentan grad ganz gut passt und sich das vielleicht ganz geil anhört nach einem Black Swan Ereignis? Laufen die dann rum und sagen “ich war mal finanziell frei”?

Mir geht es weniger um das Feststellen des Status, als darum einen möglichst großen Puffer aufzubauen, der mir Möglichkeiten gibt. Zwar arbeite ich seit 11 Monaten nur noch 27 Stunden an 3 Tagen in der Woche und bekomme trotzdem 40 bezahlt aber das ist ein Sondermodell, bei dem ich im Büro die Tage Freitag, Samstag und Sonntag abdecke, an denen in meiner Funktion niemand anders anwesend sein möchte. Dieses Modell gibt es aber am Stammsitz meiner Firma, an den ich im nächsten Jahr zurückkehren werde, nicht. Wenn ich dort auch weniger Stunden arbeiten will, wird das mit Gehaltseinbußen einhergehen. Diese stellen aber dank meines Puffers kein Problem für mich dar. Ein Jahr Auszeit kann man in meiner Firma relativ unkompliziert nehmen. Auch das kann ich mir dank meines finanziellen Polsters leisten. Beides strebe ich auch an.

Kürzlich habe ich durch einen Kommentar bei einem anderen Blogger eine Blogparade zum Thema finanzielle Freiheit provoziert. Zur “Strafe” durfte ich helfen die Aktion aufzubereiten. 24 (Finanz)Blogger haben über ihren Weg in die finanzielle Freiheit geschrieben. Das Ergebnis der Aufbereitung findet man hier.

Wann ich mich offiziell als finanziell frei betrachten werde, kann ich dir aber nicht sagen. Gefühlt komme ich dem Punkt aber immer näher. Gerade in letzter Zeit hat sich da einiges getan.

Fazit

Dank dir Vincent für diese genialen Eindrücke aus deinem Leben und deinem Werdegang. Ich finde es interessant, dass sehr viele Parallelen zwischen uns bestehen, vor allem was die Angestelltentätigkeit, die Bücher und auch die finanzielle Bildung für Kinder angeht. Auch wenn mein Sohn erst 5 ist, hoffe ich, dass er es später ebenso gut hinbekommt, wie deine Tochter 😉

Ich glaube, du kannst sehr viel aus dem Interview mit Vincent für dich mitnehmen und für dich ebenso umsetzen. Gerade wenn du jung bist, kannst du anhand seiner Schilderungen erkennen, wie machtvoll es sein kann, früh mit seinen Investments anzufangen….

Wie hat dir das Interview mit Vincent gefallen? Schreib es in die Kommentare. Und wenn du auch was Spannendes zu erzählen hast, schreib mir eine Nachricht

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