Nach dem sehr beliebten Dividenden-Titel “Mit Faulheit zum Reichtum” aus dem letzten Buchreview, folgt nun ein richtiger Klassiker. Ich glaube kein Buch hat mir persönlich mehr die Augen geöffnet und wurde öfter von mir gelesen, als der Bestseller “Die 4 Stunden Woche” von Tim Ferriss. Lustig, zeitlos und unglaublich ertragreich, was die Learnings angeht. Aber ich will noch nicht zu viel vorweg nehmen. Viel Spaß beim neuesten Buchreview.

Wer ist der Autor?

Die 4 Stunden Woche
Tim Ferriss ist ein amerikanischer Autor, Unternehmer und sogenannter “Lifestyle-Designer” und wohl jedem ein Begriff, der sich ein bisschen mit dem Internet, seinen Möglichkeiten und dem digitalen Nomadentum auseinandergesetzt hat. Ich würde sogar so weit gehen, dass er derjenige war, der die Szene von ortsunabhängigen Unternehmern in Deutschland ins Leben gerufen hat. Er hat einen sehr bekannten Blog und Podcast und ist mittlerweile durch seine Experimente, welche oft darauf ausgelegt sind körperliche Grenzen zu überschreiten, weltberühmt geworden.

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Worum geht es in der 4-Stunden Woche?

Die 4-Stunden Woche ist eine Bibel, für alle, die versuchen wollen, ihr Leben zu optimieren und auf eine neue Stufe zu stellen. Dazu ist das Buch mit Techniken zur Optimierung deines Alltages, Motivationsgeschichten, Erfahrungsberichten und vielen Anregungen versehen. Das Buch ist dabei viergeteilt und folgt den sogenannten DEAL-Parametern. Jeder Buchstabe steht hier für eine bestimmte Phase, die es umzusetzen gilt.

  • D = Definition: Finde heraus, was du (nicht) willst, was du befürchtest und mit welchen Ängsten du notfalls leben kannst.
  • E = Elimination: Hier geht es darum, alle Zeit- und Produktivitätsfresser beim geldverdienen zu eliminieren, da sonst die eigene Arbeitszeit niemals wirklich minimiert werden kann. Ein wirklich geniales Kapitel, aus dem ich am meisten mitgenommen habe.
  • A = Automatisierung: Konzentriere dich auf deine Stärken und lass andere das machen, was Zeit kostet und worin du selbst nicht gut bist und auch niemals gut sein willst. Weiterhin muss alles so koordiniert werden, dass es möglichst unabhängig von Zeit und Ort gemanaged werden kann.
  • L = Liberation: Die neuen Freiheiten nutzen, um preiswerte Möglichkeiten zu finden, neue Orte auf der Welt kennen zu lernen und Zeit in die Dinge zu investieren, die dich wirklich begeistern.

Tim beschränkt die Freiheiten sehr auf das Reisen (deswegen mag ich sein Buch auch so gern), aber prinzipiell kannst du mit der neu gewonnenen Zeit machen, was du willst. Ortsunabhängig arbeiten zu können, bedeutet nicht, dass man dies auch genau so leben muss. Denn für viele ist so ein Leben weder erstrebenswert, noch umsetzbar.

Was hat das Buch mit P2P und passivem Einkommen zu tun?

Die 4-Stunden Woche ist die Basis für ein passives Einkommen. Du lernst Übungen, mit denen du dein Leben in den verschiedensten Bereichen optimieren kannst und so mehr Geld, mehr Zeit und letztlich mehr Leben zu Verfügung hast und dieses anderweitig sinnvoll einsetzen kannst. Beispielsweise zum Know-How Aufbau im Bereich P2P, Dividendenaktien oder wo auch immer du willst.

Was dir das Buch nicht bietet

Das Buch handelt zwar von den NR, den “neuen Reichen”. Dies ist aber keinesfalls ausschließlich auf monetären Reichtum bezogen, sondern vielmehr auf die Lebensqualität. Wer also ein General-Rezept oder “Business in a box”-Konzept erwartet, wird wie immer enttäuscht. Viel mehr erschlägt einen das Buch mit vielen vielen Möglichkeiten, die man umsetzen kann. Als ich das Buch vor Jahren das erste Mal las, habe ich vollkommen darin versagt, viele Dinge gleichzeitig umsetzen zu wollen. Auch das ist eine der Lektionen, die Tim immer wieder aufgreift. Man muss Dinge wagen, es ist nicht schlimm zu verlieren oder dass etwas mal nicht funktioniert. Wichtig ist immer nur, dass man dranbleibt und seine Ziele mit unverminderter Zielstrebigkeit weiter verfolgt.

Was unterscheidet den Titel zu anderen seiner Art?

Tims Schreibweise ist, wie ich finde, ziemlich einmalig. Alleine schon die Einleitung im Buch und die Erzählung zu seiner persönlichen Geschichte, liest sich wie ein schlechter Witz. Er bringt es aber extrem lustig rüber und man muss wirklich sagen: Respekt Tim. Wirkliche Konkurrenz hat dieses Buch für mich nicht, da es kein Buch gibt, dass genau so wie seins ist. Tim betrachtet das Gesamtkonzept inkl. Lifestyle-Design und die meisten anderen Bücher zielen auf einen spezifischen Teil.

Was ich durch die 4 Stunden Woche gelernt habe

In meinen ersten Lesungen habe ich den Wert dieses Buches noch gar nicht erkannt. Heute, wo ich selbst in Kontakt mit digitalen Nomaden gekommen bin und ebenfalls viele der Techniken von Tim nutze, kann ich sagen, dass viele Konzepte von ihm, die erstmal nicht machbar erscheinen, definitiv machbar sind. Und selbst so simple Dinge, wie z.B. das E-Mail Postfach nur einmal am Tag abzurufen (hört sich erstmal simpel an, aber probiere es mal), sind umsetzbar und bringen dir im Endeffekt sehr viel Zeit zurück, die du für andere Dinge nutzen kannst. Wir arbeiten durchschnittlich 8 Stunden am Tag, schlafen 8 Stunden (ich weniger) und haben mindestens noch weitere ca. 8 Stunden am Tag, die wir nutzen können. Damit das auch zielgerichtet passiert, ist es wichtig, diese übrig gebliebene Zeit zu optimieren und regelmäßig die Prozesse in seinem eigenen Leben zu überprüfen.

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Fazit zu “die 4 Stunden Woche”

Die wichtigste Erkenntnis, die mir die 4 Stunden Woche damals und auch heute gebracht hat ist: Träume auf heute zu verschieben, und nicht zu warten, bis man sie sich irgendwann erfüllen kann. Ich habe das Buch das erste Mal 2012 gelesen und war mir damals noch vollkommen unbewusst, was für Möglichkeiten darin stecken. Weiterhin hat es mir gezeigt, dass es eigentlich immer einen Weg für alles gibt. Tim ist beispielsweise Kickbox-Champion geworden, obwohl er nicht wirklich gut darin war. Er hat einfach eine Lücke in den Wettkampfregeln gefunden und diese für sich ausgenutzt, um als Sieger vom Platz zu gehen. Ziemlich clever. Die Möglichkeiten ergeben sich immer, sobald man danach sucht…

Die ausführliche Story dazu findest du in seinem Buch, welches auch ab sofort Bestandteil meiner Buchempfehlungen ist. Die 4 Stunden Woche ist sowohl als eBook (9,99), Taschenbuch (9,99) und Hörbuch (16,95) erhältlich. Viel Spaß dabei.

Wenn du noch mehr Input möchtest, empfehle ich dir die Videoplaylist vom Unternehmerkanal von Hendrik Klöters. Er prüft derzeit die Techniken von Tim in einem Experiment:

Wie hat dir mein Buchreview gefallen? Welchen Titel soll ich mir als nächstes vornehmen? Schreib es in die Kommentare.

Beitragsbild: pixabay.com @ Stevebidmead (Creative Commons CCO)

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2 Kommentare
  1. Tobias sagte:

    Guten Morgen zusammen,

    auch für mich hat das Buch eine sehr besondere Bedeutung. Im nicht-religiösen Sinne betrachte ich das Werk als meine persönliche “Bibel”. Tim hat einen einzigartigen Schreibstil, der überaus unterhaltsam ist.

    Ich versuche das Buch zwei Mal pro Jahr zu lesen. Dabei finde ich immer wieder neue Details, die ich umsetzen kann. Ich finde, dass das ganze Buch voller kleiner Hinweise ist, wie man deutlich effizienter arbeiten kann. Wie Lars auch schon beschreibt war der “Ich mach nur einmal am Tag die Mails auf-Tipp” auch bei mir ein Booster. Leider kann ich das bei meinem Arbeitgeber nicht ganz durchsetzen, aber ich schaue wirklich nur drei mal am Tag rein.

    Und so gibt es noch viele weitere Dinge, derer ich mir durch das Lesen immer wieder bewusst werde und sie dann umsetze. Meine Lieblingstipps: selektive Ignoranz und Nachrichten-Diät.

    Bei der selektive Ignoranz geht es darum scheinbar “wichtige” Probleme einfach mal liegen zu lassen. Wir alle kennen den Kollegen dessen Mails grundsätzlich mit Prioritäts-Fähnchen geschrieben werden. Kann man sich selbst so disziplinieren hier zwischen wirklich wichtig und gespielt wichtig zu unterscheiden, erledigt sich eine Menge von selbst.

    Bei der Nachrichten-Diät habe ich damals nicht schlecht gestaunt. Tim empfiehlt einfach keine Nachrichten mehr zu lesen, zu schauen oder wahrzunehmen. Und er hat damit vollkommen recht aus meiner Sicht. Das, was wirklich wichtig ist, dringt zu mir durch. Der ganze Rest aber versickert irgendwo dazwischen und nimmt nicht meine Zeit in Anspruch.

    Danke für das tolle Review Lars. Ich bin mit Dir einer Meinung, das Tim das “Urwerk” für eine Bewegung geschrieben hat. Ich glaube das Selbstständigkeit für den kleinen Mann mit Internetzugang dadurch deutlich mutiger und selbstbewusster angegangen werden kann 🙂

    Ich habe damals nach der 4-Stunden-Woche noch von Faltin “Kopf schlägt Kapital” gelesen. Zusammen ergab das (ungewollt) für mich einen riesigen Mehrwert. Kennst Du das?

    Viele Grüße ins Bambus-Office im Paradies
    Tobias

    Antworten
    • Lars sagte:

      Hi Tobias,

      danke für deinen tollen Kommentar 🙂

      Was die Mails angeht, dass geht auch nur zweimal pro Tag. Später Morgen und später Nachmittag. Probier es mal aus.

      Mit der selektiven Ignoranz hast du vollkommen recht. Auch ich schaue weder fern, noch konsumiere ich irgendeine Art von tägliche Nachrichten. Meine Faustformel ist immer “Wenn irgendwas wirklich wichtig ist, dann bekomme ich es schon mit”. Alleine die Menschen um einen herum, sorgen schon dafür, dass diese Faustformel Wirklichkeit wird 🙂 Gerade hier in Indonesien merkt man ganz deutlich, dass die Menschen anders ticken. Hier bekommt weder jemand etwas von Terroranschlägen in Frankreich, noch von Putschversuchen in der Türkei mit. Das Leben geht dennoch weiter.

      “Kopf schlägt Kapital” steht seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste, aber ich bin noch immer nicht dazu gekommen, es zu lesen.

      Viele Grüße

      Lars

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