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Während ich mich gerade irgendwo im Atlantik zwischen den Kanaren und den kapverdischen Inseln aufhalte, hoffe ich, dass dieser Blogartikel automatisiert online geht. Wenn nicht, werde ich es wohl erst im Dezember erfahren, wenn ich in Brasilien ankomme. Momentan befinde ich mich auf der Nomad Cruise zusammen mit über 400 digitalen Nomaden. Eine schwimmende Konferenz für ca. 13 Tage in der wir voneinander lernen unsere unternehmerische Tätigkeit weiter nach vorn zu treiben. Aufgrund des daher momentan fehlenden Internets, gibt es auch heute keinen Artikel von mir, sondern ein vorbereitetes Interview mit Bernhard Hummel.

Bernhard ist ein sehr aktives Mitglied in unserer Community und wie ich Privatinvestor aus Leidenschaft. Das P2P-Investment kennt er wie seine Westentasche und er hat es Kolja und mir gleichgetan und die Möglichkeit wahrgenommen, die P2P-Plattformen im Baltikum zu besuchen. Mal schauen, ob sein Interview genauso spannend wird, wie das letzte von Dividenden-Alarm Founder Alex Fischer. Aber das wird er uns gleich sicher alles selbst erzählen. Viel Spaß beim Interview!

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Roter Pfeil = Da bin ich…. irgendwo

Inhalte

Das Interview

1. Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du, was tust du und was ist dein leidenschaftliches Hobby?

Vielen Dank Lars, mache ich gerne! Mein Name ist, wie wohl schon aus dem Titel des Interviews hervorgehen wird, Bernhard Hummel. Ich studierte an der Pädagogischen Hochschule Lehramt und schloss dieses auch ab. Nebenher arbeitete ich schon und machte einige andere Ausbildungen, wie zum Beispiel die zum Fahrschullehrer. Letzterem ist es wohl geschuldet, dass ich bereits während des Studiums und auch im Anschluss für ca. 15 Jahre in der Fahrschulbranche in mehreren Jobs parallel tätig war und oft über längere Zeit bis zu 80 Wochenstunden arbeitete. Da ich weder Zeit noch Lust hatte mein Geld wieder auszugeben, sammelte sich der eine oder andere Euro in dieser Zeit an.

Somit beschäftigte ich mich in den letzten Jahren meiner Angestelltentätigkeit auch immer mehr mit Investments. Schließlich sollte künftig das Geld für mich arbeiten, sowie skalierbare Systeme entstehen. Denn so lange man Zeit gegen Geld arbeitet ist man irgendwo begrenzt. Zum einen geht wohl nicht viel mehr als 80 Wochenstunden zu verdienen – man kann sich dann als Angestellter ja auch schwer teilen um parallel im gleichen Zeitraum noch wo zu arbeiten. Zum anderen kann man trotz aller Bemühungen irgendwann bei seinen Gehaltsverhandlungen nicht mehr viel erreichen.

Daraus hat sich wohl auch mein leidenschaftlichstes Hobby entwickelt – Investments! Am besten in Kombination mit Reisen, was sich ja zum Glück in der Regel kombinieren lässt!

Bernhard Hummel

Der brausende börsenerfahrene Bernhard

2. Wie sieht deine Karriere als Privatinvestor bisher aus? Womit und wann hast du begonnen, wo stehst du heute?

Beginnen wir vielleicht, obwohl eigentlich schon in deiner ersten Frage das eine oder andere davon hervorgeht, ganz am Anfang. Zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeiten hatte ich, wie das oft so ist, weder Kapital, noch Wissen zum Investieren zur Verfügung.

Wobei, machen wir es ganz ehrlich, jetzt gebe ich glaube ich erstmals Details aus meinem Leben bekannt, die ich sonst noch nie in einem Interview oder anderswo öffentlich erzählt habe. Als kleines Kind war ich mit meinen Eltern öfters bei Freunden mit. Ein älteres Ehepaar, wobei er nochmals deutlich älter war, als seine wunderhübsche Frau. Kam man bei seinem Wohnsitz nahe unsere Zweithauses an, war mir schon als kleines Kind klar (ich war ein Kleinkind und konnte natürlich keine großen Zusammenhänge erkennen und wissen woher was kam…nur zur Verdeutlichung), dass ich hier wohl eine andere Welt betreten würde. Eine Welt die mir deutlich besser gefiel, als vielleicht auch die, die ich mit meinen Eltern gelebt habe. Eine Welt in der ich mal leben wollte: Das große Doppeltor öffnete sich automatisch und man fuhr mit dem Auto weiter über eine wunderschön geschotterte Straße, zwischen traumhaft von Gärtnern angelegten und gepflegten Blumen zum – nennen wir es – Anwesen. Auch beim Haus merkte man sofort – eine schöne Welt. Eine andere Welt, die mir schon als Kleinkind sehr gut gefallen hat! Nun gut, wir schweifen ab, ich will euch nicht mit zu vielen Details aus meiner Kindheit langweilen. Aber wir sollten noch zum viel wichtigeren Teil der Geschichte kommen, zu den Menschen dahinter. Die einleitenden Sätze sollten dir und deinen Lesern und Leserinnen nur ein Bild im Kopf erzeugen!

Die Menschen dahinter waren nicht nur sehr wohlhabend, sondern für mich von Beginn an ganz besondere Menschen. Onkel Robert, so durfte ich ihn nennen, sollte mich wohl, auch wenn das fast keiner in meiner Umgebung weiß, für mein Leben prägen. Jetzt gerade noch, kann ich mich durch das besagte Haus laufen sehen. Mich neben ihm sitzen sehen. Ich lauschte jedes weise Wort, beobachtete – unwissentlich als Kleinkind, dass mich dieses wohl prägen wird und für immer im Gedächtnis bleibt – sein gesamtes Verhalten, Lebensstil, Denkweise, etc. Als Kind wusste ich natürlich nicht konkret, welche Rolle Geld dabei spielen würde, etc. Es faszinierte mich einfach die Denkweise. Das dürfte auch Onkel Robert, er ist übrigens leider mittlerweile vor einiger Zeit verstorben, auch bemerkt haben. Bald, als ich sprechen konnte, holte er mich immer wieder zu sich und sprach mit mir. Kindgerecht, aber sehr weise! So sagte er mir immer wieder: “Bernhard, das Wichtigstes ist das dein Geld möglichst bald für dich arbeitet.” Ihr könnt euch schon vorstellen in welche Richtung die Gespräche gingen, um es jetzt hier nicht zu lange werden zu lassen. Onkel Robert war über die Sommermonate meist in seinem Wohnsitz im Mittelburgenland, wo auch meine Familie einen Wohnsitz hat. Sonst pendelte er in seinen späteren Jahren meist zwischen Monaco und Zürich, wo er weitere Wohnsitze besaß. In früheren Zeiten war er für seine Investments, sowie seinen Betrieb, einen Großhandel für Pelze, wohl auch öfters in Frankfurt und auf Reisen. Da er Jude war, musste er in seiner Jugend Europa für einige Zeit verlassen und verdiente, wenn ich das als kleines Kind richtig in Erinnerung erhalten habe, indem er Autoreifen in den USA verkaufte. Wohl auch erfolgreich, aber mit sehr harter und auch körperlich harter Arbeit!

Nun ja, nun wieder konkret zu deiner Frage zurück. Eigentlich begann in Wahrheit damit meine Karriere als Privatinvestor – ich wusste es nur noch nicht. Mir war damals klar wo ich einmal hin möchte. Mein Geld und Systeme sollten für mich arbeiten, was aber nicht bedeuten soll, dass dies nicht auch eben durch Mehrwert für andere passieren soll. Denn, wenn wir Investoren unser hart erarbeitetes Geld für P2P Kredite zur Verfügung stellen, so schaffen wir damit durchaus auch Mehrwert. Jemand der gerade kein Geld zur Verfügung hat, aber studieren möchte um so später wieder für sich und die Gesellschaft Mehrwert zu generieren, kann das möglicherweise durch unser Darlehen. Wir verborgen unsere “Ware” Geld und tragen das Risiko. Dafür bekommen wir eine “Miete”, also Zinsen. Und da das ganze über Fintech sehr intelligent und kostengünstig abläuft, kann das durchaus für beide Seiten lohnend und von Vorteil sein. Ganz so, wie mir das Onkel Robert schon als kleines Kind erklärt hat. Mir war auch damals schon klar, dass ich so wie er selbst entscheiden wollte, wann ich wo auf dieser schönen Welt sein möchte. Ob ich gerade in Monaco, oder im Burgenland bin, beispielsweise. Er wusste wohl gar nicht was einen Urlaub beantragen zu müssen bedeutet, außer vielleicht durch seine Angestellten in den Wohnsitzen und seiner Firma. Da wollte ich hin, doch wie weit dieser Weg sein sollte und wie der Aussah, dessen war ich mir wohl als Kleinkind nicht bewusst.

Nun sind einige Jahre vergangen und ich sitze gerade beim Frühstück auf der Terrasse, im Haus, das meiner Familie gehört und mein Großvater väterlicherseits vor vielen Jahren gekauft hat. Eines von vielen Dingen, für die ich sehr dankbar bin. Da ich auf meinem Weg zu den als 5-jähriger definierten Zielen schon viele Jahre sehr viel gearbeitet habe, konnte ich vor ca. 4 Jahren mit meinen ersten Investments beginnen. Es sollte mich fesseln – machen wir jetzt also einen Sprung an den konkreten Start meiner Investments:

Viventor

Mich rief, wie das so vorkommt eine Bankberaterin, die gefühlt 10te in sehr kurzer Zeit, an und stellte sich als meine neue Beraterin vor. Sie lud mich auf einen Kaffee ein um über mögliche Anlagestrategien zu sprechen, da ihr auffiel, dass ich wohl durch meine sich am Konto kumulierenden Einkommen eine beachtliche Summe zur Verfügung hätte.

Das Gespräch lief wie üblich ab… Lebensversicherung, etc. wurden mir vorgeschlagen. Zum Glück lies ich mich am Ende nur auf einen Fonds ein, der mir in Kombination am Sparbuch auch bessere Zinsen bescheren sollte. Sagen wir mal so, ich wusste es damals schlichtweg nicht besser, erkundigte mich wenigstens nach den Verkaufsmöglichkeiten des Fonds und willigte diesem ein. Auch, wenn der Fonds, wie ich später herausfinden sollte, in meinen Augen absolut “Kacke” war, war es ein wichtiger Schritt. Ich hatte mal “gemacht”. Ich hatte “Skin in the Game”. Somit beschäftigte ich mich neben dem Arbeiten in meinen verschiedenen Angestelltenjobs immer mehr mit dem Thema Investments. Ich beobachtete den Fonds und seine Titel ganz genau, außerdem wurde mir ja durch den Fonds ein Depot im netbanking freigeschaltet, dass ich mir auch genau ansah. Oha, ich könnte die Aktien im Fonds doch auch direkt kaufen, aber zu welchen Gebühren. Welche Gebühren werden da eigentlich im Fonds verrechnet, etc. Schon bald kaufte ich meine ersten Aktien direkt an der Börse und vertiefte mich immer weiter. Las zahlreiche Bücher zum Thema Investments, finanzielle Freiheit und Mindset. Da ich immer wieder gefragt werde und ich nun nicht schon wieder vom Thema abschweifen möchte, verweise ich dich an dieser Stelle vielleicht einfach auf meine Liste mit meinen persönlichen ehrlichen und authentischen TOP 5 Büchern am Weg zur finanziellen Bildung. Diese hatte ich genau zum eben beschrieben Zeitpunkt gelesen. Du findest diese, begleitet mit ein paar beschreibenden Ausführungen und Begründungen hier

Außerdem sah ich mir mehr und mehr Videos zum Thema im Internet an und stieß so unter anderem auch auf den Aktien mit Kopf – Kanal von deinem Freund Kolja Barghoorn. Somit war es längst geschehen, eine Veränderung fand statt und ich war wieder einige Schritte weiter auf meinem als 5-jähriger festgelegten Weg. Es fühlte sich gut an. So kam ich übrigens auch zu deinem Blog und Buch über P2P Kredite, welches ich natürlich gleich kaufte und begeistert in kürzester Zeit durchlies.

Schon bald verkaufte ich meinen Fonds, sattelte großteils auf weltweit diversifizierte Aktien und natürlich P2P Kredite um. Ich baue somit seit einigen Jahren meinen persönlichen “ETF” auf, aber eben mit Einzeltiteln, da mir der direkte Bezug zum Unternehmen sehr wichtig ist. Daher besuche ich auch meist über 60 Hauptversammlungen im Jahr. Hier habe ich mir aus der Leidenschaft heraus die Arbeit gemacht eine Playlist mit ein paar Eindrücken davon zu erstellen, um etwas weitergeben zu können und vielleicht einen kleinen Beitrag zu Aktienkultur und Denkweise zu leisten.

In seltenen Fällen wird auch mal etwas mit einem ETF abgedeckt, das ist aber eher die Ausnahme. Mit den heutigen Discountbrokern – ich verwende je nach Region, wo ich kaufe verschiedene – sind die Gebühren überschaubar. Ich bin davon überzeugt, dass es sich für mich über die Jahre mit Einzeltiteln rechnet.

Wie es wohl auch ein wenig dem Klischee entspricht, habe ich auch sehr viel von Warren Buffett, einer weiteren Person, die mich zweifelsfrei fasziniert und prägt, gelesen und geschaut. In einem Interview sagte er sinngemäß und frei übersetzt: “Investieren ist so einfach, das kann eigentlich jeder. Man braucht nur einen ETF auf den S&P 500 kaufen, warten und man wird reich und kann davon leben.” Darauf die Moderatorin: “Aber sie kaufen doch lieber wenige auserwählte Titel?” Er: “Ja, weil ich mich mit meinem Team perfekt auskenne und genau weiß, was ich tue. Damit kann ich natürlich mehr erreichen, aber das ist eigentlich gar nicht nötig… der Aktienmarkt steigt on the long term etwa 6% pro Jahr. Das ist mit dem Zinseszinseffekt mehr als genug…”

Daran halte ich mich, ich kenne mich nicht so gut aus, auch wenn ich natürlich versuche über die Jahre immer mehr zu lernen. So habe ich mir meinen persönlichen ETF aufgebaut und mal für ein Grundeinkommen gesorgt. Klar wird es auch schlechte Jahre geben, aber sehen wir es “on the long term” und im Schnitt, insbesondere da ich ja “buy and hold” mache und eine Dividendenstrategie fahre.

P2P und einzelne Unternehmen in die ich eine größere Summe investiere sind dann sozusagen weitere Eier im Nest, die mich mit Einkommensströmen versorgen sollen. Genauso wie meine Firma, mit der ich versuche über Bücher und Videos zeitgemäßen Mehrwert zu bieten und dafür natürlich auch Einnahmen zu generieren.

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3. Bevorzugst du mehr Kurz- oder Langzeitinvestitionen?

Das machen wir jetzt kurz: Beides gleichermaßen! Wichtig ist eine ausgewogene und zumindest etwas durchdachte Asset Allocation!

4. Was hat dich zum P2P-Investment gebracht?

Ganz ehrlich – ich denke es waren die ersten Videos zu dem Thema von Kolja in Kombination mit eurem ausgezeichneten Buch: Investieren in P2P Kredite, das ich uneingeschränkt für den Einstieg empfehlen kann, sowie eben dein Blog. Muss aber auch sagen, dass ich parallel natürlich weitere Informationen zu dem Thema eingeholt habe und mich umfangreich informiert habe. Am Ende ist es natürlich das jeweilige Produkt/Plattform selbst die mich überzeugen muss.

5. Auf welchen P2P-Plattformen bist du derzeit aktiv?

Die Plattformen habe ich nach und nach aus Gründen der Diversifikation ausgebaut. Begonnen habe ich, wenn ich mich richtig erinnere mit Mintos, Twino und Bondora. Mittlerweile sind die investierten Summen, nicht nur durch den Zinseszinseffekt größer geworden und ich bin auch noch auf Viainvest, Swaper, EstateGuru, PeerBerry und Viventor.

6. Wenn du an deine bevorzugte bzw. meistgenutzte P2P-Plattform denkst, was ist in deinen Augen der Hauptvorteil dieser Plattform?

Wie du weißt, war ich ja vor kurzem selbst im Baltikum und habe das persönliche Gespräch mit dem CEO, bzw. leitenden Angestellten gesucht um über meine weiteren P2P Investments zu entscheiden. Ich denke ganz ehrlich, dass das es ab einer gewissen investierten Summe, in meinem Fall über € 100 000,- (insgesamt P2P, nicht pro Plattform), einfach Sinn macht, bzw. eigentlich zur persönlichen Sorgfaltspflicht und Wertschätzung gegenüber den eigenen Investments gehört, sich auf vor Ort in Bild zu machen und das persönliche Gespräch zu suchen. Ich möchte hier bewusst keine der Plattformen in den Vordergrund stellen, da ich, mit allen gute Gespräche hatte und das nun persönlich nicht fair fände; aber auch, da ich denke, ich will hier bewusst nicht zu sehr beeinflussen! Es soll sich da wirklich jeder unvoreingenommen seinen eigenen Eindruck machen. Um auch anderen Leuten dabei vielleicht mit einem weiteren kleinen Puzzlestein bei der persönlichen Entscheidung zu den Plattformen und ob überhaupt P2P ein wenig zu helfen, habe ich bei meinem Besuch in den Büros vor Ort ein die Kamera mitlaufen lassen, sowie die Interviews die ich mit den CEOs bzw. leitenden Angestellten geführt habe, mitgefilmt. So konnte ich möglichst effizient die vielen Fragen, die mir auf meine Reise von Freunden und den verschiedenen Communities mitgegeben wurden abhandeln und im Anschluss möglichst vielen auf einfache Weise zukommen lassen.

Was mich auf der Reise aber besonders beeindruckt hat, sind neben den sehr interessanten Ländern, vor allem die tollen Menschen dahinter, die ich kennenlernen durfte. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Ich werde in Zukunft wahrscheinlich so einmal im Jahr das persönliche Gespräch vor Ort suchen. Bei einer Rendite von ca. 12% pro Jahr, also etwa 1% der investierten Summe monatlich, sollte das wohl auch locker drinnen sein und einem wert sein!

Natürlich habe ich mit den meisten Plattformen auch Kooperationen vereinbart und unter den Videos befinden sich jeweils Affiliate Links zur Plattform. Alles andere wäre ja auch nicht sinnvoll. Ich habe alle Plattformen, in die ich derzeit investiert bin, auch persönlich besucht. Die Playlist mit der Sammlung aller Videos findest du hier.

Risikohinweis:
Der Erwerb von Vermögensanlagen über P2P-Kredite ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

7. Welche Vorteile hat P2P-Investment deiner Meinung nach gegenüber anderen Investment-Formen?

Mir persönlich gefällt das relativ berechenbare monatliche Einkommen, sowie natürlich generell die Rendite. Ich sehe für mich ein durchaus attraktives Chance/Risiko-Verhältnis, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Jeder muss die Verantwortung über seine Investments übernehmen!

8. Viele Menschen glauben, ein P2P-Investment sei unsicher, da dort nur Menschen investieren, die bei einer Bank keinen Kredit bekommen, wie denkst du darüber und was würdest du einem solchen Menschen sagen?

Wer am Ende recht hat, wird wohl die Zeit zeigen. Ich persönlich sehe dieses Risiko nicht so sehr. Man muss überlegen, was die Leute tatsächlich bewegt, diese Kredite über die Plattformen zu nehmen. Obwohl man da ja überhaupt eigentlich schon wieder viel weiter ausholen müsste. Denn es sind ja komplett unterschiedliche Modelle und Kredite die vergeben werden. Oft, wie etwa bei Mintos, handelt es sich um verschiedene Loan Originator in verschiedenen Ländern, die durchaus sogar ein bankähnliches Office/Lizenz haben in dem der Kredit abgeschlossen wird. Aber bedenken wir auch, dass es oft auch einfach mittels Fintech viel smarter und effizienter abläuft und man dazu von beiden Seiten keine riesigen Bankgebäude, Mitarbeiter etc. finanzieren muss. Selbst das Scoring der Kreditnehmer scheint oft durchaus effizienter zu sein, mittels der zeitgemäß angewandten Methoden!

9. Investierst du automatisiert oder manuell?

Automatisiert mit einem von mir konfigurierten Autoinvest.

10. Wie sieht deine P2P-Anlagestrategie aus wenn du auf die kommenden 5 Jahre schaust? Was erhoffst du dir davon?

Erst einmal das Anlageziel erreichen und den Zinseszins voll mitarbeiten lassen. Später einmal die Autoinvests so einstellen, dass pro Plattform immer 100€ verfügbar bleiben. Benötige ich das Geld, was durchaus der Fall sein wird, überweise ich mir dieses und die 100€ werden automatisiert durch Zinsen und Rückzahlungen wieder aufgefüllt. Alles was darüber liegt, wird automatisiert reinvestiert. Außerdem eine jährliche Rendite von etwa 12%. Hoffen wir, dass der Plan aufgeht!

ᐅ Du bist neu auf meinem Blog?
Dann schau dir unbedingt diese Seite an. Da findest du alles was du für den Start in dein Investment in P2P Kredite brauchst.

11. Wie sieht deine persönliche Anlagestrategie über alle Investmentformen hinaus aus?

Ganz grob: 25% P2P, 50% Aktien, 1% BTC, 24% Cash. Sehr ungefähre Werte und je nach Marktlage verschiebt sich das natürlich. Eventuell würde ich auch gerne noch Wohnungen als Investments ergänzen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass momentan eher der Zyklus um sich darauf vorzubereiten und zu lernen ist, als direkt zu kaufen. Mir persönlich scheinen die Immobilienpreise in für mich interessanten Lagen (Deutschland, Österreich, …) eher zu teuer.

12. Was war das bisher beste Investment deines Lebens?

WashTec Ag Aktie – from the very beginning! :)))

13. Wir haben viele Investoren aus Österreich in unserer Community, du bist einer davon. Habt ihr es schwerer auf P2P-Plattformen zu investieren?

Nein, ich hatte keinerlei Probleme. Mein Eindruck ist, dass das durch die EU relativ egal ist. Einige meiner Schweizer Freunde erzählten mir aber von gewissen Einschränkungen und Überweisungsgebühren.

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Dann schau jetzt in meine P2P Plattform-Übersicht. Dort findest du weitere Informationen und / oder Artikel zu den Plattformen, auf denen ich investiere.

14. Wenn du einem neuen und jungen Investor ein Buch empfehlen würdest (unabhängig ob P2P, Aktien oder persönliche Weiterentwicklung), welches wäre das?

Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen von Robert T. Kiyosaki. Der Rich Dad war wohl quasi der Onkel Robert, des Autors.

15. Meines Wissens nach hast du sogar ein Buch veröffentlicht. Was sind deine weiteren Pläne für die Zukunft?

Neben meinen Investments machen mir auch meine anderen Tätigkeitsbereiche viel Freude. Vielleicht ist es mein Lehramtsstudium mit dem Fach Deutsch – ich muss zugeben, das meiste davon habe ich echt schon wieder vergessen – aber das Schreiben bereitet mir derzeit echt Freude. So möchte ich versuchen für mehr und mehr Leute über meine beiden YouTube Kanäle sinnvollen Mehrwert zu schaffen, Bücher zu schreiben und vor allem selbst besser zu werden um so der Gesellschaft wieder mehr geben zu können. Die Bereiche Investments und Mobilität sind derzeit meine Tätigkeitsfelder in denen ich mich mit großer Leidenschaft bewege – diese möchte ich auch in Form von Videos und Büchern weitervermitteln. Hier findest du die Links zu meinen YT-Kanälen und im Handel erhältlichen Büchern.

Ich bin meinen Zusehern und Zuseherinnen und Lesern und Leserinnen sehr dankbar und hoffe im Laufe der Zeit immer mehr Leute zu erreichen!

16. Hand aufs Herz. Lenkst du deine Fahrschüler vielleicht etwas vom Fahren ab, indem du ihnen zusätzlich noch einen Führerschein in finanzieller Bildung verpasst? 🙂

Ja, um auch hier authentisch zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt, ich ließ mir mit der Bearbeitung deines Interviews etwas mehr Zeit – es ist also meine Schuld, dass die Frage nicht mehr ganz passt – bin ich schon einige Zeit NICHT mehr als Fahrlehrer tätig. Ich habe vor etwas über einem Jahr mein letztes Angestelltenverhältnis in diesem Bereich gekündigt. Der Drang nach persönlicher Freiheit, aber auch der Umfang der anderen Projekte waren für mich einfach dafür ausschlaggebend. Somit bin ich hauptsächlich nur noch selbständig als Fach-Vortragender in der Fahrlehrer- und Fachlehrerinnenausbildung tätig, sowie eben als YouTuber und Buchautor. Aber ja, da ist meine Leidenschaft zur finanziellen Bildung unweigerlich und authentisch zu spüren, wie wohl auch in diesem sehr emotionalen Interview, für das ich mich ganz, ganz herzlich bei dir bedanke!

Wie gewohnt freue mich über Austausch und stehe dir und deinen geschätzten Followern gerne zur Verfügung. Sei es hier im Blog, sowie im Rahmen meiner Tätigkeitsfelder auf Social Media. Hier kommst du zum Überblick:

Vielen, vielen Dank und uns allen alles erdenklich Gute!

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Fazit zum Interview mit Bernhard

Wow, das war wohl das bisher längste Interview auf diesem Blog. Danke für das Interview Bernhard. Sehr cool zu sehen, was man mit Engagement und unermüdlicher Arbeit so alles erreichen kann. Das weiß ich nur selbst allzu gut aus meiner jüngsten Vergangenheit. Und natürlich bin ich auch stolz darauf, dass mein Blog einen großen Teil dazu beigetragen hat. Ich hoffe, ich kann in Zukunft zu seiner sinnvollen Plattform-Diversifikation beitragen. Vielleicht sieht man sich dann durch Zufall mal im Baltikum 😉 Ahoi!

Was sagst du zu Bernhards Interview und seinen Investmenterfahrungen? Schreib es in die Kommentare?

Beitragsbild: pixabay.com @ PublicDomainPictures (CC0 Creative Commons)

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6 Kommentare
  1. steffen
    steffen sagte:

    Hm meiner Meinung nach ist der 2. Teil des Interview gar nicht schlecht hier noch ein bisschen mehr vom eigenen
    Standpunkt und der eigenen Meinung und den lesern überlassen was für Sie interessant ist dann wäre es perfekt.
    Der 1. Teil wäre auf 5 sätze kürzbar und das wäre ausreichend genug.

    Antworten
  2. Tommy
    Tommy sagte:

    Ich finde den Einstieg in die Karriere als Privatinvestor etwas aufgesetzt. Schon als Kleinkind wusste er also den Reichtum zu schätzen, von da an war sein Ziel, diesen ebenso zu erreichen. Klingt ja fast wie im Märchen 😉 Das mag ja alles durchaus beeindruckend gewesen sein, ich kenne jedoch durchaus Kleinkinder, die man mit weitaus weniger zum Staunen bringen kann. Und die wollen alles Mögliche werden, nur nicht reich 😉

    Auch wenn Interessantes dabei war liest sich das Interview stellenweise wie Werbung. Diese Bücher kann ich empfehlen (natürlich alle mit Ref-Link), hier sind meine Videos und dort meine eigenen Bücher zum Bestellen. Ein (!) Link zum Blog bzw. zur Übersichtsseite hätte da sicherlich genügt, in der Form ist mir das jedenfalls bei den anderen Interviews nicht aufgefallen. Ich finde diese ja durchaus interessant und lese sie auch gerne, finde jedoch, dass die Geschichte der Person im Vordergrund stehen sollte. Ist natürlich schwierig, wenn diejenige Person in verschiedenen Bereichen aktiv ist, bei Interesse kann man sich ja dann auf deren Seite umschauen.

    Antworten
    • Marco
      Marco sagte:

      Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Es waren ein paar interessante Informationen dabei, aber insgesamt wirkt es größtenteils wie Werbung.
      Ich fand das Interview auch nicht wirklich lang, wie du es beschreibst.
      Es ist viel Text ja, aber leider wenig Information.

      Dennoch finde ich die Interviews super, da man hier mal einen Eindruck bekommt, wer noch so alles unterwegs ist in diesen Bereichen.

      Viele Grüße.
      Marco

      Antworten

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